Kim Sang-wook

Kim Sang-wook (* 21. April 1988 in Seoul, Südkorea) ist ein südkoreanischer Eishockeyspieler, der seit 2014 bei Daemyung Sangmu in der Asia League Ice Hockey unter Vertrag steht. Sein Bruder Kim Ki-sung ist ebenfalls südkoreanischer Eishockeynationalspieler.

Kim Sang-wook begann seine Karriere als Eishockeyspieler in der Mannschaft der Kyungsung Highschool. Als 18-Jähriger wechselte er für vier Jahre zur Yonsei University. 2010 wurde er von Anyang Halla, einer der beiden südkoreanischen Mannschaften in der Asia League Ice Hockey, verpflichtet. Mit dieser konnte er 2011 die Asia League gewinnen. 2012 wurde er zum „Jungen Spieler des Jahres“ der Asia League Ice Hockey gewählt. 2012 ging er mit seinem Bruder, der vorher in den USA gespielt hatte, nach Finnland zum HC Keski-Uusimaa in die Mestis. Während Kim Ki-sung die gesamte Spielzeit dort verbrachte, wechselte Kim Sang-wook bereits zum Jahreswechsel zu Anyang Halla zurück. Seit 2014 spielt er bei Daemyang Sangmu

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, dem jüngsten der drei südkoreanischen Klubs in der Asia League Ice Hockey

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.

Für Südkorea nahm Kim Sang-wook im Juniorenbereich an der U18-Weltmeisterschaften 2006 in der Division I und der U20-Weltmeisterschaft 2008 in der Division II teil.

Sein Debüt in der Herren-Nationalmannschaft des asiatischen Landes gab er bei der Weltmeisterschaft 2011 in der Division II. In der Folge spielte er mit den Ostasiaten bei den Titelkämpfen 2012, 2013, 2014, 2015 und 2016 in der Division I. 2015 trug er als zweitbester Scorer hinter seinem Teamkollegen Michael Swift (gemeinsam mit seinen Landsleuten Kim Ki-sung und Mike Testwuide sowie dem Esten Andrei Makrov) maßgeblich zum sofortigen Wiederaufstieg aus der B- in die A-Gruppe der Division I bei.

Bei den Winter-Asienspielen 2011 gewann er mit der südkoreanischen Mannschaft hinter Kasachstan und Japan die Bronzemedaille. Zudem vertrat er 2012 seine Farben bei der Olympiaqualifikation für die Winterspiele in Sotschi 2014

(Stand: Ende der Saison 2015/16)

Johann Christoph Schacher

Johann Christoph Schacher (* 31. März 1667 in Leipzig; † 29. März 1720 ebenda) war ein deutscher Rechtswissenschaftler.

Der Sohn des Christoph Hartmann Schacher (1633–1690) studierte an der Universität Leipzig und an der Universität Frankfurt (Oder) bei Samuel Stryk. Nach einer Gelehrtenreise durch Italien erwarb er sich zurückgekehrt nach Leipzig 1691 den akademischen Grad eines Magisters der Philosophie und promovierte 1693 zum Doktor des weltlichen und kirchlichen Rechts.

1697 wurde er Advokat am Leipziger sächsischen Oberhofgericht, war 1701 außerordentlicher Professor mit dem Titel verborum significatione geworden, stieg 1708 zum ordentlichen Professor der Instituten auf, war 1709 Professor der Pandekten und damit verbunden Kanoniker in Naumburg. 1710 wurde er Decemvir der Hochschule, Kanoniker in Merseburg und Assessor der juristischen Fakultät. Schacher war 1714 Assessor am Oberhofgericht, sowie Professor des Kodex und war im Wintersemester 1703 Rektor der Alma Mater.

Er wurde am 19

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. März 1720 in der Leipziger Paulinerkirche beigesetzt

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.

Schacher hatte einige Dissertationen zivilrechtlichen Inhalts hinterlassen

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. Zudem hat er auch die Annotationes zu dem großväterlichen Collegium practicum verfasst welche aber nie im Druck erschienen.

Christian Sinding

Christian August Sinding (* 11. Januar 1856 in Kongsberg; † 3. Dezember 1941 in Oslo) war ein norwegischer Komponist.

Sinding studierte zuerst Musik in Oslo, bevor er nach Deutschland übersiedelte. Dort studierte er bei Salomon Jadassohn am Leipziger Konservatorium. Er verbrachte den größten Teil seines Lebens in Deutschland, erhielt jedoch regelmäßige finanzielle Unterstützung aus Norwegen. In den Jahren 1920 und 1921 hielt er sich in den USA auf und unterrichtete Komposition an der Eastman School of Music in Rochester, New York.

Da er viele lyrische Klavierwerke und etwa 250 Lieder komponierte, sahen viele in ihm den Nachfolger von Edvard Grieg. Eines seiner bekanntesten Werke ist Frühlingsrauschen aus dem Jahr 1896. Unter seinen anderen Kompositionen, die heute kaum noch gespielt werden, befinden sich vier Sinfonien, drei Violinkonzerte, ein Klavierkonzert, Kammermusik und die Oper Der heilige Berg von 1914.

