Flugzeugabsturz bei Smolensk

Trümmer der verunglückten Maschine

Der Flugzeugabsturz bei Smolensk war ein Flugunfall am 10. April 2010, bei dem bei dichtem Nebel ein polnisches Flugzeug beim Landeanflug auf den Militärflugplatz Smolensk-Nord in der russischen Oblast Smolensk verunglückte. Bei dem Absturz einer der beiden Regierungsmaschinen der polnischen Luftstreitkräfte vom Typ Tupolew Tu-154 wurden alle 96 Insassen getötet. Zu den Passagieren gehörten Polens Staatspräsident Lech Kaczyński und seine Ehefrau Maria Kaczyńska, zahlreiche Abgeordnete des Parlaments, Regierungsmitglieder, hochrangige Offiziere, Kirchenvertreter, leitende Vertreter von Zentralbehörden sowie Vertreter von Verbänden der Opferangehörigen des Massakers von Katyn.

Am 7. April 2010 trafen sich anlässlich des 70. Jahrestages des Massakers von Katyn der russische Ministerpräsident Wladimir Putin und der polnische Ministerpräsident Donald Tusk in der Nähe des Dorfes Katyn bei einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung, die im Februar 2010 überraschend von Putin vorgeschlagen worden war.

Zu dieser Gedenkveranstaltung der beiden Regierungschefs wurde der Staatspräsident Polens nicht geladen. Kaczyński reiste am Samstag, den 10. April mit einer Delegation zu einer separaten polnischen Gedenkfeier, die jährlich am selben Ort anlässlich des am 13. April in Polen als Nationalgedenktag begangenen Tages der Erinnerung an die Katyn-Opfer stattfindet.

Kaczyński galt als Kritiker der russischen Politik und hatte beispielsweise zum 70. Jahrestag des deutschen Angriffs auf Polen auf einer Gedenkveranstaltung – in Anwesenheit Putins – geäußert, das „bolschewistische Russland“ habe Polen einen „Messerstich in den Rücken“ (nämlich durch den Hitler-Stalin-Pakt) versetzt, da die Rote Armee am 17. September 1939 in Ostpolen einmarschierte, während polnische Soldaten noch den deutschen Angreifern Widerstand leisteten.

Diese zweite Gedenkveranstaltung wurde von polnischer Seite vom Rat zum Schutz des Gedenkens an Kampf und Martyrium (Rada Ochrony Pamięci Walk i Męczeństwa) organisiert; beabsichtigt war u. a. die posthume Verleihung von Orden und staatlichen Auszeichnungen an die Opfer des Massakers. Das Flugzeug sollte auf dem Militärflugplatz Smolensk-Nord landen. Von dort aus war die Weiterreise der Passagiere zu dem etwa zwanzig Kilometer entfernten Ort der Gedenkfeier geplant.

Das Flugzeug startete um 07:27 Uhr MESZ (05:27 UTC) auf dem Chopin-Flughafen Warschau und stürzte um 10:41 Uhr Ortszeit (06:41 UTC) in einem Waldstück zwischen dem Ort Petschorsk und der Stadt Smolensk in Westrussland ab.

Etwa eine Stunde vor dem Unglück war eine Jakowlew Jak-40 der polnischen Regierung mit dem Tross des Präsidenten und Journalisten an Bord ohne Zwischenfall, aber unter bereits eingeschränkten Sichtbedingungen (aufkommender Nebel, tiefhängende Wolken) gelandet. Danach verschlechterten sich die Sichtbedingungen weiter. Eine russische Iljuschin Il-76 brach die Landung nach zwei Versuchen ab und flog dann den Flughafen Moskau-Wnukowo an.

Als sich das Flugzeug mit der Delegation des polnischen Präsidenten an Bord dem Flugplatz näherte, herrschte dichter Nebel. Obwohl die russischen Fluglotsen den polnischen Piloten Hauptmann Arkadiusz Protasiuk und Major Robert Grzywna empfahlen, Minsk oder Wizebsk anzufliegen, entschied der verantwortliche Flugzeugführer dennoch in Smolensk einen Anflugversuch zu unternehmen.

Der Anflug wurde trotz fehlender Sicht erst in einer Höhe von etwa 30 Metern über Grund abgebrochen, so dass es den Piloten nicht mehr gelang, die Maschine hochzuziehen. Das Flugzeug streifte Baumwipfel, prallte auf den Boden, zerbrach in mehrere Teile und geriet in Brand. Zwei der drei Flugschreiber wurden noch am 10. April geborgen und von russischen Experten ausgewertet. Der polnischen Seite wurden mehrere Abschriften der Flugschreiber übergeben.

