Erzbistum Sevilla

Das Erzbistum Sevilla (lat.: Archidioecesis Hispalensis, span.: Archidiócesis de Sevilla) ist eine in Spanien gelegene römisch-katholische Erzdiözese mit Sitz in Sevilla.
Das Bistum Sevilla wurde im 3. Jahrhundert errichtet. Im 4. Jahrhundert wurde das Bistum Sevilla zum Erzbistum erhoben.
Im 7. Jahrhundert waren der Heilige Leander von Sevilla und der Heilige Isidor von Sevilla Erzbischöfe von Sevilla. Leander von Sevilla unterstützte den westgotischen König Rekkared I. sowie seinen Sohn Hermenegild bei ihrer Konversion zum Katholizismus und so trug Leander von Sevilla auch maßgeblich zur Bekehrung der Westgoten bei. Zudem leitete Leander von Sevilla im Jahre 589 das 3. Konzil von Toledo. Isidor von Sevilla, der später zum Kirchenlehrer erhoben wurde, führte im Jahre 633 den Vorsitz über das 4. Konzil von Toledo.
Infolge der Islamischen Expansion ging das Erzbistum Sevilla unter. Von Mitte des 12. Jahrhunderts bis Mitte des 13. Jahrhunderts konnten aufgrund der arabischen Vorherrschaft keine Bischöfe für Sevilla ernannt werden. Erst 1251 konnte das Erzbistum Sevilla infolge der Reconquista erneut errichtet werden. Die Moscheen wurden zu Kirchen umgewandelt. Aber die Kirchen Santa María la Blanca, Santa Cruz und San Bartolomé wurden als Synagogen an die jüdische Gemeinde übergeben. Die heutige Kathedrale entstand auf der Grundlage der großen Moschee, die im Jahre 1171 durch den dritten Kalifen der Almohaden, Abu Yaqub Yusuf I., umgebaut wurde. Der berühmte Glockenturm der Giralda ist das Werk von Almansor.
Die in Lateinamerika seit 1511 neu errichteten Bistümer Santo Domingo, Mexiko-Stadt und Lima wurden dem Erzbistum Sevilla als Suffraganbistümer unterstellt. Diese Zuständigkeit für die lateinamerikanischen Bistümer endete am 12. Februar 1546 als die Bistümer Santo Domingo, Mexiko-Stadt und Lima durch Papst Paul III. zu Erzbistümern erhoben wurden.
Am 22. Oktober 1953 gab das Erzbistum Sevilla Teile seines Territoriums zur Gründung des Bistums Huelva ab. Das Erzbistum Sevilla trat am 3. März 1980 Teile seines Gebietes zur Errichtung des Bistums Jerez de la Frontera ab.
Seit 1803 wurden alle Erzbischöfe von Sevilla zu Kardinälen kreiert, sodass Sevilla als traditionell mit der Kardinalswürde verbundener Bischofssitz gilt.
Das Territorium des Erzbistums Sevilla umfasst die Provinz Sevilla.
Metropolitan-Erzbistümer: Barcelona | Burgos | Granada | Madrid | Mérida-Badajoz | Oviedo | Pamplona y Tudela | Santiago de Compostela | Saragossa | Sevilla | Tarragona | Toledo | Valencia | Valladolid
Sonstige Erzbistümer: Militärbistum
Bistümer: Albacete | Alcalá de Henares | Almería | Astorga | Ávila | Barbastro-Monzón | Bilbao | Cádiz y Ceuta | Calahorra y La Calzada-Logroño | Cartagena | Ciudad Real | Ciudad Rodrigo | Córdoba | Coria-Cáceres | Cuenca | Getafe | Girona | Guadix | Huelva | Huesca | Ibiza | Jaca | Jaén | Jerez de la Frontera | Kanarische Inseln | León | Lleida | Lugo | Málaga | Mallorca | Menorca | Mondoñedo-Ferrol | Orense | Orihuela-Alicante | Osma-Soria | Palencia | Plasencia | Salamanca | San Cristóbal de La Laguna | San Sebastián | Santander | Sant Feliu de Llobregat | Segorbe-Castellón de la Plana | Segovia | Sigüenza-Guadalajara | Solsona | Tarazona | Terrassa | Teruel y Albarracín | Tortosa | Tui-Vigo | Urgell | Vic | Vitoria | Zamora

James Helme Sutcliffe

James Helme Sutcliffe (* 26. November 1929 in Suzhou China; † 11. Dezember 2000 in Berlin) war ein US-amerikanischer Komponist und Musikkritiker.