Am 11. Januar 1856 wird Christian August Sinding in Kongsberg, einer Kleinstadt etwa 70 Kilometer westlich von Oslo (damals noch Kristiania) als Sohn des Bergbauingenieurs Mathias Wilhelm Sinding und Maria Cecilie geboren, die künstlerisch interessiert ist. Seine frühe Kindheit verbringt er allerdings in Lillehammer. Im Jahr 1860 verstirbt sein Vater und die Familie übersiedelt nach Oslo. Die beiden älteren Brüder Otto und Stephan schlagen zunächst eine juristische Laufbahn ein, bevor sie sich erfolgreich der Malerei, Schriftstellerei und Bildhauerei zuwenden. Christian Sinding zeigt hingegen eine besondere musikalische Begabung. 1867 tritt Christian in die altehrwürdige Kathedralschule ein. Fünf Jahre später sind seine Leistungen in der Schule aber so schlecht, dass ihn ein Onkel das Schusterhandwerk erlernen lassen will. Sinding setzt sich aber insofern durch, als dass er nicht allzu fachfremd in der Klavierfabrik der Gebrüder Hals eine Lehre beginnt. Er erhält einen geregelten und gründlichen Unterricht auf verschiedenen Instrumenten. 1874 wendet er sich an das Konservatorium Leipzig, welches zur damaligen Zeit die erste Adresse für ein besonders gutes Musikstudium war.

Nachdem Salomon Jadassohn ihm 1877 ins Jahreszeugnis schreibt, dass er nur ein geringes musikalisches Talent hat, unterbricht Sinding das Studium und spielt in Oslo in einem Orchester unter der Leitung von Grieg und Johan Svendsen. In der Zeit fängt Sinding an, sich mehr und mehr für das Komponieren zu interessieren. 1879 kehrt er nach Leipzig zurück und nimmt Kompositionsunterricht bei Carl Reinecke. Noch im gleichen Jahr werden in Leipzig eine Violinsonate und in Oslo ein Sonatensatz für das Klavier aufgeführt. Diese wie auch die meisten der frühen Kompositionen hat er später vernichtet.

Ein Staatsstipendium ermöglicht Sinding 1884 einen ausgedehnten Aufenthalt in München. In München lernt er die musikalische Welt Richard Wagners, die später Einfluss auf seine Kompositionen hat, kennen. In dieser Zeit entstehen die ersten gültigen Kompositionen, die auch im Druck veröffentlicht werden.

Am 19. Dezember 1885 findet in Oslo ein Konzert statt, das Sinding zumindest in Skandinavien zum Durchbruch verhilft. Auf dem Programm stehen: ein Streichquartett A-Dur (vernichtet), die später als op. 1 veröffentlichten alten Weisen nach Gedichten von Gottfried Keller und das Klavierquintett e-Moll op. 5.

Im folgenden Jahr hält Sinding sich wieder in Leipzig auf und knüpft künstlerische Kontakte. Bis zu seinem Tod wird er nahezu vierzig Jahre in Zentraleuropa verbringen. Er kehrt aber immer wieder nach Norwegen zurück. Ein Jahr später beginnt er die Arbeit an der Sinfonie Nr. 1 d-Moll op. 21. 1888 hat Sinding mit seinem Klavierquintett auf dem ersten Nordischen Musikfest in Kopenhagen glänzenden Erfolg

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. Er kommentiert dies in einem Brief an Frederick Delius. Sinding schreibt (original in deutscher Sprache):

Nach der Leipziger Premiere des Klavierquintetts am 19. Januar 1889 kommt es unter den Kritikern zweier musikalischer Zeitungen zu einer Auseinandersetzung, die Sinding zum überregionalen Durchbruch verhilft. In Oslo wird am 2. November das Klavierkonzert Des-Dur op. 6 uraufgeführt.

1890 wird in Oslo die zweite Fassung der Sinfonie Nr. 1 op. 21 aufgeführt. Die erste Fassung hat er nicht aus der Hand gegeben. Am 4. Januar 1894 erklingt in Dresden die gültige dritte Fassung der Sinfonie. 1896 erscheinen die Sechs Stücke für Pianoforte op. 32 im Druck, deren Nr. 3 „Frühlingsrauschen“ in kürzester Zeit äußerst populär wird und auch in zahllosen Bearbeitungen Verbreitung findet. 1898 vollendet Sinding in London sein Violinkonzert. Am 22. März 1907 dirigiert Felix Weingartner in Berlin die Uraufführung der Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 83. 1909 wird Sinding zum Mitglied der Preußischen Akademie der Künste gewählt.

Nachdem Sinding seit etwa 1880 kontinuierlich vom norwegischen Staat ein Arbeitsstipendium erhalten hat, wird ihm 1910 eine „Künstlergage“ zur Absicherung des Lebensunterhalts zugesprochen.

Im Jahre 1912 Sinding schließt er nach drei Jahren die Arbeit an seiner einzigen Oper „Der heilige Berg“ op. 111 ab, die am 17. April 1914 uraufgeführt wird.

In Anerkennung seiner schöpferischen Arbeit erhält Sinding seit seinem 65. Geburtstag vom norwegischen Staat ein jährliches Ehrensalär von 6000 Kronen

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. Er übernimmt 1921 eine Professur für Komposition an der Eastman School of Music in den USA, gibt diese Stellung aber schon im folgenden Jahr wieder auf. Als letzte Kompositionen entstehen 1935 nochmals sechs Lieder auf norwegische Texte. Am 13. Januar 1936 dirigiert Harald Heide in Bergen die Uraufführung der Sinfonie Nr. 4 „Frost und Frühling“ op. 129

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.

1941, zwei Monate vor seinem Tod, wird gemeldet, dass der überaus populäre Komponist in die norwegische Nazi-Partei Nasjonal Samling eingetreten ist – ein sehr eigenartiger Umstand, da er doch schon seit Jahren an schwerer Altersdemenz leidet. Die Folge ist, dass er lange Zeit in seiner Heimat zur Unperson wird. Am 3. Dezember 1941 stirbt Christian Sinding im Alter von 85 Jahren.

Briefe von Christian Sinding von 1888 bis 1941 befinden sich im Bestand des Leipziger Musikverlages C. F. Peters im Staatsarchiv Leipzig.

Tour de Nesle

Der Tour de Nesle (franz.