Bei dem abgestürzten Flugzeug handelte es sich um eine Tupolew Tu-154M der polnischen Luftwaffe mit dem Luftfahrzeugkennzeichen 101. Es war eine von zwei Tu-154M im 36. Spezialtransportfliegerregiment (36 Specjalny Pułk Lotnictwa Transportowego). Sie trug linksseitig die Aufschrift „Rzeczpospolita Polska“ und rechts „Republic of Poland“. Die Maschine mit der Seriennummer 90A837, die ihren Erstflug am 29. Juni 1990 absolviert hatte, war mit drei im Heck befindlichen Triebwerken vom Typ Solowjow D-30 KU-154-II ausgestattet. Das Flugzeug hatte 5004 Flugstunden sowie 1823 Starts und Landungen hinter sich und war im Dezember 2009 bei der Aviakor-Flugzeugfabrik (russisch ОАО Авиако́р авиационный завод) in Samara generalüberholt worden.

Zur Avionik der Maschine gehörte ein Instrumentenlandesystem (ILS), das jedoch inkompatibel zu dem in Smolensk-Nord eingesetzten russischen System PRMG war. Zusätzlich verfügte das Flugzeug über ein Terrain Awareness and Warning System (TAWS), das eine ungewollte Annäherung an den Boden ausschließen soll (s.a. Enhanced Ground Proximity Warning System). Der Flughafen Smolensk-Nord fehlt allerdings in der zugehörigen Datenbank, so dass Warnungen vor verfrühtem Sinkflug in der Landephase (Premature Descent Alerts) dort nicht zur Verfügung stehen.

An Bord der Maschine waren sieben Besatzungsmitglieder und 89 Passagiere. Unter ihnen befanden sich neben Kaczyński und seiner Ehefrau weitere polnische Politiker und hochrangige Repräsentanten des Landes. Angehörige und Hinterbliebene von Todesopfern des Massakers von Katyn waren ebenfalls an Bord des Flugzeugs.

Kaczyńskis Leichnam wurde am 11. April 2010 nach Polen übergeführt. Der Sarg wurde in der Kapelle des Präsidentenpalastes in Warschau aufgebahrt. Maria Kaczyńskas Sarg erreichte wegen einer aufwändigeren Identifizierung zwei Tage später Warschau. Die Bürger konnten entlang einer Wagenkolonne Abschied nehmen und an den Särgen kondolieren. Am 17. April 2010 begannen die offiziellen Trauerfeierlichkeiten. Am Morgen um 08:56 Uhr wurde landesweit mit einer Schweigeminute gedacht. Auf dem Piłsudski-Platz in Warschau fand eine große Andacht statt. Dort wurde ein Altar aufgestellt, im Hintergrund waren großdimensionierte Bilder aller Absturzopfer abgebildet, und es wurden alle Namen der Opfer einzeln verlesen.

Die Beisetzung fand am 18. April 2010 in der Krakauer Marienkirche statt. Auf dem Marktplatz und vor Großleinwänden auf den Błonia-Wiesen und dem Sanktuarium Łagiewniki verfolgten rund 150.000 Menschen die Zeremonie. Es waren zahlreiche hochrangige Politiker aus dem Ausland eingeladen, die aber teilweise ihren Besuch wegen der Sperrung der meisten europäischen Flughäfen absagen mussten. Hierzu gehörten unter anderem die Schweizer Bundespräsidentin Doris Leuthard, US-Präsident Barack Obama und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Als Vertreter Deutschlands nahmen Bundespräsident Horst Köhler und Bundesaußenminister Guido Westerwelle an der Trauerfeier teil.

Das Ehepaar Kaczyński wurde auf der Burg Wawel in Krakau beigesetzt. Kardinal Stanisław Dziwisz, der als Metropolit von Krakau über Beisetzungen auf dem Wawel befindet, billigte auf Wunsch der Familie Kaczyński die Bestattung. Der Ort der Beisetzung ist in Polen umstritten, der Wawel ist eines der bedeutendsten nationalen Symbole und war einst politisches und religiöses Zentrum des polnischen Reiches. Kritiker monierten, der ehemalige Präsident hätte nicht neben Königen und Nationalhelden beerdigt werden sollen.

Ein Kreuz, welches zum Gedenken an die Opfer vor dem Präsidentenpalast aufgestellt wurde, war im August 2010 Anlass von Demonstrationen von Gegnern und Befürwortern des Kreuzes. Die Gegner forderten, dass das Kreuz seinen Platz in einer Kirche finden solle. Am 16. September 2010 wurde das Kreuz zunächst in die Kapelle des Präsidentenpalastes gebracht und später in die St.-Anna-Kirche.