Geboren 1929 im chinesischen Suzhou floh James Helme Sutcliffe 1941 nach dem Angriff Japans auf China mit seinen Eltern nach Australien, wo er am Geelong College bei George Logie Smith und später am Melbourne Conservatory bei Roy Shepherd seine erste musikalische Ausbildung erhielt (Klavier, Viola und Theorie). Nach seiner Übersiedlung in die Vereinigten Staaten studierte er Klavier und Komposition an der Juilliard School in New York (Bachelor of Science Degree im Mai 1953) sowie an der Eastman School of Music. Nach einer vierjährigen Lehrtätigkeit an der Duquesne University in Pittsburgh setzte er ab 1961 seine Studien in Europa fort, zunächst als Korrepetitor in Zürich, später auch in Bayreuth und Köln.
Seit 1963 lebte er dauerhaft in Berlin und arbeitete neben seiner Tätigkeit als Komponist und Klavier-, Kompositions- und Theorielehrer vor allem als Musikkritiker für den Herald Tribune sowie für wichtige Opernzeitschriften wie Opera Magazine, Opera News, Opera Canada, Musical America und Opernwelt. Aufführung seiner Werke durch Musiker wie Steven Isserlis und Wolfgang Boettcher.
sowie zahlreiche Arrangements von Volks- und Weihnachtsliedern für diverse Besetzungen.

Postroute Braunschweig–Calvörde

Die Postroute Braunschweig–Calvörde wurde 1746 als fahrende Post eingerichtet und verkehrte anfangs einmal wöchentlich. Sie verband die Orte Braunschweig und Calvörde postmäßig miteinander und führte auf der Strecke über Vorsfelde, Lehre, Bahrdorf sowie Velpke. Dieser Artikel beschreibt die Entwicklung des Postwesens aus den Kreisen Braunschweig (Lehre und Wendhausen) und Helmstedt (Vorsfelde, Velpke, Bahrdorf und der Enklave Calvörde).

