Eiersheim

49.6605555555569.5875298Koordinaten: 49° 39′ 38″ N, 9° 35′ 15″ O
Eiersheim ist ein Dorf in Tauberfranken und gehört seit der Gemeindereform vom 1. September 1971 zur Stadt Külsheim.

Blasonierung: In Silber eine blaue Traube mit grünen Blättern.
Noch zur Kurmainzer Zeit besiegelte der Amtskeller in Külsheim die von der Gemeinde ausgestellten Urkunden und Briefe, „weylen sich das Dorf keines eigenen Insigels gebraucht“ (GLA Karlsruhe: Siegelkartei und Wappenakten Tauberbischofsheim). Das Vollmachtsformular zur Gemeindehuldigung vom 14. August 1811 zeigt das heutige Wappenschild, eine Traube. Die Umschrift lautet „EYERSH. GERICHTSSIGILL“ (Eiersheimer Gerichtssiegel). In den Farbstempeln, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von der Gemeinde verwendet wurden, erscheint die Traube einmal im gekrönten Schild, ein anderes Mal ohne Schild. Im Zuge der Überprüfung der Wappen aller Gemeinden des Amtsbezirks Tauberbischofsheim wurde 1901 das Siegel der Gemeinde Eiersheim wegen der Krone und des Wappenschildes beanstandet. Im Juli 1901 stimmte der Gemeinderat der Neugestaltung des Wappens zu; die Darstellung der Traube wurde verbessert und die Farben festgelegt. Das neue Gemeindewappen wurde ab Mai 1902 verwendet. 1938 und 1958 verwendete die Gemeinde vorübergehend Farbstempel mit der Traube im gekrönten Schild.
Eiersheim wurde erstmals 1233 urkundlich erwähnt. In einer weiteren Urkunde aus dem Jahr 1248 wird der Name des Ortes Eiersheim als „Iserhem“ aufgeführt (= „Heim des Iser“), 1381 als „Yershen“ und „Eyershaim“.
In frühester Zeit gehörte das Dorf den Grafen von Wertheim, später den Herren von Rieneck. Danach war es von 1582 bis 1803 kurmainzisch und bis 1806 leiningisch. Im gleichen Jahr kam der Ort zum Großherzogtum Baden. Seit der Auflösung des Amts Külsheim am 23. Dezember 1813 zählte Eiersheim zum Amt Tauberbischofsheim, welches wiederum im Main-Tauber-Kreis aufging.
Die Eiersheimer Gemarkung war früher reichlich mit Rebstöcken bepflanzt. In einer alten Chronik ist vermerkt, dass der Eiersheimer Wein einst auf der kaiserlichen Tafel in Frankfurt am Main aufgetragen worden ist.
Auf der Höhe südlich des Dorfes sieht man dicht beieinander drei alte Bildstöcke. An der Stelle, an der die alte Straße nach Wolferstetten von der Hohen Straße abzweigt, stand ehemals der „Geleitsbaum“. Bis hierher hatte Bischofsheim zur Sicherung des Verkehrs auf dieser Straße das Geleit zu geben; von da ab war Külsheim für den Schutz verantwortlich. Der gesamte Fuß – und Fahrwerksverkehr von Tauberbischofsheim nach Miltenberg nahm damals diese Strecke am Landturm bei Wolferstetten vorbei. Die heutige Straße nach Külsheim durch das untere Taubenloch ist erst vor etwa hundert Jahren erbaut worden.
Weit überwiegend (95 %) ist die Bevölkerung katholisch und im übrigen evangelisch oder konfessionslos.
Auf der Gemarkung Eiersheim entspringt der Maisenbach, Namensgeber des Tals, durch das er fließt, der in Gamburg an der Dorfmühle in die Tauber mündet. Bei einer Unwetterkatastrophe im Mai 1911 führte der sonst so ruhige Bach gewaltige Wassermassen mit sich und richtete bei der genannten Mühle große Verheerungen an.
Eiersheim, Kirche St. Margaretha, Außenansicht
Eiersheim, Kirche St. Margaretha, Innenansicht
Eiersheim, Kirche St. Margaretha, Gotisches Maßwerkfenster in der Taufkapelle des Turmes
Eiersheim, Kirche St. Margaretha, Barocke Statue des Viehpatrons St. Wendelin
Die Kirche St. Margaretha wurde 1831 im Empirestil erbaut und hundert Jahre später erneuert. In ihrem nördlich vom Langhaus stehenden Turm befindet sich ein Rest des alten, bereits 1515 beglaubigten Gotteshauses. An der Nordwand der Kirche steht ein frühgotisches Sakramentshäuschen. Die alten Glocken aus den Jahren 1494 und 1506 haben beide Weltkriege überstanden; sie stammen von dem Heidelberger Glockengießer Lachmann, der um 1520 gestorben ist. Sie zeigen eine gotische Beschriftung mit kleinen Buchstaben, die so genannte Minuskelschrift.
Im Dorf haben sich noch typische historische Fachwerkbauten der tauberfränkischen Region erhalten. Besonders sehenswert ist ein Fachwerkhaus aus dem Jahre 1712.
Im Jahr 2007 eröffnete der Heimatverein ein Dorfmuseum in Eiersheim. Es befindet sich in einem alten Wohnhaus mit anliegender Scheune und wurde durch ehrenamtliche Arbeit und Spenden neu eingerichtet. Das Dorfmuseum dokumentiert das Leben und Arbeiten in einem Eiersheimer Wohnhaus um das Jahr 1900 und kann besichtigt werden.
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Das Musikzimmer