Am 10. November 2010 weihte Erzbischof Kazimierz Nycz auf dem Warschauer Powązki-Friedhof ein Denkmal für die Opfer ein. Das Denkmal besteht aus einem weißen in zwei Hälften gebrochenen Granitblock, auf dessen Bruchstelle die Namen der Opfer stehen. Zu den Teilnehmern der Zeremonie gehörte Staatspräsident Komorowski, Jarosław Kaczyński nahm nicht teil.

Am 24. September 2012 wurde nach der Exhumierung zweier weiblicher Opfer des Absturzes bekannt, dass die sterblichen Überreste von Anna Walentynowicz und Teresa Walewska-Przyjałkowska vertauscht worden waren. Die Militärstaatsanwaltschaft hatte die Exhumierungen angeordnet, weil neue Unterlagen, die sie von der russischen Seite erhalten hatte, eine mögliche Falschidentifizierung durch Familienangehörige möglich erschienen ließen. Zuvor hatten bereits Exhumierungen dreier weiterer Opfer keine Unstimmigkeiten ergeben. Die Exhumierung der beiden Frauen war begleitet von Demonstrationen unter Teilnahme von PiS-Abgeordneten und Vorwürfen, dass die Regierung nur weitere Spuren vertuschen wolle. Die Militärstaatsanwaltschaft kündigte an, bis Ende 2012 weitere Exhumierungen vornehmen zu wollen.

Bis in die Gegenwart ist das polnisch-russische Verhältnis durch das Massaker von Katyn eingetrübt. 1990 hatte erstmals Michail Gorbatschow Stellung bezogen, indem er bestätigte, dass die Morde von sowjetischer Seite begangen wurden. Mit der Anwesenheit von Putin war die Katyn-Gedenkveranstaltung am 7. April 2010 die erste, an der ein Mitglied der russischen Führung teilnahm. Putin gedachte dort allgemein der „Opfer des Stalinschen Terrors“, was im polnischen Volk – in Erwartung einer nach wie vor ausstehenden Entschuldigung – teilweise verbittert aufgenommen wurde.

Angesichts des geografischen und inhaltlichen Zusammenhangs der Ereignisse Massaker und Flugzeugabsturz sprachen manche Kommentatoren vom „Fluch von Katyn“. Auch erste Reaktionen aus dem Volk, unter ihnen Aleksander Kwaśniewski und Lech Wałęsa, verglichen die Folgen des Flugzeugunglücks mit den Morden von 1940, da „erneut die politische Elite ums Leben gekommen“ sei. Kritische Stimmen wiesen darauf hin, dass der neue, teilweise Verlust der politischen Führung nur eingeschränkt Analogien zu dem damaligen Massaker aufweist und man diesen Vergleich aus Respekt für die Opfer der Mordaktion nicht überstrapazieren solle. So handelte es sich 1940 um insgesamt etwa 22.000 Menschen, die bewusst ermordet wurden. Ab 1945 fand der Wiederaufbau Polens unter diesen extrem erschwerten Bedingungen statt. Vor einem derartigen Neuanfang stehe das heutige Polen nicht. Trotz der Tragödie konnten die Amtsgeschäfte umgehend mit Stellvertretern besetzt werden; die politische und auch wirtschaftliche Situation blieben stabil.

Ein stetiges Anliegen Kaczyńskis war, die gemeinsame Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen: Bezogen auf das nationalsozialistische Deutsche Reich war das Symbol dafür der Warschauer Aufstand, im Hinblick auf die stalinistische Sowjetunion war es das Massaker von Katyn.

Im angespannten Verhältnis zwischen Russland und Polen reagierte der damalige russische Präsident Dmitri Medwedew auf das Unglück umgehend und setzte einen Tag Staatstrauer an. Auch teilte er mit, eine Untersuchungskommission für den Flugzeugabsturz unter dem Vorsitz von Ministerpräsident Putin einberufen zu haben; außerdem beauftragte er die Minister für Zivilschutz und Verkehr, Sergei Schoigu und Igor Levitin, die Absturzstelle persönlich zu begutachten. Die russische Generalstaatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren ein.

Weltweit kondolierten Staats- und Regierungsoberhäupter. Polens Ministerpräsident Donald Tusk kündigte eine Krisensitzung an, und für das gesamte Land wurde eine einwöchige Staatstrauer angeordnet. In Warschau versammelten sich tausende Trauernde, um vor dem Präsidentenpalast Blumen niederzulegen und gemeinsam zu beten. Die polnische Staatsanwaltschaft begann eigene Ermittlungen, um die Unfallursache zu klären.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew setzte noch am 10. April 2010 eine Regierungskommission zur Ermittlung der Unfallursache unter Leitung von Ministerpräsident Wladimir Putin ein. Die technische Unterkommission wird vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Sergei Iwanow geleitet.