Calvörde, eine braunschweigische Enklave in Preußen an der Ohre (heute in Sachsen-Anhalt), hatte bereits im 11. Jahrhundert Anschluss an die Lüneburger Heerstraße. Dieser Handelsweg führte von Leipzig über Magdeburg nach Lüneburg und traf sich in Calvörde mit der Handelsstraße nach Braunschweig. Seit 1571 gehörte das Amt Calvörde (bis 1945) politisch zu Braunschweig.
Aus den “Braunschweiger Anzeigen” erfahren wir von der Einführung einer fahrenden Post der “Fürstlich-Braunschweigische-Landespost” von Braunschweig über Vorsfelde nach Calvörde. In der Nachricht heißt es: „Nachdem auf Serenissimi gnädigst Vorordnung eine fahrende Post von Braunschweig nach Vorsfelde und Calvörde angelegt worden, und der Anfang damit auf den 29. dieses, Morgens um 7 Uhr, nicht allein gemacht, sondern auch in jeder Woche des Donnerstages um gleiche Stunde damit continuiret werden soll, also wird solches dem Publico hierdurch bekannt gemacht. Braunschweig, den 26. Dezember 1746“
Mehr erfahren wir aus der Post-Tabelle von 1772 über die fahrende Post nach Calvörder, über Campen, Vorsfelde, Bahrdorf, Oebisfelde nach Calvörde.”
Seit dem 29. Dezember 1746 hat es in Calvörde eine Postanstalt gegeben. Die Ortsangabe auf den Briefen wurde handschriftlich gemacht. Von einer früheren Postanstalt schweigen die Quellen sich aus, obwohl es natürlich Botenposten gegeben haben muss.
In der westfälischen Zeit gehörte das braunschweigische Amt Calvörde zum Departement der Elbe, im Distrikt Neuhaldensleben. Die königlich westfälische Postanstalt verwendete seit 1809 einen Einzeiler, bei der das Datum der Aufgabe handschriftlich beigesetzt wurde. Erster Postdirektor war der Westphälischen Post war Herr Kagel im Rang eines Expediteur.
Auf Einhaltung der Fahrzeiten wurde Wert gelegt. So galt die Regel, dass eine Meile (7419,4 m – Herzogtum Braunschweig) mindestens in einer Stunde zurückzulegen waren, “für jede Viertelstunde, wo sie später eintreffen, sind eine Strafe von 12 gute Groschen 4 Pfennigen oder zwei Franken zu zahlen.
“Mit dem Anfang des Jahres 1832 wird die des Donnerstags morgens 5 Uhr von Braunschweig abgehende Fahrpost nach Calvörde ihren Weg über Velpke nehmen und Briefe und andere Gegenstände bei der daselbst errichteten Briefcollection resp. abgeben und in Empfang nehmen.“ (Br. Anz.1832 Nr.2)
Nach dem General-Circular Nr. XI vom 5. Juni 1834 galt für Briefe nach Velpke die „Taxe bis Vorsfelde und 6 Pfg. Binnenporto“. Das bestätigt den Bestand einer Postexpedition in Vorsfelde, Velpke gehörte zum Zustellbereich.
Das General-Circular Nr. XXXV vom 12. August 1839 veröffentlichte die Veränderungen, die sich durch den neuen Post-Vertrag zwischen Braunschweig und Preußen vom 1. September ergeben hatten. “In Calvörde (Postverwaltung) wird eine Posthalterei eingerichtet und dem Posthalter Lüdde, übertragen, die Entfernungen betragen nach Burgstall 4½, Erxleben 3½, Gardelegen 2¾, Jübar 6½, Neuhaldensleben 2, Oebisfelde 3 und nach der diesseitigen Station Helmstedt 4 Meilen.“
Gleichzeitig wurde die Herzoglich Braunschweigischen Postexpedition zu Oebisfelde zum 1. September 1839 aufgehoben. Oebisfelde gehörte als Grenzort zu Preußen.
Das Postwärter-Amt in Velpke wurde zu einer Postexpedition hochgestuft. Wegen der Höhe des Portos, das nach Meilen gestaffelt war, wurde für jeden Postort der Tarif angeschlagen. Für das kleinere Velpke war der Tarif für Vorsfelde maßgeblich. Will sagen, als Entfernung wurde ab und bis Vorsfelde gerechnet. Als Ausnahme galt, dass für das Brief-, Päckerei- und Geld-Porto nach und von Calvörde und Helmstedt die zweite Tax-Progression (einfacher Brief 9 Pfg.) erhoben wurde. Gleichzeitig wurde das leidige Landporto von 6 Pfg. nicht mehr erhoben.
Der Postmeister Johann Heinrich Müller leitete die Postexpedition bis 1850, gefolgt von Johann Friedrich Müller, der bis 1869 in den Adressbüchern genannt wird. Auch bei ihnen waren Einzeiler “Calvoerde” bzw. “Calvörde.” seit 1827 im Gebrauch. Erst 1850 erhielt man einen Rechteckstempel mit Datum in Ziffern der bis 1867 Verwendung fand. 1861 wurde ein Zweikreisstempel mit Datum, Jahr und Uhrzeit geliefert. Zur Entwertung der braunschweigischen Postwertzeichen war der Rostrautenstempel “10″ zugeteilt worden.
Die Botenposten zwischen Helmstedt, Vorsfelde und Calvörde und Oebisfelde wurden neu geregelt. Ortschaften ohne eigene Post wurden dem Zustellbereich eines Postorts zugewiesen, deren Landbriefträger oft sehr weite Wege zurücklegen mussten.
Mit dem General-Circular Nr. LIX vom 14. Januar 1845 wurde der Tarif geändert indem „der bisherige Braunschweig- Preußische Portosatz für Postanstalten, die über 2 bis 4 Meilen voneinander entfernt sind, von bisher 1½ auf 1 Sgr. herabgesetzt. Dies betrifft Bahrdorf, Calvörde, Velpke und Vorsfelde gegen Rohrberg und Steimke”.
Zusammen mit der Einrichtung einer Fahrpost von Braunschweig nach Calvörde, am 29. Dezember 1746, erfahren wir von der Einrichtung der Postexpedition in Vorsfelde. Damals ein Flecken (1808 = 1110 Einwohner), heute ein Stadtteil von Wolfsburg.
Briefe aus diesem Ort an der Aller wurden mit einem handschriftlichen Vermerk versehen. Es sind nur wenige, als echt erkannte Briefe, bis 1815 bekannt geworden.
In der westphälischen Zeit, zwischen 1807 bis 1813, gehörte Vorsfelde zum Distrikt Helmstedt ins Departement der Oker des Königreich Westphalen. Zwischen 1810 und 1813 leitete Postdirektor Kaulitz als Expediteur die Postanstalt. Stempelabschläge aus dieser Zeit sind nicht bekannt.