Das Musikzimmer (Bengalisch: জলসাঘর, Jalsāghar) ist ein indischer Spielfilm von Satyajit Ray aus dem Jahr 1958.

Der verarmte adlige Landbesitzer (Zamindar) und Musikliebhaber Huzur Biswambhar Roy lebt allein und zurückgezogen mit seinem Diener Ananta und seinem Grundstücksverwalter in seinem langsam verfallenden Palast.
Auf dem Dach sitzend und sinnierend, vernimmt er Musik vom Nachbargrundstück des gesellschaftlich aufgestiegenen Bürgerlichen Mahim Ganguli anlässlich der Initiationsfeier dessen Sohnes. Hierdurch werden bei Roy Erinnerungen an ebendiese Feier bei seinem eigenen Sohn Khoka wach.
RÜCKBLENDE. 4 bis 5 Jahre zuvor steckte Biswambhar Roy bereits in finanziellen Schwierigkeiten. Sein Landbesitz, dessen Verpachtung sein Einkommen war, wurde mit dem Laufe der Zeit von den bengalischen Flüssen weggeschwemmt, die Bank gewährt ihm keine Kredite mehr. Da bekommt er Besuch von seines Nachbarn Sohn Mahim Ganguli und gewährt ihm die gewünschte Landpacht. Das opulente Initiationsfest seines Sohnes inklusive des (den erwachsenen Männern vorbehaltenen) Musikabend im großen Musikzimmer des Palastes, finanziert er mit der Verpfändung der Juwelen seiner Frau Mahamaya. Diese macht ihm wegen seiner Obsession für kostspielige Musikabende Vorwürfe. Der nächste Tag offenbart die üblichen Tagesbeschäftigungen Roys – Modellsitzen für ein neues Gemälde, Musizieren mit seinem Sohn Khoka.
Frau und Sohn werden zu seinem kranken Schwiegervater in eine entfernte Stadt gerufen und reisen allein ab, da Roy „auf seinen Landbesitz aufpassen muss“. Inzwischen hat sich der zu Geld gekommene Ganguli ein modernes Haus bauen lassen und lädt Roy zur Einweihungsfeier am bengalischen Neujahrstag (Anmerkung: es gibt einen eigenen bengalischen Kalender, der den Mondphasen folgt) ein. Roy lehnt mit der Begründung ab, er habe just für diesen Tag bereits selbst eine eigene Feier geplant, zu der er Ganguli einlade. Er beauftragt seinen Verwalter mit den Vorbereitungen und der Zurückbeorderung seiner Familie. Während des Musikabends kentert das Boot mit Frau und Sohn in einem Gewittersturm; beide sind tot. Roy zieht sich danach aus dem öffentlichen Leben zurück. ENDE DER RÜCKBLENDE.
Noch immer auf dem Dach des Palastes beschließt Roy, seine Zurückgezogenheit aufzugeben. Angewidert vernimmt er westliche Blasmusik vom Grundstück des Ganguli. Im traditionellen Stil schickt er seinen Diener auf einem geschmückten Elefanten nach ihm; Ganguli kommt stattdessen mit seinem Auto vorgefahren. Eine Einladung Gangulis zu einem Musikabend mit der Kathak-Tänzerin Krishnabai lehnt Roy ab. Er ist ersichtlich der Ansicht, Ganguli habe keine Ahnung von Musik und traditioneller bengalischer Kultur. Als er dann aber von weitem die Musik vernimmt, beschließt er, einen letzten Musikabend mit derselben Tänzerin in seinem Musikzimmer zu veranstalten, um Ganguli zu demonstrieren, dass er zwar vermögend sein mag, jedoch Kultur nur imitiert, nicht hingegen zu leben versteht. Als Ganguli am Ende der Tanz- und Musikdarbietung der Tänzerin Geld zuwerfen will, hält Roy ihn zurück: „…das Recht der ersten Gabe gebührt dem Gastgeber…“.
Als es bereits Morgen wird torkelt Roy betrunken von Alkohol und in höchster Freude über seinen Erfolg durch das Musikzimmer. Sein Geld ist völlig aufgebraucht. Er entschließt sich, sich das Leben zu nehmen und reitet mit seinem Schimmel zu Tode.
Der Film spielt im frühen 20. Jahrhundert und zeigt den Abstieg der alten und den Aufstieg der neuen Aristokratie Indiens. Während Roy betont stolz auf „das Blut in seinen Adern“ ist, betont Ganguli das Geldverdienthaben durch eigene Arbeit. Der Film ist auch ein Beispiel für die Konfrontation westlicher Einflüsse mit den (hier spezifisch bengalischen) Traditionen Indiens. Er basiert auf den Geschichten Raibari und Jalsaghar von Tarashankar Bandyopadhyay.
Satyajit Ray drehte Das Musikzimmer auf dem Grundstück eines Zamindars (Landbesitzers) bei Nimtita, in der Nähe des Flusses Padma an der heutigen indisch-bangladeschischen Grenze. Der Film ist reich an symbolhaften Bildern: Gewitter, das den Tod ankündigt; ein in einem Glas gefangenes Insekt; der verfallende Palast und das kieloben an Land liegende Boot, das das Ende des Lebens des Patriarchen symbolisiert. Das Musikzimmer wurde im Studio von Szenenbildner Bansi Chandragupta entworfen. Die Thumri-Stücke klassischer nordindischer Musik werden von Begum Akhtar – Indiens größter Ghazal-Sängerin des 20. Jahrhunderts, dem Shehnai-Virtuosen Bismillah Khan und dem Sänger Waheed Khan vorgetragen. Den Kathak tanzt Roshan Kumari.
„Ein melancholischer Abgesang auf die feudalistische Herrlichkeit der indischen Aristokratie; zugleich ein Dokument des Zusammenpralls zweier Kulturen: der altindischen und der europäischen. Zentraler Spielort ist das Musikzimmer, in dem drei kunst- und stilvoll zelebrierte musikalische Hausabende die Kapitel des Films markieren.“
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Andreas Hölscher