Die Flugunfalluntersuchung nach dem Regelwerk der International Civil Aviation Organization (ICAO) führten Spezialisten der russisch dominierten Zwischenstaatlichen Luftfahrtkomitees durch. An der Untersuchung waren teilweise Fachleute der polnischen Behörde für Flugunfalluntersuchungen (Komisja Badania Wypadków Lotniczych Lotnictwa Państwowego) beteiligt.

Weitere Arbeitsgruppen waren mit der Identifizierung der Opfer und der strafrechtlichen Untersuchung beauftragt.

Am 19. Mai 2010 veröffentlichte die russische Untersuchungskommission einen vorläufigen Untersuchungsbericht. Eine Explosion oder ein Brand an Bord konnte ausgeschlossen werden. Die Triebwerke waren bis zum Unfall intakt.

Nach Feststellung der IAC hatte das Flugzeug 1050 Meter vor der Landebahn und 40 bis 45 Meter links von der Endanfluglinie einen ersten Kontakt mit Bäumen. 200 Meter weiter traf das Flugzeug einen weiteren Baum mit dem linken Flügel, rollte wegen einseitigen Auftriebsverlusts linksherum und prallte in Rückenlage auf den Boden auf, wobei es völlig zerstört wurde. Das Trümmerfeld erstreckte sich auf den Bereich von 350 bis 400 Meter vor der Landebahn und 150 Meter links der Endanfluglinie.

Am 1. Juni 2010 veröffentlichte das polnische Innenministerium auf seiner Webseite eine Abschrift der Aufzeichnungen des Flugschreibers im Cockpit. Die Auswertung ergab, dass es keinen Brand an Bord gab, keine Motorprobleme, keine Aussetzer bei der Bordnavigation und auch keinen Terroranschlag.

Der vorläufige Untersuchungsbericht des MAK wurde im Oktober 2010 an Polen übermittelt. Am 12. Januar 2011 wurde der Abschlussbericht in Moskau der Öffentlichkeit vorgestellt. Die zuständige polnische Behörde für Flugunfalluntersuchungen hatte bereits im Dezember etwa 150 Seiten mit Bemerkungen zum Untersuchungsbericht an Russland übergeben. Nach polnischen Angaben seien den polnischen akkreditierten Experten, welche die Untersuchungen begleiten sollten, zahlreiche wichtige Beweismittel vorenthalten worden. Polnische Hinweise auf Fehler der Fluglotsen sowie auf den zum Teil schlechten technischen Zustand der Ausrüstung des Flughafens als auch über fehlende Informationen über das Katastrophenmanagement und über Verlauf der Rettungsaktion wurden als unwichtig eingestuft.

Als unmittelbare Unfallursache nennt der Untersuchungsbericht, dass die Besatzung sich nicht rechtzeitig zum Anfliegen eines Ausweichflugplatzes entschied, obwohl sie über eine deutliche Unterschreitung der zulässigen Wetterminima in Smolensk informiert war, und dass sie ohne Erdsicht erheblich die Mindestsinkflughöhe unterschritt, ohne auf die TAWS-Warnungen zu reagieren. Deshalb wurde das Flugzeug durch Controlled flight into terrain zerstört und der Tod der Insassen verursacht. Die Kommission schließt aus flugpsychologischen Untersuchungen, dass die Anwesenheit des Oberbefehlshabers der polnischen Luftwaffe Andrzej Błasik im Cockpit den Kommandanten psychisch unter Druck gesetzt habe, trotz unangemessener Risiken einen Landeanflug zu versuchen. Als systemische Ursachen werden erhebliche Mängel in der Organisation des Flugbetriebs und in der Flugvorbereitung der Besatzung genannt. Neben der unzureichenden Vorbereitung und Ausbildung der Besatzung wies die MAK-Vorsitzende Tatjana Anodina darauf hin, dass Protokollchef Mariusz Kazana und Generalleutnant Andrzej Błasik das Cockpit vor dem Landeanflug aufgesucht hatten, was den Druck auf die Piloten erhöht hätte, „unter nicht angemessenen Bedingungen“ zu landen. Im Blut des Kommandeurs der polnischen Luftstreitkräfte Błasik seien 0,6 Promille Alkohol festgestellt worden. Ein Fehlverhalten der Fluglotsen sahen die russischen Ermittler nicht.

Der russische Report wurde von Seiten Polens heftig kritisiert. Jarosław Kaczyński, der Bruder des ums Leben gekommenen Präsidenten, sagte, die Darstellung bedeute „eine Verhöhnung Polens“. Ministerpräsident Donald Tusk nannte den Bericht unvollständig, weil darin die polnischen Anmerkungen nicht berücksichtigt worden seien. Polen stelle die wichtigsten Feststellungen des MAK aber nicht in Frage.

Der polnische Innenminister Jerzy Miller sagte in der Pressekonferenz am 18. Januar 2011, die polnische Seite wolle die Fehler der Piloten nicht beschönigen, im MAK-Bericht fehle aber vieles.