Nach dem General-Circular Nr. XI vom 5. Juni 1834 galt für Briefe nach Velpke die „Taxe bis Vorsfelde und 6 Pfg. Binnenporto“. Das bestätigt den Bestand einer Postexpedition in Vorsfelde und Velpke gehörte zum Zustellbereich.
Die Post in Vorsfelde wurde 1. September 1839 (wie Calvörde) in eine Postverwaltung gewandelt, aus dieser Zeit sind Einkreisstempel mit handschriftlicher Datumsangabe bekannt. 1854 war Vorsfelde wieder Postexpedition, nun kam der Rahmenstempel zur Anwendung. Mit der Einführung der Briefmarken (1856) erhielt Vorsfelde den Rostrautenstempel „45“.
1860 stieg Vorsfeldes zum Postamt auf, nun kam ein Zweikreisstempel in Gebrauch. Die Braunschweigischen Anzeigen vom 29. September 1865 berichten von einer Postexpedition in Vorsfelde, erhielt 1869 (Norddeutscher Postbezirk)die Bezeichnung Post-Expedition I Klasse und folgte damit dem bei der Post üblichen Organisationsschema.
Am 26. Juni 1843 vermeldet das General-Circular Nr. XXXXIX die Errichtung einer Fahrpost-Verbindung zwischen Vorsfelde und Salzwedel und die Errichtung Königlich Preußischer Postanstalten in Steimke und Rohrberg.
Seit 1851 waren die Postsendungen nach Grafhorst statt auf Vorsfelde nun auf Velpke zu leiten.
Es ist möglich, dass in Lehre schon vor 1844 eine Postablage bestanden hat.
Das General-Circular Nr. LVIII der Post von 1844 verkündet: „Zum 1. Oktober wird eine Postcollection zu Lehre eingerichtet. An der Straße zwischen Braunschweig und Vorsfelde gelegen wird sie dem Apotheker Friedrich Werner (1844-62) übertragen. Für die Beförderung zwischen Braunschweig und Vorsfelde einer- und Lehre andrerseits wird das Porto nach dem Satze von 1 Ggr. pro einfachen Brief erhoben.“
Schon am 1. Oktober 1846 erfolgte die Verwandlung der Post-Collectionen zu Lehre in eine Postexpeditionen. Das Binnenporto betrug nun ½ Ggr.
Von 1847 an kam ein Zweikreissehnenstempel zum Einsatz, bei dem das Datum handschriftlich eingetragen werden musste. Zur Entwertung der Postwertzeichen verwendete man den Rostrautenstempel “31″. Der Rechteckstempel, mit Datum, Stern und Uhrzeit, kam 1854 an den Schalter. 1867, also kurz vor dem Übergang in den Norddeutschen Postbezirk, erhielt Lehre noch den Zweikreisstempel mit Jahreszahl.
Wie dem Adressbuch zu entnehmen ist, wandelte die Reichspost die Postanstalt in Lehre 1880 in eine Postagentur um. Postagenten waren Christian Hartmann (1880-87) und Heinrich Evers (1888-1916).
1872 wurde eine Post-Agentur in Flechtorf (Lehre 3) etabliert. Als Postagenten werden Friedrich Widdecke (1872-92) und Otto Widdecke (1893-1916) genannt.
Folgt man den Adressbüchern gab es in Wendhausen (Lehre 4) ab 1892 eine Postagentur. Erster Postagent war Gustav Buchtmann (1892-1900). Der erste Landbriefträger, Carl Rasche (1894-96), wurde 1894 eingestellt
In Vorbereitung der Fahrpost nach Calvörde berichtet am 29. September 1831 das General-Circular II von der Einrichtung einer Brief-Collektion zu Velpke. Ein Ortseinwohner sammelte die Briefe ein, tauschte die Posttasche, bei einem kurzen Halt, mit dem Postillion der Postkutsche gegen die für seinen Ort bestimmten Sendungen an und stellte sie gewöhnlich auch zu. Dafür wurde ein “Binnenporto” von 6 Pfennig (½ Gutergroschen), zusätzlich zum gewöhnlichen Briefporto, erhoben.
Durch den neuen Post-Vertrag zwischen Braunschweig und Preußen von 1939 erhielt Velpke eine Post-Expedition: „Es ist der Vorsfelder Tarif anzuwenden, mit der Abänderung jedoch, dass das Brief-, Päckerei- und Geld-Porto nach und von Calvörde und Helmstedt, nach der zweiten Tax-Progression (2 bis 4 Meilen – einfacher Brief 9 Pfg.) erhoben wird. Das bisherige Zusatz- oder Landporto von 6 Pfg. für den einfachen Brief fällt vom 1. September an weg.“
1844, dort heißt es: “Der bisherige Braunschweig- Preußische Portosatz für Postanstalten, die über 2 bis 4 Meilen voneinander entfernt sind, ist von bisher 1½ auf 1 Sgr. herabgesetzt. Dies betrifft Bahrdorf, Calvörde, Velpke und Vorsfelde gegen Rohrberg und Steimke”.
Bahrdorf erhielt seine Postexpedition im Zusammenhang mit der Einrichtung der Fahrpost nach Calvörde. Vorher werden Boten die noch geringe Postversorgung betrieben haben.
In der Zeit der westfälischen Besetzung (1810-13) gab es eine Postanstalt unter dem Expediteur Schulze, er benutzte den Einzeiler-Stempel “Bahrdorf” und den Nebenstempel “Franco”. Bahrdorf gehörte zum Königreich Westphalen, im Departement der Oker, im Distrikt Helmstedt
In der Braunschweigischen Zeit war Julius Wilhelm Schulze bis 1852 Post-Expediteur, gefolgt von Wilhelm Schulze, der das Amt bis 1875 innehatte. Sie verwendeten den Einzeiler vorerst weiter, ab 1836 handschriftlich um das Datum in Ziffern ergänzt.
Seit Anfang 1852 lief über Bahrdorf die Post nach Mackendorf und Saalsdorf. Was für die Landbriefträger eine große laufleistung bedeutete
Seit 1856 wird ein Rechteckstempel “Bahrdorf / Datum und Uhrezeit in Ziffern” verwendet. Zur Entwertung der Freimarken erhielt Bahndorf den Rostrautenstempel “2″.
Ab 1869, im Norddeutschen Postbezirk hatte Bahrdorf eine Post-Expedition II. Classe, und ab 1876, Reichspost, ein Postamt III. Klasse. Noch war Wilhelm Schulze im Amt. Nach der Umwandlung in eine Post-Agentur (1884) versah Heinrich Werner das Amt.