Andreas Hölscher (* 23. November 1962 in Düsseldorf) ist ein deutscher Generalarzt und Inspizient für Reservistenangelegenheiten im Zentralen Sanitätsdienst.
Beförderungen
Andreas Hölscher trat 1982 in die Bundeswehr ein und absolvierte seine Grundausbildung in Budel in den Niederlanden. Danach wurde er Sanitätsunteroffizier beim Pionierbataillon 110 in Minden, 1985 folgte die Offiziersausbildung an der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München und von 1985 bis 1991 ein Studium der Humanmedizin in seiner Geburtsstadt Düsseldorf. Ab 1991 schloss sich die klinische Ausbildung am Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz an und 1993 die Approbation und Promotion zum Doktor der Medizin.
Im Anschluss wurde Hölscher Truppenarzt in der Luftwaffensanitätsstaffel in Köln-Wahn, ein Jahr später wurde er Chef der Luftwaffensanitätsstaffel des NATO-E-3A-Verbandes in Geilenkirchen und ging 1997 für ein Medical Observer Training nach El Paso in Texas. 1998 wurde er Arzt im Flugmedizinischen Institut der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck, 1999 Referent beim Inspekteur des Sanitätsdienstes im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn und noch im gleichen Jahr Fliegerarzt beim Jagdbombergeschwader 34 „A“ in Memmingen.
Bereits 2000 übernahm er als Kommandeur die Lehrgruppe B an der Sanitätsakademie der Bundeswehr und wurde 2001 Dezernatsleiter beim Sanitätskommando III in Weißenfels, 2002 Kommandeur des Sanitätsregiments 13 in Halle an der Saale und 2003 Kommandeur des Sanitätsregimentes 32, wiederum in Weißenfels. 2005 wechselte Hölscher als Pressesprecher des Sanitätsdienstes der Bundeswehr zum Pressestab des Bundesministeriums der Verteidigung nach Berlin und ging 2007 als Leiter des Fachsanitätszentrums nach Hannover. 2010 wurde er Chef des Stabes im Sanitätskommando I in Kiel und 2013 Chef des Stabes des Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung in Weißenfels.
Seit Juli 2015 ist er stellvertretender Kommandeur des Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung und Inspizient für Reservistenangelegenheiten und wurde im gleichen Jahr zum Generalarzt befördert.