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, dt. Nesleturm, auch Nigellaturm, frz. auch: Tour de Neelles, Tour de Nesles oder Tour Nelle, lat. Tornella Nigellae) war ein runder Turm der alten Pariser Stadtbefestigung aus dem 13. Jahrhundert. Er wurde um 1200 unter der Regentschaft von Philipp II. August als westlichster Punkt der Stadtmauer am linken Seineufer erbaut und 1210 erstmals als Tornelle de Philippe Hamelin erwähnt (altfranzösisch tornelle = frz. tourelle = dt. kleiner Turm, latein. tornella Philippi Hamelini supra Sequanam, dt. Philippe-Hamelin-Turm an der Seine)

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, benannt nach dem damaligen Propst der Stadt Paris.

Der Turm war massiv gebaut, hatte einen Durchmesser von etwa 9 bis 10 Meter, eine Höhe von etwa 25 Meter (inklusive seines Treppenturms), besaß 3 ½ Stockwerke zusätzlich der Dachplattform und einen den Hauptturm um mehrere Meter überragenden Treppenturm. Er diente als Verteidigungs- und Beobachtungsturm, hatte aber zusätzlich eine damals wichtige Funktion: Eine starke Eisenkette reichte von ihm aus über die Seine zum ähnlich aussehenden Eckturm (Tour du Coin, später Tour du Louvre), zum Schutz der Stadt vor Eindringlingen per Schiff. Eine weitere Sperranlage ähnlicher Bauart befand sich im Osten der Stadt südlich der späteren Bastille mit dem runden Billyturm (Tour de Billy) auf dem rechten Seineufer und einem rechteckigen, mit Eckwarten versehenen Turm (Le Chardonnet, seit dem 14. Jahrhundert la Tournelle) auf dem linken Seineufer. Um 1330 erhielt der Wehrturm den Namen Tour de Nesle nach einem neben ihm errichteten Herrenhaus (Hôtel) gleichen Namens, erbaut durch den Herrn von Nesle, das mit dem Turm über eine Mauer verbunden war. Ein Stadttor namens Porte de Nesle wurde im 16. Jahrhundert nahe dem Turm in die Stadtmauer eingebaut, eine Brücke führte über den Befestigungsgraben.

Bereits unter Karl VII. war der Turm in einem desolaten Zustand und wegen der Stadterweiterung auch kein Teil der Stadtbefestigung mehr. Die Schießscharten waren längst zu Fenstern erweitert, Sträucher hatten sich auf seiner Dachplattform angesiedelt. Im 16. Jahrhundert erschien er als schwärzliches Relikt gegenüber dem auf der rechten Seineseite errichteten neuen Louvreflügel. Er wurde oft an privat zu diversen Zwecken vermietet. Da er bereits um 1660 auf Befehl Kardinal Mazarins dem Bau des Collège des Quatre Nations (heute: Institut de France) weichen musste, das unter anderem die Bibliothèque Mazarine aufnahm, ist der Turm nur noch von zeitgenössischen Abbildungen (von Jacques Callot, aus dem Atelier der Familie Perelle und von Israël Silvestre) bekannt.

1308 kaufte der französische König Philipp IV. der Schöne (* 1268, † 1314) das Hôtel de Nesle von Amaury de Nesle, dessen Sohn Philipp V. schenkte es 1319 seiner Ehefrau Johanna von Burgund, die es in ihrem Testament aus dem Jahr 1325 zum Verkauf bestimmte, um das Geld dem Collège de Bourgogne, einem Teil der Universität Paris, zukommen zu lassen.

Der Tour de Nesle spielt die namengebende Rolle in einem Ehebruchsdrama aus dem Jahr 1314, von dem die Kapetinger, die königliche Familie Frankreichs, im Innersten betroffen waren – und das am Ende zum Wechsel auf die Dynastie der Valois führte, was wiederum die Thronansprüche des englischen Königs Eduard III. und damit den Hundertjährigen Krieg auslöste.

König Philipp IV. von Frankreich hatte vier Söhne:

Ludwig heiratete im Jahr 1305 Margarete von Burgund (* 1290), eine Tochter des Herzogs Robert II. von Burgund und der Agnes von Frankreich, diese wiederum eine Tochter König Ludwigs IX. war. Philipp heiratete 1307 Johanna von Burgund (* wohl 1291), eine Tochter des Pfalzgrafen Otto IV. von Burgund und der Mathilde von Artois, der Erbtochter des Grafen Robert II. Karl schließlich heiratete 1306 oder 1307 Blanka von Burgund (* 1295), eine Schwester Johannas.

Zwei der drei Prinzessinnen, Margarete und Blanka, waren die Hauptakteure des Dramas, die dritte, Johanna, eine Mitwisserin. Sie wurden im Frühjahr 1314 des Ehebruchs mit den Rittern Philippe und Gautier d’Aunay beschuldigt und Johanna der Komplizenschaft. Sie wurden angeblich in flagranti mit ihren Liebhabern entdeckt; die Brüder gestanden unter der Folter, dass die Beziehungen bereits seit drei Jahren bestünden. Die Treffen zwischen Gautier und Margarete sowie Blanka und Philippe sollen im Tour de Nesle oder wohl eher im Hôtel de Nesle stattgefunden haben.

An der Entdeckung des Ehebruchs war Isabella von Frankreich (* 1292, † 1358), ältere Schwester der drei Könige und selbst seit 1307 als Ehefrau Eduards II. Königin von England – von den Engländern die Wölfin von Frankreich genannt – beteiligt. Eine zeitgenössische Chronik berichtet: „Die Königin Isabella von England, Tochter Philipps des Schönen, hatte zwei sehr schöne Börsen. Die eine verschenkte sie an die Frau Ludwigs des Zänkers, die andere an die Frau Karls von La Marche. Sie war sehr erstaunt, beide Börsen einige Zeit danach an den Gürtel der beiden Kavaliere zu sehen. Sie schwieg, berichtete die Tatsache aber dem König, ihrem Vater, der seine Schwiegertöchter überwachen ließ.“ Wenig später befahl der König die Verhaftung der Beschuldigten.