Saipan-Klasse

1946–1970
19.000 ts
208,7 m
23,4 m (Wasserlinie) 35 m (Flugdeck)
8,5 m
1700
vier Turbinensätze, 120.000 WPS
33 kn
42
Die Saipan-Klasse war eine Klasse Leichter Flugzeugträger, die im Zweiten Weltkrieg entwickelt wurde, aber zu spät in Dienst gestellt wurde, um noch in diesem eingesetzt zu werden. Es wurden lediglich zwei Einheiten, Saipan und Wright, gebaut.

Die Träger der Saipan-Klasse waren eine Verbesserung der vorhergehenden leichten Träger der Independence-Klasse, die durch den Umbau von im Bau befindlichen Leichten Kreuzern der Cleveland-Klasse entstanden waren. Für die Saipan-Klasse wurde auf Basis der Rumpfkonstruktion der Schweren Kreuzer der Baltimore-Klasse eine verbreiterte Version von diesen entwickelt. Dies erübrigte den Anbau seitlicher Rumpfwülste wie auf den Schiffen der Independence-Klasse.
Beide Einheiten wurden 1944 bei New York Shipbuilding auf Kiel gelegt und 1946 beziehungsweise 1947, also nach Ende des Krieges, in Dienst gestellt.
Bereits 1954 beziehungsweise 1956 wurden die Träger als zu klein für die modernen Jet-Flugzeuge eingestuft und daher als weitgehend wertlos in ihrer Rolle als Flugzeugträger angesehen. Die Saipan wurde daher zum Kommunikationsschiff USS Arlington (AGMR-2), die Wright wurde als Kommandoschiff USS Wright (CC-2) wieder in Dienst gestellt.
Als solche blieben beide Schiffe bis 1970 in Dienst und wurden dann deaktiviert und zerlegt.
Die Schiffe waren rund 203 Meter lang und 23 Meter breit, ihre Verdrängung betrug rund 19.000 ts. Damit waren sie rund 50 Meter kürzer und über 15.000 ts leichter als die ihnen vorhergehenden Flottenflugzeugträger der Essex-Klasse, die letztlich die beiden Saipans überlebten.
Die Träger erhielten auf Grund ihrer Größe eine kräftigere Antriebsanlage als die Kreuzer der Baltimore-Klasse, deren Rümpfe schmaler waren. Insgesamt acht Kessel lieferten den Dampf für die vier Turbinensätze. Diese trieben die vier Schrauben an und erlaubten eine Geschwindigkeit von bis zu 33 Knoten.
Ursprünglich besaßen die beiden Schiffe recht starke Flugabwehrgeschütze (42 40-mm-Flak und 36 20-mm-Flak), die aber noch in den 1940er Jahren entfernt wurden.
Saipan | Wright
Liste der Flugzeugträger der US-Marine Liste der Flugzeugträgerklassen der US-Marine

Jerzy Konikowski

Jerzy Konikowski (* 24. Januar 1947 in Bytom) ist ein deutscher Schachspieler polnischer Herkunft.