Schmuckbienen

Epeoloides coecutiens, Weibchen
Die Schmuckbienen (Epeoloides) sind eine Gattung aus der Familie der Apidae innerhalb der Bienen. Von ihnen sind bislang nur zwei Arten weltweit bekannt, von denen eine in Nordamerika und eine in Europa beheimatet ist. Schmuckbienen sind Brutschmarotzer an Schenkelbienen (Macropis) und werden daher zu den Kuckucksbienen gezählt.

Schmuckbienen sind mittelgroß, wobei Epeoloides coecutiens eine Körperlänge von 9 bis 10 Millimetern erreicht. Sie haben einen dunkelrot und schwarz gefärbten Hinterleib, der ebenso wie die Schenkel (Femora) große weiße Flecken trägt. Die Bienen besitzen angepasst an ihre parasitische Lebensweise keine Haarbürsten (Scopae) zum Pollen sammeln. Kopf und Thorax sind fein dicht behaart, ansonsten ist die Körperoberfläche glänzend.
Epeoloides pilosula ist im zentralen Nordamerika, von Ontario, Manitoba und Saskatchewan in Kanada und Michigan bis zu den Staaten von Neuengland sowie südlich bis nach Georgia in den USA verbreitet. Epeoloides coecutiens kommt in weiten Teilen Europas vor. In Nordamerika fliegen die Tiere im Juni und Juli, in Europa von Juli bis August. Die nordamerikanische Art ist sehr selten und gefährdet.

Janusz Kotliński

Janusz Kotliński (* 19. Dezember 1946 in Lodz) ist ein ehemaliger polnischer Bahnradsportler und zweifacher Weltmeister.
1975 und 1976 wurde Janusz Kotliński Weltmeister im Tandemrennen, gemeinsam mit Benedykt Kocot. Siebenmal wurde er zudem zwischen 1968 und 1978 polnischer Meister im Sprint und mehrere Male im Tandemrennen.
1966 Frankreich Pierre Trentin/Daniel Morelon | 1967 Italien Bruno Gonzato/Dino Verzini | 1968 Italien Giordano Turrini/Walter Gorini | 1969 Deutschland Demokratische Republik 1949 Jürgen Geschke/Werner Otto | 1970 Deutschland Jürgen Barth/Rainer Müller | 1971 Deutschland Demokratische Republik 1949 Jürgen Geschke/Werner Otto | 1973, 1974, 1977, 1978  Tschechoslowakei Vladimír Vačkář/Miroslav Vymazal | 1975, 1976 Polen Benedykt Kocot/Janusz Kotliński | 1979 Frankreich Yavé Cahard/Franck Dépine | 1980, 1981, 1982 Tschechoslowakei Ivan Kučírek/Pavel Martínek | 1983 Frankreich Philippe Vernet/Franck Dépine | 1984 Deutschland Frank Weber/Hans-Jürgen Greil | 1985 Tschechoslowakei Vítězslav Vobořil/Roman Řehounek | 1987, 1988, 1989, 1994 Frankreich Fabrice Colas/Frédéric Magné | 1990, 1992 Italien Gianluca Capitano/Federico Paris | 1991 Deutschland Demokratische Republik 1949 Emanuel Raasch/Eyk Pokorny | 1993 Italien Federico Paris/Roberto Chiappa