Die Fluglotsen hatten in den letzten zwei Minuten vor dem Unfall den Piloten sechsmal bestätigt, dass sie sich auf dem richtigen Kurs und in der richtigen Höhe zur Landebahn befinden. In Wirklichkeit habe die Abweichung in der Höhe teilweise 130 Meter und zur Seite 80 Meter betragen. Die Maschine habe bei diesen Angaben angesichts der schlechten Sicht keine Chance gehabt, die Landebahn zu treffen. Gleichzeitig hatte der Navigator an Bord übersehen, dass sich in der Einflugschneise eine langgezogene Talsenke befindet, was eine falsche Einschätzung der aktuellen Höhe und letztlich im kritischen Moment eine verzögerte Entscheidung über den Abbruch des Anfluges verursacht habe.

Den polnischen Experten zufolge hätten die Fluglotsen etwa elf Sekunden eher als geschehen die Piloten auffordern müssen, die Maschine hochzuziehen.

Der russische Untersuchungsbericht weist dagegen darauf hin, dass die Luftverkehrskontrolle den von der Besatzung geforderten Anflugversuch nur bis zu einer Höhe von 100 Meter über Grund freigegeben und keine Landefreigabe erteilt habe. Aufgrund der Regelungen des russischen Luftfahrthandbuchs für internationale Flüge liege die Verantwortung für die Sicherheit ausschließlich bei der Besatzung, die über die Unterschreitung der Wetterminima informiert gewesen sei.

Nach den polnischen Veröffentlichungen mit bisher unbekanntem Ton- und Filmmaterial aus Smolensk publizierte anschließend das Zwischenstaatliche Luftfahrtkomitee (MAK) am 18. Januar 2011 in Moskau das komplette Stenogramm der Gespräche der russischen Fluglotsen aus dem Tower, das auf eine angespannte, chaotische Atmosphäre und auf einen direkten Druck auf die Lotsen hinweist. Die russische Regierung wollte den Eindruck vermeiden, sie habe Präsident Kaczyński die Reise nach Katyn verboten.

Die polnische Untersuchungskommission für Flugunfälle (Komisja Badania Wypadków Lotniczych Lotnictwa Państwowego – KBWLLP) legte am 29. Juli 2011 ihren Abschlussbericht zu den Absturzursachen vor. Die Medien schrieben fortan unter Bezug auf den Auftraggeber, Innenminister Jerzy Miller, kurz vom „Bericht der Miller-Kommission“.

Demnach war das Unterschreiten der Mindestentscheidungshöhe mit einer zu hohen Sinkrate in schlechten Wetterbedingungen ohne Sichtkontakt zum Boden sowie der verspätete Abbruch des Landeanfluges ursächlich für den Unfall (S. 318). Als weitere Umstände, die zu dem Unfall beigetragen haben, werden angeführt: Die Piloten hätten beim Anflug einen falschen Höhenmesser (Funkhöhenmesser statt des barometrischen Höhenmessers) benutzt, der nicht die Höhe über der Landebahn, sondern über dem Boden maß. Es wurde versäumt, auf die Anweisung „pull up“ des TAWS zu reagieren. Es wurde versucht, den Abbruch des Landeanfluges im Automatikmodus durchzuführen, obwohl die technischen Voraussetzungen am Flughafen nicht gegeben waren. Die (russische) Anflugkontrolle habe der Besatzung die korrekte Position des Flugzeuges in Relation zur Landebahn und zum Gleitweg bestätigt, obwohl sich das Flugzeug tatsächlich außerhalb der zulässigen Toleranzen befand. Die Anflugkontrolle versäumte es außerdem, die Besatzung rechtzeitig zum Abbruch des Landeanfluges aufzufordern. Als mitbeteiligte Faktoren werden mangelhaftes Training, mangelhafte Koordination innerhalb der Besatzung, mangelhafte Flugvorbereitung, mangelhafte Zusammenstellung der Besatzung und diverse weitere Organisationsmängel genannt. Insgesamt stellt die Kommission auf den Seiten 300–314 über 160 einzelne Mängel im Zusammenhang mit dem Unglücksflug fest.

Im Gegensatz zum russischen Bericht geht nach Ansicht der polnischen Ermittler der Absturz teilweise auch auf Fehler der russischen Seite zurück. Neben den angeführten Fehlern der russischen Anflugkontrolle wird auch festgestellt, dass die Landebahn schlecht beleuchtet und die Sicherheitszone vor der Landebahn unzureichend von Bäumen und Sträuchern befreit waren.