Er erlernte das Schachspiel im Alter von 14 Jahren. 1981 siedelte er im Rahmen einer Familienzusammenführung mit seiner Frau und seiner Tochter nach Deutschland über und bekam die deutsche Staatsbürgerschaft. Von 1982 bis zum Ruhestand arbeitete er an der Universität in Dortmund als Chemotechniker.
Im Nahschach zählte er viele Jahre zur polnischen Spitze. Er gewann einige internationale Turniere und trägt den Titel des FIDE-Meisters. In der polnischen Mannschaftsmeisterschaft spielte er 1974 (am zweiten Brett von KS Hutnik Nowa Huta), 1977 (am dritten Brett von KKSz Krakau) und 1979 (am zweiten Brett von KS Hutnik Warschau) an vorderen Brettern. In der deutschen Schachbundesliga spielte Konikowski von 1983 bis 1985 für die SG Bochum 31 und hatte von 1989 bis 1994 einzelne Einsätze für die Schachfreunde Dortmund-Brackel. Er wird bei der FIDE als inaktiv geführt, da er seit 1998 keine gewertete Partie mehr gespielt hat.
Sein Studium zum Schachtrainer hat Jerzy Konikowski an einer Sporthochschule in Warschau abgeschlossen. In der Zeit von 1978 bis 1981 war er polnischer Nationaltrainer, bei der Schacholympiade 1980 auf Malta führte er die polnische Damen-Nationalmannschaft zur Bronzemedaille. Er besitzt die Trainer–Lizenz A des Deutschen Schachbundes. Ein Jahr trainierte er Arkadij Naiditsch, heute Deutschlands Nr. 1. Ende Dezember 2010 hat er sich als Honorartrainer des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes betätigt.
Seit seinem 15. Lebensjahr widmet er sich auch dem Fernschach. Hier zählen zu seinen größten Erfolgen der 7. Platz im Finale der XLVIII. Europameisterschaft und sein Sieg im I. Sergiusz-Czerniakow-Memorial (1970–1973), damals das stärkste Fernschachturnier in Polen. Nach der Übersiedlung nach Deutschland gewann er das I. Bogdan-Śliwa-Memorial (2005–2006).
Jerzy Konikowski steht für die Entwicklung mehrerer Eröffnungsvarianten, zu deren Erforschung er sich insbesondere auch des Fernschachspiels bediente. Das Konikowski-Hardy-Gambit, das mit den Zügen 1.e2-e4 e7-e5 2.Sg1-f3 Sb8-c6 3.Lf1-b5 Lf8-c5 4.c2-c3 d7-d5!? entsteht, zählt zu seinen bekanntesten Entwicklungen.
Als Autor hat Jerzy Konikowski mehr als 100 Schachbücher geschrieben, die in Deutschland, Polen, in den USA, Italien, Spanien, den Niederlanden und Tschechien veröffentlicht worden sind. Er kommentierte Partien und schrieb Theoriebeiträge für die Deutsche Schachzeitung, Fernschach International, Rochade Europa, ChessBase-Magazin, Fernschachpost und andere Schachzeitschriften.
Auch als Schachkomponist hat er sich einen Namen gemacht. Er verfasste etwa 400 Schachaufgaben, von denen über 100 in internationalen Turnieren ausgezeichnet wurden. Acht seiner Aufgaben fanden einen Platz in FIDE-Alben, den Sammlungen der besten Aufgaben der Welt.
Lösung:
1. Dc5! Zugzwang 1. … Kf1 2. Df2 matt 1. … Kd1 2. Lg4 matt 1. … Kf3 2. De3 matt 1. … Kxd3 2. Dc4 matt Gezeigt wird eine Sternflucht des schwarzen Königs.
Für seine langjährige Mitgliedschaft im Deutschen Fernschachbund e. V. wurde ihm im Jahr 2008 die Silberne Ehrennadel verliehen. Er ist auch Träger der Silbernen Ehrennadel der Schwalbe (Schachkomposition) seit 2006. Der Polnische Schachverband hat Jerzy Konikowski 1973 mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

Obermühle (Büren)