Wolfgang Gedat

Wolfgang Gedat (* 1940 in Gielsdorf bei Berlin) ist ein deutscher Biologe und Autor. Er wohnt mit seiner Frau in Schillig, Gemeinde Wangerland.
Schon als Jugendlicher gehörte Wolfgang Gedat zum Arbeitskreis „Vertebrata“ (Wirbeltiere) im Tierpark Berlin und war dort bei den Ornithologen tätig. Er lernte das Präparieren im Naturkundemuseum Berlin und begleitete Wissenschaftler bei biologischen Exkursionen. Nach einem Studium der Biologie in Potsdam machte er Mitte der 1970er Jahre sein Diplom. Er unterrichtete viele Jahre das Fach Biologie und qualifizierte sich nebenbei als Freiland-Biologe. Er engagierte sich im Umweltschutz. Als Zoopädagoge leitete er von 1992 bis 2002 die Zooschule im Heimatgarten Fürstenwalde. Während dieser Zeit war Gedat als Moderator für naturwissenschaftlichen Unterricht am Pädagogischen Landesinstitut Brandenburg (PLIB) in der Lehrerfortbildung tätig.
Gedat ist seit 1992 staatlich geprüfter Wattführer und seit 2010 Nationalparkwattführer. Seit 2002 wohnt er im Nordseeheilbad Horumersiel-Schillig. Er bietet Wattwanderungen an und hält Vorträge, publiziert und macht die Besucher mit dem Naturerbe Nationalpark Wattenmeer vertraut.
Gedat bietet besondere Naturführungen für Kinder an, denen er die Pflanzenwelt anhand von märchenhaften Erzählungen nahebringt. Seine gesammelten Erzählungen veröffentlichte Gedat in mittlerweile vier Büchern; sein aktuelles Werk „Wispern am Wegesrand“ erschien 2013.

Kanton Vayrac

Der Kanton Vayrac ist eine französische Verwaltungseinheit im Arrondissement Gourdon, im Département Lot und in der Region Midi-Pyrénées; sein Hauptort ist Vayrac.
Der Kanton Vayrac ist 8.533 Hektar (85,33 km²) groß und hat 4.276 Einwohner (Stand: 1999), was einer Bevölkerungsdichte von 50 Einwohnern pro km² entspricht. Er liegt im Mittel 157 Meter über Normalnull, zwischen 110 und 340 Metern.
Der Kanton besteht aus acht Gemeinden:
Cahors-1 • Cahors-2 • Cahors-3 • Causse et Bouriane • Causse et Vallées • Cère et Ségala • Figeac-1 • Figeac-2 • Gourdon • Gramat • Lacapelle-Marival • Luzech • Marches du Sud-Quercy • Martel • Puy-l’Évêque • Saint-Céré • Souillac
Bretenoux | Cahors-Nord-Est | Cahors-Nord-Ouest | Cahors-Sud | Cajarc | Castelnau-Montratier | Catus | Cazals | Figeac-Est | Figeac-Ouest | Gourdon | Gramat | Labastide-Murat | Lacapelle-Marival | Lalbenque | Latronquière | Lauzès | Limogne-en-Quercy | Livernon | Luzech | Martel | Montcuq | Payrac | Puy-l’Évêque | Saint-Céré | Saint-Germain-du-Bel-Air | Saint-Géry | Salviac | Souillac | Sousceyrac | Vayrac

Rhodri der Große

Rhodri der Große (walisisch Rhodri Mawr), auch Rhodri ap Merfyn Frych genannt (* ca. 820; † 878) wurde 844 nach dem Tod seines Vaters König von Gwynedd (844 bis 878), durch den Tod seines mütterlichen Onkels 854 König von Powys (854 bis 878) und durch den Tod seines Schwagers 871 König von Seisyllwg (855 bis 878) und dadurch zum Herrscher eines Großteils von Wales. Dies und die erfolgreiche Abwehr von Angriffen der Angelsachsen und der Wikinger trugen ihm als erstem walisischen Herrscher den Ehrentitel „der Große“ ein. In späteren Chroniken, wie etwa in den Annalen von Ulster, wird er sogar als „König der Briten“ und auch als „König von Wales“ bezeichnet, obwohl er diese Titel zu seinen Lebzeiten nie getragen hat.