Philippe und Gautier d’Aunay wurden am 19. April 1314 hingerichtet, indem ihnen auf dem Marktplatz von Pontoise bei lebendigem Leib die Haut abgezogen wurde, danach wurden sie kastriert, enthauptet und schließlich am Galgen zur Schau gestellt. Margarete und Blanka wurden nach Château-Gaillard gebracht und dort eingekerkert. Johanna, die alles abstritt und nicht der Mittäterschaft, sondern nur der Mitwisserschaft beschuldigt wurde, wurde in das Kastell von Dourdan gebracht. Der Intervention ihrer Mutter Mathilde von Artois ist es zu verdanken, dass sie später begnadigt wurde und den Platz an der Seite ihres Mannes wieder einnehmen konnte (und ihm 1316 noch einen Sohn gebar). Wenig nachvollziehbar allerdings ist, dass ihr Mann ihr 1319 ausgerechnet das Hôtel de Nesle zum Geschenk machte.

Philipp IV. starb im November des gleichen Jahres, Ludwig bestieg als Ludwig X. den Thron, und Margarete war formal Königin – allerdings nur für ein paar Monate. Am 30. April 1315 wurde sie im Gefängnis tot aufgefunden; nach einer Überlieferung sei sie auf Befehl ihres Ehemanns mit Hilfe ihrer eigenen Haare erdrosselt worden. Noch im August 1315 heiratete der König in Paris ein zweites Mal.

Karl hingegen forderte die Lösung seiner Ehe, Papst Clemens V. lehnte ab, da Ehebruch kein Scheidungsgrund war. Eine Annullierung kam zudem nicht in Frage, da das Paar eine Tochter hatte, und der Vollzug der Ehe somit offensichtlich war.

Blanka hielt sich noch im Château Gaillard auf, als ihr Mann Anfang 1322 König und sie somit Königin wurde, was ein Grund mehr war

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, ihre Freilassung zu untersagen. Als Karl aber in einem weiteren Versuch doch noch beim Papst Johannes XXII. die Scheidung durchsetzte, die am 19. Mai 1322 ausgesprochen wurde, wurde Blanka aus dem Gefängnis geholt und ihr gestattet, sich ins Kloster Maubuisson zurückzuziehen, wo sie 1326 starb.

Einer Legende zufolge soll eine französische Königin des 14. Jahrhunderts den Turm als Liebesnest genutzt haben, darin dann ihre Liebhaber ermordet und in einem Sack in die Seine geworfen haben bzw. sie veranlasst, vom Turm zu springen und dabei zu ertrinken.

Das Drama lieferte den Stoff für das Theaterstück La Tour de Nesle von Alexandre Dumas aus dem Jahr 1832 sowie für den historischen Roman Les rois maudits (deutsch Die unseligen Könige 1960) des französischen Romanciers Maurice Druon.

Mustafa I.

Mustafa I., osmanisch مصطفى الأول‎, (* 1592; † 20. Januar 1639) war Sultan des Osmanischen Reiches von 1617 bis 1618 und von 1622 bis 1623. Er war der Bruder von Ahmed I.

Mustafa wurde als 2-Jähriger in den „Prinzenkäfig“ gesteckt, wo er während der Herrschaft seines Bruders 14 Jahre verbringen musste. Vermutlich war er aus diesem Grund geistig zurückgeblieben bzw. geisteskrank oder zusätzlich auch neurotisch und deshalb ein Spielball der Machtspiele im Topkapi-Palast in Istanbul. Früher war es ein osmanischer Brauch gewesen, die verbliebenen Brüder des Thronbesteigers aus Gefahr für die Macht erdrosseln zu lassen. Das sogenannte Prinzengefängnis (Kafes) wurde von seinem Bruder Ahmed eingeführt, nachdem Sultan Mehmed II. (Regierungszeit von 1441 bis 1461) den Brauch des Brudermordes zur Machtfestigung bzw. Nicht-Gefährdung der Macht im osmanischen Reich initiiert hatte.

Nach dem Tod seines Bruders Ahmet I. kam Mustafa 1617 auf den Thron, da der Sohn Ahmets Osman II. damals erst 13 Jahre alt war. Mustafa I. wurde jedoch nach nur 96 Tagen im Jahre 1618 wegen Regierungsunfähigkeit wieder abgesetzt und an seiner Stelle wurde sein minderjähriger Neffe Osman II. nun doch neuer Sultan. Nach dessen Ermordung 1622 wurde er noch einmal für ein Jahr Sultan. Da er aber für diese Aufgabe wegen seines geistigen Schwachsinns nach wie vor überfordert war und im Wahn nach seinem erdrosselten Neffen Osman II. rief, wurde er deshalb mit einer Fatwa des Scheichülislam durch die Janitscharen wieder abgesetzt und wieder eingesperrt. Er starb dann 16 Jahre später in seinem „Prinzenkäfig“. Sein Grab befindet sich im ehemaligen Baptisterium vor der Hagia Sophia. Nachfolger wurde Osmans Bruder Murad IV.

Dass eine offenkundig ungeeignete Persönlichkeit wie Mustafa I. mehrmals Sultan werden konnte

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, zeigt die geringe Bedeutung, die die Institution des Sultanats im Osmanischen Reich des 17. Jahrhunderts hatte.

Steinweg 3 (Quedlinburg)

Das Haus Steinweg 3 ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Stadt Quedlinburg in Sachsen-Anhalt.

Das im Quedlinburger Denkmalverzeichnis eingetragene Wohnhaus steht an der Nordseite des Steinwegs in der historischen Neustadt Quedlinburgs und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Östlich grenzt das gleichfalls denkmalgeschützte Haus Steinweg 4 an.