Die Anwesenheit dritter Personen im Cockpit wird im Bericht nicht thematisiert. Zwar ist eine gelegentliche Kommunikation zwischen Passagieren und der Besatzung dokumentiert, Zusammenhänge zwischen der Anwesenheit hochrangiger Personen und dem Unfallgeschehen werden aber nicht hergestellt. Auch dies ist ein auffälliger Gegensatz zum russischen Bericht.

Der polnische Verteidigungsminister Bogdan Klich trat aufgrund der im Bericht angeführten Mängel im Zusammenhang mit dem Flugzeugunglück von Smolensk zurück.

Am 16. Januar 2012 hat die polnische Militärstaatsanwaltschaft in einer Pressekonferenz die Untersuchungsergebnisse des Institutes für Gerichtsanalysen in Krakau (Instytut Ekspertyz Sądowych im. prof. Jana Sehna) vorgestellt, in denen anhand der erneuten Untersuchungen der Aufzeichnungen der Flugschreiber nachgewiesen wurde, dass die General Błasik im MAK-Bericht zugeschriebene Stimme die Stimme des zweiten Piloten Major Robert Grzywna ist. Somit gibt es keine Beweise für die Anwesenheit Błasiks im Cockpit. Der russische Untersuchungsbericht hatte die Anwesenheit Błasiks für gegeben angesehen, da seine Leiche in der Nähe des Cockpits gefunden worden war. Überdies war Błasik nach einer erneuten Untersuchung im Auftrag der polnischen Staatsanwaltschaft nicht angetrunken, sondern nüchtern.

Am 15. April 2015 gab der Nachrichtensender TVN24 bekannt, dass die Untersuchungsjournalisten im Bericht der Sachverständigen für die Militärstaatsanwaltschaft erfahren haben, dass die Mitglieder der Pilotencrew über keine genügende Erfahrung betr. Tu-154M verfügten. Nur der erste Pilot verfügte über rudimentäre Russischkenntnisse. Ihre Zeugnisse waren gefälscht. Im Oktober 2015 bekräftigte die Militärstaatsanwaltschaft, dass „falsches Verhalten der Besatzung“ der Grund für den Absturz gewesen sei. Die Militärstaatsanwaltschaft wurde wenig später vom neuen Verteidigungsminister Antoni Macierewicz aufgelöst, die Untersuchung der zivilen Staatsanwaltschaft übertragen.

Kurz nach dem Absturz wurden (speziell aus nationalkonservativen Kreisen) Vermutungen geäußert, dass es sich beim Flugzeugabsturz um ein Attentat auf Präsident Kaczyński gehandelt haben könnte. So wurde etwa spekuliert, dass die russische Seite das Navigationssystem gestört hätte oder dass das Flugzeug mittels Laserstrahlen oder einem elektromagnetischen Puls zum Absturz gebracht worden sei. Die Ansicht, das Flugzeug sei absichtlich zerstört worden, hält sich in der Anhängerschaft der PiS („Recht und Gerechtigkeit“) und ihr nahe stehender Kreise bis heute. Aufsehen erregte ein Film, der mit einem Smartphone kurz nach dem Unfall an der Absturzstelle aufgenommen und bald auf YouTube zu sehen war. Der etwa eineinhalb Minuten lange Film zeigt das zerstörte Wrack der Tu-154, zu hören sind Sirenen und Geschrei. Verschwörungstheoretiker, darunter auch Antoni Macierewicz und Zbigniew Girzyński, glauben, auf dem Film Schüsse zu hören und die Silhouetten von Russen zu erkennen, welche Überlebende des Unglücks exekutieren. Der Film tauchte schnell in zahlreichen bearbeiteten Fassungen auf, welche die Aufmerksamkeit auf die vermeintlichen Schüsse und Exekutoren lenken sollten. Der polnische Inlandsgeheimdienst ABW und Wissenschaftler konnten dies jedoch nicht verifizieren.