Rhodri stammte aus einer sehr alten keltischen Herrscherfamilie, die sich der Tradition nach bis auf den legendären britischen König Beli Mawr (Beli der Große) zurückführen lässt. Dieser war wahrscheinlich ein historischer Herrscher, dessen Lebensdaten jedoch von Mythen derart überwuchert wurden, dass es schwer ist, historische Fakten herauszufiltern. Er dürfte der erste gewesen sein, der die keltischen Stämme in Britannien vereinigte und dadurch im Bewusstsein späterer Generationen einen besonderen Platz einnahm. Da die Legende ihn u.a. zum Vater von Caswallon (für die Römer Cassivellaunus (etwa 60 – 48 v. Chr.) macht, der zur Zeit der Invasion Britanniens durch Julius Caesar (55 v. Chr.) dort als Hauptling oder König regierte, könnte der Stammvater dieses Hauses, Beli Mawr, in der ersten Hälfte des ersten Jahrhunderts v. Chr. gelebt haben.
Nähere direkte Vorfahren Rhodris in männlicher Linie waren u. a.:
Der Vater von Rhodri war Merfyn Frych ap Gwriad (Merfyn der Sommersprossige, Sohn von Gwriad), der nach einem langen internen Kampf zweier Brüder um die Krone von Gwynedd zwischen Cynan Dindaethwy ap Rhodri Molwynog, der von 798 bis 816 regierte und Hywel ap Rhodri Molwynog, der von 816 bis 825 regierte – im Jahre 825 zum König von Gwynedd (825–844) wurde. Dies dank seiner Mutter, Ethyllt (Esyllt) ferch Cynan, die eine Tochter des Königs Cynan Dindaethwy war. Merfyn beendete damit die Herrschaft des bisher in Gwynedd regierenden Königshauses, das sich von Maelgwn Hir ap Cadwallon (Maelgwn der Lange, Sohn des Cadwallon) kurz: Maelgwn Gwynedd, König von Gwynedd († ca. 547) ableitete und begründete dort eine neue Dynastie. Er starb nach den Annales Cambriae im Jahre 844 in der Schlacht von Cyfeil bei Ketell in Wales.
Rhodris Mutter war Nest ferch Cadell (Nest, Tochter des Cadell). Sie war eine Tochter des Cadell ap Brochfael (Cadell, Sohn des Brochfael), König von Powys (773-808) und eine Schwester von Cyngen ap Cadell (Cyngen, Sohn des Cadell), des 855 verstorbenen letzten Königs von Powys aus dem Haus der Gwertherion-Dynastie, den Nachkommen des Vortigern, der im 5. Jahrhundert zu den führenden britischen Herrschern zählte.
Rhodri wurde um 820 der Tradition nach in der Burg von Caernarfon (am Ostufer der Menai Straits, gegenüber der Insel Anglesey) in Wales geboren und folgte seinem Vater Merfyn Frych ap Gwriad nach dessen Tod im Jahre 844 als König des historischen keltischen Königreiches Gwynedd, das sich im Nordwesten von Wales befand. Er wurde dadurch zu einem der wichtigsten walisischen Herrscher.
Der nächste Schritt zur Ausweitung seiner Macht war der Erwerb des Königreiches Powys im Jahre 854. Rhodris Mutter, Nest ferch Cadell ap Brochfael, stammte aus dem Haus der Könige von Powys, es war jedoch nicht vorherzusehen, dass dies besondere Bedeutung haben würde, da Nests Bruder Cyngen ap Cadell sein Land regierte und durch vier Söhne ausreichend für den Fortbestand der Dynastie gesorgt hatte. Trotzdem gelang es Rhodri – unter nicht ganz geklärten Umständen – als Nachkomme in weiblicher Linie die Herrschaft an sich zu bringen und die Söhne Cyngens vom Thron zu verdrängen. Dies ist – angesichts der bestehenden Erbfolgeregeln in Wales, die ähnlich der Lex Salica die Bevorzugung männlicher Thronfolger vorsehen – schwer ohne List oder Gewalt zu erklären, es sei denn, man geht davon aus, dass die traditionelle Genealogie der Könige von Powys fehlerhaft wäre und etwa König Cyngen gar keine Söhne gehabt hätte, was jedoch im Widerspruch mit der bestehenden Überlieferung stünde. Rhodri dürfte daher erheblichen Druck auf seinen Schwager ausgeübt haben, um ihn zum Thronverzicht zu seinen Gunsten zu bewegen. König Cyngen begab sich jedenfalls auf eine Pilgerfahrt nach Rom, wo er 855 verstarb, worauf Rhodri auch die Krone von Powys übernahm.