Das dreigeschossige Fachwerkhaus entstand in der Zeit um 1560. Die Fachwerkfassade weist diverse Verzierungen auf. So finden sich Schiffskehlen, Taustab und Balkenköpfe in Walzenform. Darüber hinaus sind an den Ständern Reste von geschnitzten Fächerrosetten zu erkennen.

Um 1780 erfolgte ein Umbau im Stil des Klassizismus. Es wurden größere Fenster eingebaut, und neue Ausfachungen vorgenommen.

Im Erdgeschoss befindet sich ein Ladengeschäft. Auf dem Hof des Anwesens steht, parallel zum Vorderhaus, ein Hinterhaus.

Koordinaten:

Steinweg 1 | Steinweg 1a, 1b | Steinweg 2 | Steinweg 3 | Steinweg 4 | Steinweg 5 | Steinweg 7 | Steinweg 8 | Steinweg 9 | Steinweg 10 | Steinweg 11 (Hotel „Zur Goldenen Sonne“) | Steinweg 15 | Steinweg 17 | Steinweg 18&nbsp mcm taschen sale;| Steinweg 19 | Steinweg 20 | Steinweg 21 | Steinweg 22 | Steinweg 23 (Börse) | Steinweg 24 | Steinweg 25 | Steinweg 26 | Steinweg 27 | Steinweg 28 | Steinweg 29 | Steinweg 31 | Steinweg 32 | Steinweg 33 | Steinweg 34 | Steinweg 35 | Steinweg 36 | Steinweg 40 | Steinweg 43&nbsp mcm taschen sale;| Steinweg 44b | Steinweg 45 | Steinweg 46 | Steinweg 48 | Steinweg 49 | Steinweg 51 | Steinweg 53 | Steinweg 54 | Steinweg 55 | Steinweg 56 | Steinweg 57 | Steinweg 58 | Steinweg 59 | Steinweg 60 | Steinweg 61 | Steinweg 64 | Steinweg 65 | Steinweg 66 | Steinweg 67 | Steinweg 68 | Steinweg 69, 70 | Steinweg 74 | Steinweg 76 | Steinweg 77 | Steinweg 78 | Steinweg 79 | Steinweg 81 | Steinweg 85 | Steinweg 86 | Steinweg 90, 91

Ellen Gould Harmon White

Ellen Gould Harmon White (* 26. November 1827 in Gorham, Maine als Ellen Gould Harmon; † 16. Juli 1915 in Elmshaven, Kalifornien) war eine Mitbegründerin der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Die meiste Zeit ihres Lebens verbrachte sie in den Vereinigten Staaten. Von 1890 bis 1900 lebte sie in Australien. Mehrfach besuchte White europäische Länder.

Ellen Gould Harmon wurde am 26. November 1827 in Gorham (Maine) im Nordosten der USA geboren. Sie war die Zwillingstochter einer armen Hutmacherfamilie, die der Methodistenkirche angehörte. Vater und Mutter galten als engagierte Gemeindeglieder und auch Ellen nahm den christlichen Glauben seit frühester Kindheit sehr ernst.

Im Alter von neun Jahren wurde sie während einer Auseinandersetzung auf dem Schulweg durch den Steinwurf eines anderen Mädchens so stark verletzt, dass sie „drei Wochen bewusstlos war“ und „jahrelang von Ohnmachtsanfällen heimgesucht“ wurde. Daraufhin musste der Schulbesuch eingestellt werden. Ellen wirkte fortan „kränklich mit wenig Aussicht auf völlige Genesung“, bildete sich aber durch eigenständige Lektüre fort.

Ab dem Jahre 1840 hatte die Familie Harmon engen Kontakt zur Millerbewegung und erwartete zusammen mit den anderen Gläubigen die Wiederkunft Christi am 22. Oktober 1844.

Im Juni 1842 ließ sich Ellen in die Methodistenkirche taufen. Ein Jahr später wurden sie und ihre Familie allerdings wegen „Millerismus“ aus ihrer Kirche ausgeschlossen. Doch auch nach Ausbleiben der Parusie stand die Familie weiterhin zu Miller.

Genau zwei Monate nachdem der letzte „Wiederkunftstermin“ verstrichen war, hatte Ellen „während einer Gebetsstunde ihre erste Vision, die sehr zur Stabilisierung der jungen Advent-Bewegung beitrug.“ Dieses „Gesicht“, das sie mit 17 Jahren am 22. Dezember 1844 sah, war das erste einer langen Reihe, die sich bis zum Ende ihres Lebens fortsetzen sollte. Nach einer zweiten Vision begann Ellen ihre Visionen öffentlich zu machen und predigte in verschiedenen Städten.

Im Jahre 1845 traf sie das erste Mal auf den jungen Advent-Prediger James White, den sie am 30. August 1846 heiratete. Er unterstützte sie fortan als Organisator, Begleiter bei ihren öffentlichen Auftritten sowie als Herausgeber ihrer Schriften. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor: Henry Nichols (als Kind an Lungenkrebs gestorben), James Edson (ein schwieriges, aber kreatives Kind; war als Missionar mit einem Boot auf dem Mississippi mit einem Schwarzen befreundet, was damals ein Tabu war), William Clarence (Ellens Nachfolger, der die Arbeit der Mutter fortsetzte) und John Herbert (starb kurz nach der Geburt).

Die Sabbatlehre, die zum „Halten des Samstags“ als biblischen Ruhetag auffordert, übernahm sie nach Zögern von Joseph Bates. Im April 1847 wurde ihr diese Lehre durch eine Vision bestätigt. Trotz finanzieller Schwierigkeiten reiste das Ehepaar White unermüdlich durch die USA, um die Erkenntnisse über den Sabbat, die Wiederkunft Christi und seinen Mittlerdienst im himmlischen Heiligtum zu verkündigen.