Die Obermühle befand sich in der Nähe des Gut Holthausen auf dem Stadtgebiet von Büren (Westfalen) im Kreis Paderborn (Nordrhein-Westfalen).
Im Jahre 1256 wurde die Obermühle das erste Mal schriftlich erwähnt. In den ersten Jahren wurde sie von den Zistinern des Klosters Holthausen als Kornmühle benutzt. Später wurde die Mühle auch als Papiermühle, in der Baumstämme zerkleinert wurden, genutzt. Am 28. Juni 1907 beschloss der Stadtrat der Stadt Büren, die Mühle zu kaufen und sie zu einem Elektrizitätswerk umzubauen. Im Jahr 1908 wurde die 2600 Liter pro Sekunde fassende Wasserturbine eingebaut. Durch eine Fallhöhe des Wassers von 1,90 m konnte so maximal eine Leistung von 55 PS erreicht werden. Durch den steigenden Energiebedarf wurde der Elektrizitätsverband Büren-Brilon (EVBB) gegründet, dieser kaufte die Mühle im Jahre 1914. Der Mühlengraben wurde bei diesen Maßnahmen zum Teil verfüllt. 1916 wurde der Obergraben gebaut, um das Elektrizitätswerk mit mehr Wasser zu versorgen. Die Mühle wurde 1984 abgerissen.
Mittelmühle Büren | Niedermühle Büren | Weiner Mühle | Siddinghäuser Mühle | Hegensdorfer Mühle | Obermühle (Büren) | Lohmühle (Büren) | Sägemühle (Büren)
51.5504528.552395Koordinaten: 51° 33′ 2″ N, 8° 33′ 9″ O

Sittenfilm

Ein Sittenfilm ist ein Film, der unter dem Mantel der Aufklärung tabuisierte Themen, meist aus dem Bereich der Sexualität, behandelt.

Das Filmgenre der „Sittenfilme“ diente der erotischen Unterhaltung und erlebte in Deutschland seinen Höhepunkt ab etwa 1918, begünstigt durch die Tatsache, dass es zwischen November 1918 und Mai 1920 keine Filmzensur gab. Gegen Ende der 1920er-Jahre erlebte das Genre eine kurze Renaissance.
In ihrer dramaturgischen Struktur orientierte sich die Mehrzahl der Filme an Kriminalfilmen und dem Melodrama. Die Handlung diente aber nur als Motor zur Darstellung von genretypischen Schlüsselszenen wie Verführung, Entkleidung, Vergewaltigung, Fetischismus und sexueller Perversion. Im Mittelpunkt stand dabei nicht Freude an der Sexualität, sondern die Zwänge und die Gewalt, die sie auf Menschen ausübt.
Auch wenn der „Sittenfilm“ oft mit dem Aufklärungsfilm gleichgesetzt wird, unterscheidet er sich von diesem durch seinen exploitativen Charakter und die primär voyeuristische Zielrichtung der Inhalte.
„Der Sittenfilm heißt Sittenfilm, weil er als unsittlich gilt. Er macht der Staatsanwaltschaft gelegentlich Kummer, den Zuschauern auch. Wem er eigentlich Freude macht, habe ich bisher noch nicht herausfinden können.“

Georg Netzband

Georg Netzband (* 30. Juli 1900 in Berlin; † 7. April 1984 in Lindenberg im Allgäu) war ein deutscher Maler und Kunstpädagoge.

Georg Netzband leistete nach der mittleren Reife ab 1917 Hilfsdienst und ab Juli 1918 Kriegsdienst in Frankreich. Ende 1918 begann er das Studium an der Staatlichen Kunstschule Berlin in den Klassen von Georg Tappert (Graphik), Bernhard Hasler (Malerei) und Georg Walter Rössner (Zeichnen). 1919 stellte er erstmals bei der Großen Berliner Kunstausstellung im Raum der Novembergruppe aus. Seine Arbeiten wurden fortan dort regelmäßig gezeigt und auch in den Ausstellungen der Preußischen Akademie der Künste. 1921 machte er ein Zeichenlehrerexamen und war in den Folgejahren bis 1924 an der Reform des Zeichen- und Werkunterrichts beteiligt. Als Lehrer war er auf der Schulfarm Insel Scharfenberg und an Berliner Stadtschulen tätig. 1923 erfolgte die erste große Ausstellung der Ergebnisse des neuen Unterrichts, die von Hasler in eine Reform des Kunstunterrichts und der Kunstlehrerausbildung in Preußen eingebracht wurden. Im Jahr 1931 erhielt Netzband ein Stipendium der Stadt Berlin für einen Studienaufenthalt in Paris.
In der Zeit des Nationalsozialismus publizierte Netzband mehrere kleinere Bücher und wirkte bei der Erstellung von Lehrmaterialien der Reichsstelle für den Unterrichtsfilm mit. Er wurde mehrfach festgenommen und verhört. 1936 erhielt er wegen politischer Unzuverlässigkeit ein Ausstellungsverbot für die Preußische Kunstakademie und die Berliner Kunstausstellung. Im Jahr 1937 hatte er in der Berliner Galerie Gurlitt noch eine Einzelausstellung. Seine politischen Bilder steckte er in Blechbehälter, die er vergrub, und die dadurch diese Zeit überstanden.
Netzband wurde 1940 zur Wehrmacht eingezogen und kehrte 1947 kriegsversehrt aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft nach Lindenberg im Allgäu zurück. Von 1950 bis 1968 arbeitete er in West-Berlin als Kunstlehrer und Fachseminarleiter für Kunst und Werken im Lehrerseminar Berlin-Schöneberg, wobei er mit dem Fotografen Fritz Eschen drei fachdidaktische Schriften herausgab.
1968 zog er wieder ins Allgäu, seine Bilder wurden im In- und Ausland auf kleinen Ausstellungen gezeigt. Netzband erhielt 1981 das Bundesverdienstkreuz.