Der zweite Schritt zur Beherrschung von fast ganz Wales war die Ehe Rhodris mit Angharad ferch Meurig (Angharad, Tochter des Meurig), sie war eine Tochter des Meurig ap Dyfnwallon König von Seisyllwg. Dieses historische walisische Königreich lag im Südwesten von Wales und umfasste die Provinzen Ceredigion, Cantref Mawr und Ystrad Tywi und grenzte im Westen an das Königreich Dyfed. Die dort regierende Dynastie, deren ursprüngliches Kernland das Unter-Königreich Ceredigion war, leitet sich der Tradition nach vom eponymen Stammvater, Ceredig (cl. c. 470), einem Sohn des halblegendären britischen Königs Cunedda ab. Auch im Königreich Seisyllwg war eine Nachfolge Rhodris nicht vorherzusehen, da nach dem Tod seines Schwiegervaters, König Meurig, Rhodris Schwager, Gwgon ap Meurig als König von Seisyllwg regierte. Rhodri intervenierte jedoch als mächtigster Nachbar in die Politik seines Schwagers, der unter nicht ganz geklärten Umständen – mit oder ohne Zutun Rhodris – im Jahre 871 ertrank, worauf Rhodri auch dessen Königreich annektierte. Rhodri regierte damit einen Großteil von Wales, das zuletzt in ähnlichem Umfang Jahrhunderte zuvor – um 534 bis 549 – von Maelgwn Hir ap Cadwallon Lawhir (Maelgwyn der Lange, Sohn des Cadwallon Lawhir) regiert worden war.
Es war ein Glück für das keltische Wales, dass damals mit Rhodri ein tatkräftiger und mächtiger Herrscher vorhanden war, da Wales sowohl vom Osten – durch die Angelsachsen – als auch vom Westen, vom Meer her, durch die Wikinger angegriffen wurde:
Im Jahr 853 kam es zu einem gemeinsamen Angriff des Königs Burgred von Mercia (852–874) und des Königs Æthelwulf von Wessex, bei dem das Königreich Powys überrannt wurde, Rhodri jedoch den Angriff auf Gwynedd abwehren konnte und die Angreifer zum Rückzug zwang. Zwei Gedichte des Sedulius Scotus, die dieser am Hof Karls des Kahlen, König des Westfrankenreiches (843-877) schrieb, feiern die Siege von „Roricus“ über die Normannen.
Bereits zwei Jahre später, 855, kam es zum ersten Angriff der Wikinger auf Wales, der an der Küste der Insel Anglesey (walisisch Ynis Mon) erfolgte und zu weitgehenden Plünderungen führte. Rhodri stärkte nach deren Abzug die vorhandenen Verteidigungsanlagen und sammelte im nächsten Jahr ein Heer um den Wikingern entgegenzutreten. Es gelang ihm, die dänischen Piraten zu besiegen und deren Anführer Gorm (Gormr) zu töten. Dieser Sieg wurde nicht nur in Gwynedd, sondern in der ganzen Region gefeiert, da inzwischen auch Irland und England Ziel zahlreicher Wikingerüberfälle geworden waren. Dieser Sieg erwies sich als dauerhaft, da es in den nächsten 20 Jahren zu keinen Angriffen der Wikinger auf Gwynedd kam, wohl aber zu solchen auf England, Irland und in Südwales auf das benachbarte Königreich Dyfed.
Die Tatsache, dass es Rhodri gelang, sich erfolgreich sowohl gegen die Angriffe der Angelsachsen im Osten, wie gegen die der Wikinger zu wehren zeigt, dass er über strategisches Geschick und Organisationstalent verfügte.
Nach über dreißig Jahren erfolgreicher Regierung kam der Moment, in dem die Gegner, die aus ihren Niederlagen gelernt hatten, die Oberhand gewannen: Im Jahre 877 erneuerten die Dänen ihre Angriffe auf Anglesey. Anders als zuvor hatten sie sich inzwischen in Dublin in Irland und in den Hebriden starke Militärbasen geschaffen und kamen mit einer großen Flotte. Es gelang ihnen daher, die von Rhodri errichteten Verteidigungsanlagen zu durchbrechen und weite Teile des Landes zu verwüsten. Rhodri wurde in einer denkwürdigen Schlacht, die in der walisischen Erinnerung als „gweith duw sul“ (die Sonntagsschlacht) weiterlebt, besiegt und musste sich nach Irland in Sicherheit bringen.
Er kehrte im Jahr 878 aus Irland in sein Königreich zurück, sah sich dort aber noch im selben Jahr einem massiven Angriff des Königs Ceolwulf II. von Mercia gegenüber, der selbst zum Vasallen des dänischen Königs Siegfried Schlangenauge (873 – 903) geworden war. Mit einem eilig zusammengestellten Heer warf sich Rhodri der angelsächsischen Armee entgegen, wurde jedoch besiegt und starb in der Schlacht.
Der Tradition zufolge soll Rhodri Mawr im 9. Jahrhundert die Burg Dinefwr Castle erbaut haben, jedoch sind kaum noch Überreste aus dieser Zeit vorhanden. Dinefwr wurde jedoch der Hauptsitz von Rhodris Enkel, Hywel Dda dem ersten König von Deheubarth, der wie dieser einen Großteil von Wales beherrschte.
Rhodri der Große war mit Angharad ferch Meurig, einer Tochter des Königs Meurig ap Dyfnvallon von Seisyllwg verheiratet.
Kinder
Rhodri hatte u. a. folgende Kinder:

Boulazac Basket Dordogne

Boulazac Basket Dordogne ist ein französischer Basketballverein aus Boulazac, einem eingemeindeten Teil von Périgueux, im Département Dordogne. Aktuell tritt der Verein in der zweithöchsten französischen Spielklasse LNB Pro B an.
Der Verein wurde 1992 aus der Mannschaft des Union Sportive Périgourdine (USP) Basket gebildet, als diese nach Aufstieg in die nationalen Ligen Frankreichs auf der Suche nach einer größeren Spielstätte waren. Nach dem Umzug begann aus der untersten nationalen Spielklasse NM3 als US Périgord Boulazac 1998 der Aufstieg in die höchsten nationalen Spielklassen. Von 2005 bis 2012 spielte man dann in der zweithöchsten Spielklasse Pro B der Ligue Nationale de Basket. Hier erreichte man nur Plätze im unteren Tabellendrittel, bis man in der Saison 2011/12 die Vizemeisterschaft dieser Spielklasse und den Aufstieg in die höchste nationale Spielklasse Pro A erreichen konnte.
In seiner ersten Erstliga-Spielzeit 2012/13 erreichte Boulazac BD als Aufsteiger elf Siege in 30 Spielen, was nur zum vorletzten Tabellenplatz reichte und den Abstieg in die Pro B bedeutete.
Seit der Saison 2013/14 tritt Boulazac wieder in der LNB Pro B an.

Liste der Kulturgüter in Oberiberg

Die Liste der Kulturgüter in Oberiberg enthält alle Objekte in der Gemeinde Oberiberg im Kanton Schwyz, die gemäss der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten, dem Bundesgesetz vom 6. Oktober 1966 über den Schutz der Kulturgüter bei bewaffneten Konflikten sowie der Verordnung vom 17. Oktober 1984 über den Schutz der Kulturgüter bei bewaffneten Konflikten unter Schutz stehen.
Objekte der Kategorie A sind im Gemeindegebiet nicht ausgewiesen, Objekte der Kategorie B sind vollständig in der Liste enthalten (Stand: 1. Januar 2015). Unter übrige Baudenkmäler sind zusätzliche Objekte zu finden, die gemäss Angaben des kantonalen Denkmalschutzes als geschützte Denkmäler eingestuft wurden und nicht bereits in der Liste der Kulturgüter enthalten sind.

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:
Der Inhalt der Tabelle ist absteigend nach der Kulturgüterkategorie und innerhalb dieser alphabetisch sortiert.

Legende: Siehe Legende der Liste der Kulturgüter von nationaler und regionaler Bedeutung. Anstelle der KGS-Nummer wird als Objekt-Identifikator (ID) die Nummer im Kantonalen Inventar geschützter und schützenswerter Bauten (KIGBO) verwendet.
Alpthal | Altendorf | Arth | Einsiedeln | Feusisberg | Freienbach | Galgenen | Gersau | Illgau | Ingenbohl | Innerthal | Küssnacht | Lachen | Lauerz | Morschach | Muotathal | Oberiberg | Reichenburg | Riemenstalden | Rothenthurm | Sattel | Schübelbach | Schwyz | Steinen | Steinerberg | Tuggen | Unteriberg | Vorderthal | Wangen | Wollerau