1848 wurde die erste Zeitschrift namens „The Present Truth“ gegründet. Es sollten viele weitere Traktate, Zeitungen und Bücherreihen folgen. Ab 1855 wurde sogar eine eigene Druckerei aufgebaut. Durch die Kombination aus Organisationstalent

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, persönlichem Einsatz, geistlichem Sendungsbewusstsein und der Möglichkeit zur Publikation, förderte das Ehepaar White das Wachstum und den strukturellen Aufbau der so genannten Adventbewegung, die sich 1863 als Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten gründete. James White wurde einer der ersten Präsidenten, Ellen White hatte dagegen nie ein offizielles Amt inne. Durch ihr geistliches Mandat, zahlreiche Bücher und regelmäßige Zeitungsartikel beeinflusste sie die Entscheidungen der jungen Kirche jedoch maßgeblich.

Ab 1863 bestimmte ein neues Thema das Bewusstsein Ellen Whites. Durch den schlechten Gesundheitszustand ihres Mannes (der wahrscheinlich durch Überarbeitung zustande kam) und durch Visionen wurde sie angeregt, sich im Bereich der Lebens- und Gesundheitsreform zu engagieren. Es folgten einige Bücher zu diesem Thema und die Gründung von Sanatorien, Naturheilkunde-Seminaren und mehreren Schulen.

Als James White im August 1881 starb, rückte Ellen White noch stärker als zuvor ins öffentliche Blickfeld der Siebenten-Tags-Adventisten. Von 1885 bis 1887 unternahm sie eine Europareise, die sie auch in zwei junge deutsche Gemeinden führte. Von 1891 bis 1900 lebte sie in Australien und trieb das dortige Gesundheits-, Bildungs- und Gemeindewerk voran. Danach kehrte sie wieder in ihre Heimat zurück. Nachdem Ellen White mit der Zeit immer weniger öffentliche Termine wahrnahm, kam es im Jahre 1912 zum endgültigen Rückzug ins Private. Am 16. Juli 1915 verstarb sie im Alter von 87 Jahren in Kalifornien.

Ellen White wurde bereits zu ihren Lebzeiten von vielen Adventisten als „Prophetin“ bezeichnet und hatte deshalb oft eine Sonderstellung. Sie selbst widersprach diesem Anspruch nie, bezeichnete sich aber lieber als „Botin des Herrn“, deren Schriften ein „kleines Licht“ seien und zum „großen Licht“ (zur Bibel) hinführen sollten.

Wenngleich Whites Bedeutung nicht wesentlich über den Kreis der von ihr mitbegründeten Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten hinaus reicht, zählt sie zu den bedeutenden religiösen Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts in Nordamerika. Zusammen mit Mary Baker Eddy, der Gründerin der Christian Science, gehört sie zu den wenigen Frauen, die am Entstehen einer religiösen Gemeinschaft maßgeblich beteiligt waren.

In ihren zahlreichen Schriften widmet sie sich Fragen des Gemeindealltags und der christlichen Lebensweise. Darüber hinaus entwarf sie umfassende Geschichtskonzepte, die sich von der biblischen Zeit bis zur Gegenwart erstreckten. Zu ihren Lebzeiten erschienen mehr als 5000 Artikel in Zeitschriften und 40 Bücher; heute sind inkl. der Sammlungen ihrer 50.000 Manuskriptseiten mehr als 100 Titel in Englisch erschienen. Das bekannteste Werk ist Steps to Christ (dt. Der Weg zu Christus bzw. Der bessere Weg).

White hatte einen maßgeblichen Einfluss auf die Entstehung der adventistischen Wohlfahrts- und Bildungseinrichtungen.

Bis heute ist die Position Ellen G. Whites innerhalb der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten umstritten. Während einige Adventisten ihr und ihren Schriften eine prophetische Führungsrolle mit entsprechender Autorität zuerkennen, wird sie von anderen Adventisten lediglich als Erbauungsschriftstellerin gewürdigt.

Die Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten erkennt in ihren Schriften eine „Gabe der Weissagung“ und eine „Stimme der Wahrheit“, die nützlich zu „Trost, Führung, Unterweisung und Zurechtweisung“ ist (Glaubenspunkt 18 der Siebenten-Tags-Adventisten). Gleichzeitig betont die Kirchenleitung, dass die Schriften Ellen G. Whites den biblischen Schriften keinesfalls gleichrangig sind, sondern allein die Bibel als „Maßstab“ und „Prüfstein“ gilt (Glaubenspunkt 1 der Siebenten-Tags-Adventisten).

Seit 2007 arbeiten fachkundige Historiker an einem wissenschaftlichen Projekt zu Leben, Wirken und Wirkungsgeschichte von Ellen G. White. Die Oxford University Press plant im Sommer 2010, einen Band zu den Arbeiten von 21 Autoren herauszugeben. Die entstehenden Kapitel wurden im Oktober 2009 in Portland, Maine im Rahmen einer Konferenz erörtert.

Ellen White verfasste über 100 Bücher und Schriften. Bekannt sind vor allem die Reihe über biblische Geschichte und Eschatologie: Spiritual Gifts (1858–1864), Spirit of Prophecy (1870–1884) und Conflict of the Ages Series (1888–1917). Sie selbst sah ihr Buch The Great Controversy between Christ and Satan als eines der wichtigsten an. Am erfolgreichsten im Verkauf war Steps to Christ (1892).

Spurlaut

Die Begriffe spurlaut oder fährtenlaut stammen aus der Jägersprache und beschreiben den auf der Spur oder Fährte des Wildes lautjagenden, also bellenden Jagdhund.