Fiqri Dine

Oberst Fiqri oder Fikre Dine (* 3. August 1897 bei Debar, Osmanisches Reich (heute Mazedonien); † 26. November 1960 in Brüssel) war eine albanische Militärperson und Ministerpräsident Albaniens im Zweiten Weltkrieg unter deutscher Besatzung. Er war Mitglied der Balli Kombëtar.
Fiqri Dine war das Familienoberhaupt des sunnitisch-moslemischen Dine-Clans aus Debar.
Oberst Fiqri Dine wurde am 18. Juli 1944 Ministerpräsident Albaniens. Er war beeinflusst von den Ideen Mehdi Bej Frashëris und Abaz Kupis. Frashëri nutzte Dines Verbindungen zur Legaliteti, um dessen Vorsitzenden Kupi in die Regierung miteinzubeziehen. Nachdem Generalkonsul Martin Schliep und Josef Fitzthum, Beauftragter des Reichsführers SS für Albanien, sauer über Dines Kontakte zu den Alliierten wurden, wurde Dine am 29. August nach nur 43 Tagen abgesetzt.
Nach dem Krieg arbeitete Fiqri Dine zusammen mit Muharrem Bajraktari für das Albanische Komitee in Paris. Dine floh von Jugoslawien in das Königreich Griechenland. Er starb im Jahre 1960 in Belgien.

Scotch Cup 1967

Der Scotch Cup 1967 war die 9. Austragung des Curling-Turniers und wurde vom 20. bis 23. März des Jahres in der schottischen Stadt Perth im Perth Ice Rink veranstaltet. Der Pokalwettbewerb trägt heute den Status der Curling-Weltmeisterschaft der Herren. Es war der letzte Scotch Cup, da im darauffolgenden Jahr daraus die Curling-Weltmeisterschaft der Herren wurde.
Der Scotch Cup wurde in einem Rundenturnier (Round Robin) zwischen den Mannschaften aus Schottland, Kanada, den Vereinigten Staaten, Schweden, Norwegen, Frankreich und der Schweiz ausgespielt. Vervollständigt wurde das Teilnehmerfeld durch die Bundesrepublik Deutschland. Die Spiele wurden auf zwölf Ends angesetzt.
Schottland konnte sich als letzte Mannschaft in die Siegerliste des Scotch Cup eintragen. Für Schottland war es der erste Erfolg in diesem Wettbewerb.

Skip: David Lampl Third: Günther Hummelt Second: Ottmar Paebst Lead: Rolf Klug
Skip: Jean Albert Sulpice Third: Maurice Sulpice Second: Phillipe Chambat Lead: Pierre Boan
Skip: Alf Phillips, Jr. Third: John Ross Second: Ron Manning Lead: Keith Reilly
Skip: Erling Brusletto Third: Erland Naess Second: Kare Oyo Lead: Einar Rebne
Skip: Chuck Hay Third: John Bryden Second: Alan Glen Lead: David Howie
Skip: Bob Woods Third: Totte Åkerlund Second: Bengt af Kleen Lead: Ove Söderström
Skip: Franz Marti Third: Ueli Stauffer Second: Peter Staudenmann Lead: Kurt Maier
Skip: Bruce Roberts Third: Tom Fitzpatrick Second: John Wright Lead: Doug Walker
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