Infolge der Zweifel an der offiziellen Version der Geschehnisse wurde im Juli 2010 von PiS-Parlamentsabgeordneten eine Parlamentariergruppe unter Vorsitz von Antoni Macierewicz gegründet, welche den Flugzeugabsturz untersuchen und aufklären sollte. Die Gruppe präsentierte am 10. August 2012 einen Untersuchungsbericht. In diesem wurde nicht nur die Regierung aus den zuvor genannten Gründen für die Katastrophe mitverantwortlich gemacht, sondern auch auf Grundlage der Untersuchungen von im Ausland lebenden polnischen Wissenschaftlern, die als unabhängige Experten herangezogen worden waren, behauptet, dass der Absturz nicht so vor sich gegangen sein könne, wie es die offizielle Version darstelle. Vielmehr sei von einem Anschlag auszugehen, da das Flugzeug vor dem Absturz von zwei Explosionen erschüttert worden sei. Der Bericht stützt sich wesentlich auf einen im April 2012 von der australischen Firma Analytical Service Company Ltd. des Exilpolen Grzegorz Szuladziński erstellten Untersuchungsbericht, nach dessen Veröffentlichung Antoni Macierewicz von einem „kaltblütigen Mord“ und einer Mitwisserschaft der Regierung Tusk sprach und Jarosław Kaczyński die Flugzeugkatastrophe mit den Anschlägen vom 11. September 2001 verglich und auf möglicherweise polnische Urheber zurückführte. Der Journalist Tomasz Machała, der unter anderem für den Fernsehsender TVN24 und die Wochenmagazine Wprost und Newsweek Polska arbeitet, zog die Glaubwürdigkeit des „Szuladziński-Berichts“ in Zweifel und wies darauf hin, dass die Firma Analytical Service Company Ltd. ihren Sitz in einem Privathaus habe und von Szuladziński und seiner Ehefrau als Zwei-Personen-Betrieb mit einem Stammkapital von zwei australischen Dollar geführt werde, was als Hinweis auf die mangelnde Seriosität der Expertise gewertet wurde.

Die Parlamentariergruppe unter Antoni Macierewicz verbreitete im Zeitraum 2010 bis 2014 viele, oft widersprüchliche Theorien über die Ursachen der Katastrophe, wie künstlicher Nebel, eine Wolke aus Helium, eine oder mehrere Sprengladungen im Flugzeugrumpf, ein von der Erde gesteuertes Ausschalten aller Bordanlagen usw. Der Zusammenstoß mit einer Birke, der zum Verlust des linken Flügels führte, wurde heftig verneint. Im Oktober 2013 sorgte einer der Experten Macierewiczs für Aufsehen, als er einräumen musste, dass er ein von ihm zitiertes russisches Dokument in Wirklichkeit nie gesehen habe, dass es keinerlei Beweise für dessen Existenz gebe und er bei einer Sendung des nationalkatholischen Kanals Trwam nur mit einem gewöhnlichen Blatt Papier gewedelt habe.

Außenminister Radosław Sikorski nannte Macierewicz aufgrund dessen vehementer Verbreitung einer Anschlagstheorie im April 2012 einen „Hysteriker und Stümper, der Polen und Russen sowie unsere beiden Länder gegeneinander aufhetzt“, und erinnerte daran, dass sogar Präsident Kaczyński wenig Vertrauen in Macierewiczs Arbeit gehabt habe.

Am 27. Oktober 2012 wurde der Bordtechniker Remigiusz Mus erhängt aufgefunden. Mus war 2010 eine Stunde vor dem Präsidentenflugzeug in einer polnischen Jak-40 mit Journalisten an Bord in Smolensk gelandet. Er soll in Vernehmungen ausgesagt haben, er habe vor dem Absturz Explosionen gehört.

Am 27. März 2015 veröffentlichte die polnische Militärstaatsanwaltschaft einen Bericht, in dem die Attentatstheorien nicht bestätigt werden. Die Hauptschuld am Absturz wird in diesem Bericht den polnischen Piloten, die im Nebel zu tief geflogen seien, sowie zwei russischen Flughafenmitarbeitern, die den Flughafen Smolensk trotz des Nebels nicht geschlossen haben sollen, gegeben.

Am 7. April 2015 erschien im kommerziellen Rundfunksender RMF FM eine Nachricht, dass aufgrund der Auswertung einer neuen, mit achtmal höheren Auflösung erfolgten Überspielung der Tonaufnahme vom Flugschreiber mit einem um 1/3 erweiterten Inhalt neue Tatsachen festgestellt wurden.

Der seit dem 6. August 2015 amtierende neue polnische Staatspräsident Andrzej Duda forderte im November 2015 eine Neuuntersuchung der Absturzursache. In einem Brief an die Teilnehmer einer Konferenz zu dem Flugzeugabsturz erklärte er, bei dem Bericht der Miller-Kommission handle es sich nur um „Hypothesen, die aber einer Konfrontation mit Fakten nicht standhalten“. Die Untersuchung müsse also als „nicht abgeschlossen“ betrachtet werden. An der Konferenz nahmen Wissenschaftler und Publizisten teil, die Antoni Macierewicz, mittlerweile zum Verteidigungsminister ernannt, damit beauftragt hatte, Beweise für die These vorzulegen, dass nur „Explosionen im Inneren der Konstruktion“ als Absturzursache in Frage kommen. Wenige Tage später nahm das Innenministerium die Webseite mit dem Bericht der Miller-Kommission aus dem Internet.