Das Bellen hat einen besonderen Klang, der sich von dem normalen Gebell des Hundes unterscheidet. In der Regel ist der Spurlaut viel heller und mit Jaul- und Heullauten durchsetzt. Diese angeborene Eigenschaft des Jagdhundes ist für den Jäger ein Vorteil, da er am Gebell seines Hundes erkennen kann, wohin das Wild geflohen ist beziehungsweise wohin sein Hund läuft. Aus tierschützerischer Sicht verhindert ein rechtzeitiges und regelmäßiges Wahrnehmen des laut jagenden Hundes durch das Wild außerdem, dass das Wild nicht panikartig davonflüchtet und sich vom Hund absetzen kann. Aus jagdpraktischer und zugleich tierschützerischer Sicht hat dies den Vorteil

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, dass das Wild wiederholt sichert und innehält (in der Jägersprache: „verhofft“), was für einen sofort tödlichen Schuss von wesentlicher Bedeutung ist.

Für bestimmte Jagdhundrassen, wie Bracken und Stöberhunde, ist „spurlaut“ eine Bedingung für deren Brauchbarkeit und muss auf Eignungsprüfungen festgestellt werden. Bei Dackeln und Beagle wird die bestandene Spurlautprüfung im Rahmen der Anlagengebrauchsprüfung oder Eignungsbewertung mit „Sp“ im Stammbaum vermerkt

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. Sofern der Hund bei der Prüfung jünger als 15 Monate war, lautet der Eintrag „Sp/J“ (J für Jugend).

Bellt der Hund, solange er flüchtendes Wild sieht, ist er sichtlaut. Hunde mcm taschen sale, die bellen, obwohl sie die Spur verloren haben oder keiner Spur und keinem Wild folgen, nennt man waidlaut. Diese sind damit für die Jagd wenig geeignet und werden von der Zucht ausgeschlossen.

Hundemeuten geben bei Reitjagden oder Parforcejagden ebenfalls typische Spurlaute von sich, die „Geläut“ heißen. Erfahrene Jagdpferde kennen das Geläut und wissen, dass die Jagd weitergeht, sobald es ertönt.

Giulio Tononi

Giulio Tononi (* Trient, Trentino-Südtirol) ist ein italienischer Facharzt für Psychiatrie und Neurowissenschaftler.

Er hat eine Professur für Psychiatrie an der Universität Madison-Wisconsin und leitet das dortige Center for Sleep and Consciousness. Tononi entwickelte mit Chiara Chirelli die Synaptic Homeostasis Hypothesis (synaptische Homöostase-Hypothese), welche besagt, dass der Tiefschlaf dazu notwendig sei, ein Grundniveau der synaptischen Aktivität wiederherzustellen. Sein zweiter Forschungsgegenstand handelt davon, wie Bewusstsein zustande kommt; Tononi entwickelte dazu die Integrated Information Theory (Theorie der integrierten Information).

Tononi studierte Medizin und spezialisierte sich im Fachgebiet Psychiatrie an der Scuola Superiore Sant’Anna in Pisa. Dort erwarb er auch einen PhD in Neurobiologie und promovierte mit einem Thema über die Regulation des Schlafes. Vor seinem Wechsel nach Madison forschte er am Neurosciences Institute in New York und in San Diego.

„Im Wesentlichen ist der Schlaf der Preis, den wir für die [neuronale] Plastizität zahlen müssen…“

Dieser Theorie zufolge werden im Wachzustand Informationen in die Netzstrukturen der Nervenzellen eingearbeitet, d. h. die Synapsenstärke nimmt zu, und es entstehen auch synaptische Neuverknüpfungen. Dies geschieht durch die sog. Langzeitpotenzierung. Im Tiefschlaf (genauer: im Non-REM-Schlaf) kommt es aber zu einer Art Gleichschaltung gewisser neuronaler Gruppen, die sich durch langwellige Potentiale (im EEG treten die sog. Delta-Wellen auf) bemerkbar macht und dafür verantwortlich ist, dass die Synapsenverbindungstärke und -anzahl wieder abnimmt (synaptic downscaling). Dadurch, dass nur die stärker potenzierten Synapsen überleben, werde Wichtiges von Unwichtigem selektiert.

„Jeder weiß, was Bewusstsein ist: Es ist das, was jede Nacht verschwindet, sobald wir in einen traumlosen Schlaf fallen, und wiederkommt, sobald wir aufwachen oder träumen. So gesehen ist der Begriff Bewusstsein synonym mit Erleben.“

Dieser Theorie zufolge entsteht Bewusstsein dann, wenn ausreichend „integrierte“ Information vorliegt. Zu seinem Begriff der Integration führt Tononi den folgenden Vergleich an: Vor einen Bildschirm, welcher abwechselnd hell aufleuchtet und dunkel wird, können sowohl ein Mensch als auch eine Photodiode, etwa in einer Kamera, die beiden Zustände erkennen

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. Der Unterschied liegt darin, wie viel Information erzeugt wird: Die Photodiode erkennt ‚hell‘ oder ‚dunkel‘ und erzeugt so 1 bit Information. Ein Mensch unterscheidet ‚hell‘ nicht nur von ‚dunkel‘, sondern von einer ungeheuren Vielzahl von anderen Möglichkeiten, z. B. einem roten Bildschirm, einem grünen Bildschirm, einem Filmeinzelbild, einem Geräusch, einem Gedanken usw. Während die zahllosen Photodioden einer Kamera voneinander unabhängig arbeiten, fällt das menschliche Gehirn seine Unterscheidungen als integriertes System. Wie sehr man es auch versucht, man kann die bewusste Wahrnehmung beispielsweise eines roten Apfels nicht auf separate Empfindungen seiner Farbe und seiner Form reduzieren. Tononi bezeichnet das Ausmaß integrierter Information als Φ (Phi); wenn alle Einzelkomponenten unabhängig voneinander arbeiten, ist Φ = 0.

Tononi schreibt: „Unter Verwendung von Computersimulationen [kann] gezeigt werden, dass hoch integrierte Information ein Netzwerk benötigt, welches funktionelle Spezialisierung mit funktioneller Integration verbindet. Genau diese Art der Architektur ist charakteristisch für das thalamokortikale System bei Säugetieren: Verschiedene Teile der Großhirnrinde sind auf verschiedene Funktionen spezialisiert: von der Ebene der Hirnlappen zu den Arealen, den Neuronengruppen, und vielleicht sogar bis hinunter zu den einzelnen Neuronen. Daneben existiert ein breites Netzwerk von Verbindungen, welches diesen Teilen erlaubt, untereinander zu interagieren… So stimmt das mit der Beobachtung überein, dass das thalamokortikale System genau jener Part des Zentralnervensystems ist, dessen schwere Beschädigung einen Bewusstseinsverlust nach sich zieht. Umgekehrt ist der Wert für ‚Integrierte Information’ in Systemen niedrig, die auf kleinen, quasi-unabhängigen Modulen aufgebaut sind. Dies wird der Grund sein, warum das Kleinhirn trotz seiner immensen Anzahl von Neuronen kaum etwas zur Bewusstseinsentstehung beiträgt.“

Tononi und Gerald M. Edelman zufolge ist ein Reentry-Mechanismus einzigartiges Merkmal der Integration. Reentrante Signale innerhalb der Großhirnrinde oder zwischen Großhirnrinde und Thalamus sollen einen kohärenten Prozess aus aktiven Neuronen etablieren, der insgesamt stabil sei, obwohl sich seine neuronale Zusammensetzung unablässig verändere. Solche sich selbst erhaltende dynamische Prozesse innerhalb des thalamokortikalen Systems seien von beträchtlicher Bedeutung für das Verständnis des Bewusstseins. Um bewusstes Erleben aufrechtzuerhalten, müsse der funktionale Cluster außerdem hoch komplex sein. Solche Cluster, von Tononi und Edelman als flexibles oder dynamisches Kerngefüge (dynamic core) bezeichnet, gebe es größtenteils, wenn auch nicht ausschließlich im thalamokortikalen System.

Dem US-amerikanischen Neurowissenschaftler Christof Koch zufolge könne man die IIT als wissenschaftliche Form des Panpsychismus ansehen.

Im Jahre 2005 erhielt Tononi den NIH Director’s Pioneer Award für seine Arbeit an den Mechanismen und Funktionen des Schlafes; im Jahre 2008 erhielt er den David P. White Chair in Sleep Medicine und den Distinguished Chair in Consciousness Science.

Ernst Reicher

Ernst Reicher (* 19. September 1885 in Berlin; † 1. Mai 1936 in Prag, Tschechoslowakei) war ein deutscher Schauspieler, Drehbuchautor, Filmregisseur und Filmproduzent.

Der Sohn des Schauspielers Emanuel Reicher besuchte das Landerziehungsheim Dr. Lietz in Ilsenburg und anschließend die Hochschule für dramatische Künste in Berlin, die sein Vater leitete. Nach weiterer Ausbildung in Italien und London debütierte er 1909 an den Münchner Kammerspielen. Im Jahr 1910 spielte er in Rixdorf, 1911 am Neuen Theater in Frankfurt und 1912 in Berlin erstmals beim Film.

Hier lernte er den Regisseur Joe May kennen, unter dessen Regie er 1913 in Heimat und Fremde zusammen mit seinem Vater auftrat und dadurch bekannt wurde. Kurz darauf verkörperte er in der Musiker-Biografie Richard Wagner den Märchenkönig Ludwig II. von Bayern.

Reichers erste Regiearbeit war 1913 der Film Das Werk.

Im Jahr 1914 erfand Ernst Reicher die Figur des Detektivs Stuart Webbs. In dieser Rolle stand er zwölf Jahre vor der Kamera und etablierte im deutschsprachigen Bereich das Genre des Detektivfilms. Nach Streit mit der Continental-Kunstfilm GmbH gründeten Reicher und May ihre eigene Produktionsfirma namens „Stuart Webbs Film Company“. Bereits 1915 schied May aus und startete seine eigene Joe Deebs-Detektivserie mit dem Hauptdarsteller Max Landa und später Harry Liedtke.

Stuart Webbs war ein Gentleman-Detektiv nach dem Vorbild von Sherlock Holmes, der smart und elegant auch schwierigste Fälle löste. Während des gesamten Ersten Weltkrieges war diese Kunstfigur beim deutschen Kinopublikum beliebt. Erst ab 1918 wandte Reicher sich auch anderen Themen zu. Seine aufwändigste Produktion wurde der Monumentalfilm Das Buch Esther mit ihm selbst in der Hauptrolle.

Am 1. April 1919 verlegte er den Sitz seiner Filmgesellschaft nach München. Zu Beginn der zwanziger Jahre erlitt er einen schweren Autounfall

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, bei dem er sich einen Wirbel- und Schädelbruch zuzog. Erst ab 1926 erschien er wieder auf der Leinwand, doch konnte er nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrierte der Jude Reicher 1933 nach Prag, wo er in Vergessenheit geriet. Seine letzte, winzige Rolle in dem Remake Le Golem wurde aus der Endfassung herausgeschnitten. Er wurde tot in einem Prager Hotelzimmer aufgefunden, „in einem kleinen engen Zimmerchen, in einer Straße gelegen, die weitab von den Bühnen des Ruhms war“. In den 20er Jahren war er mit der Schauspielerin Stella Harf verheiratet. Sein Halbbruder Frank Reicher und seine Schwester Hedwiga Reicher haben gleichfalls als Schauspieler gearbeitet.