Am 4. Februar 2016 hat der Verteidigungsminister der PiS-Regierung, Antoni Macierewicz, eine neue Kommission mit bis etwa 60 Mitgliedern unter der Leitung von Wacław Berczyński berufen. Als Berczyńskis Vertreter wurden Bogdan Gajewski und Kazimierz Nowaczyk ernannt. Vorläufig zählt die Kommission achtzehn Mitglieder. Macierewicz erklärte, die Kommission solle den Beweis für das „Auseinanderbrechen des Flugzeuges in der Luft“ aufgrund von Explosionen erbringen. Der über die Untersuchung Dienstaufsicht führende Justizminister Zbigniew Ziobro, in Personalunion Generalstaatsanwalt, erklärte zu Presseberichten über die von Macierewicz vertretene These einer Explosion an Bord des Flugzeuges, „dass darüber nicht vorab geurteilt werde“.

Der erste öffentliche Auftritt aller Kommissionsmitglieder fand am 15. September 2016 im Ministerium für Nationale Abwehr statt. Die Journalisten konnten die Aussagen einzelner Kommissionsmitglieder anhören, aber keine Fragen stellen.

Parlamentspräsident Bronisław Komorowski übernahm entsprechend Artikel 131 der polnischen Verfassung bis zur Wahl eines neuen Präsidenten die Kompetenzen des Präsidenten. Am 4. Juli 2010 wurde er zum neuen Präsidenten gewählt. Unter den Opfern waren zwei Kandidaten für die bevorstehenden Präsidentenwahlen: Neben Amtsinhaber Kaczyński der Sozialdemokrat Jerzy Szmajdziński, der für die SLD antreten sollte.

Unter den Opfern des Flugunfalls waren auch zwei Vizepräsidenten und zwölf weitere Abgeordnete des Sejms sowie ein Vizepräsident und zwei weitere Mitglieder des Polnischen Senats. Viele der Opfer, auch wenn sie nicht der PiS angehörten, waren wie Kaczyński nationalkonservativ eingestellt.

Der ehemalige polnische Staatspräsident Lech Wałęsa kritisierte, dass so viele wichtige Persönlichkeiten gleichzeitig in einem Flugzeug geflogen waren, und verlangte Regeln, die das in Zukunft verhindern sollten. Die bis zu diesem Zeitpunkt bestehenden Regelungen besagen, dass Staatspräsident, Ministerpräsident und Parlamentspräsident nicht im selben Flugzeug reisen dürfen.

Nach Presseberichten befürchtete man in den polnischen Nachrichtendiensten, dass einige der Opfer geheime Dokumente mit sich geführt hätten und diese von der russischen Seite aus den Trümmern geborgen worden seien. Verteidigungsminister Bogdan Klich dementiert diese Möglichkeit aber.

Die Flugzeugkatastrophe führte zu einer noch stärkeren Polarisierung des politischen Lebens in Polen. Während Oppositionsführer Jarosław Kaczyński als Kandidat für das Präsidentenamt bei den nachfolgenden Wahlen versöhnliche Töne anschlug und forderte, den „polnisch-polnischen Krieg“ zu beenden, begann nach seiner knappen Niederlage wieder ein scharfer Konflikt zwischen dem Regierungs- und Oppositionslager um die Deutung der Flugzeugkatastrophe. Die PiS und mit ihr verbundene nationalkonservative Kräfte warfen der Regierung Tusk vor, für den Absturz mitverantwortlich zu sein, da Präsident Kaczyński zur Trauerfeier am 7. April nicht eingeladen war und hierdurch der Termin einer separaten Gedenkveranstaltung am 10. April überhaupt erst zustande gekommen war. Zudem wurde die Vermutung geäußert, dass die russischen Behörden etwas zu vertuschen hätten und die Katastrophe deswegen nicht wirklich aufgeklärt worden sei; der Regierung Tusk wurde vorgeworfen, diesbezüglich zu nachgiebig gegenüber der russischen Seite gewesen zu sein.

Der Regierung sowie dem neuen Präsidenten Bronisław Komorowski wurde mehrfach die Legitimität abgesprochen, Polen zu regieren. So fehlte Jarosław Kaczyński bei der Vereidigung Komorowskis mit der Begründung, dies sei für ihn kein Feiertag der Demokratie, da Komorowski aufgrund des Todes seines Bruders Präsident geworden sei. Zuvor hatte Kaczyński bereits gesagt, Komorowski sei „aus Versehen“ vom Volk gewählt worden. Das nationalkonservative Spektrum, das nach Meinung von Politologen ohnehin einen Hang zu Verschwörungstheorien und zur Polarisierung hat, nahm die Flugzeugkatastrophe und die vermeintliche Verwicklung der Regierung Tusk zum Anlass, die bereits zuvor bekannte Rhetorik vom „richtigen“ bzw. „wahren“ Polen (nationalkonservative und religiöse Kreise) und „Verrätern“ (die Regierung Tusk bzw. die Bürgerplattform) zu verschärfen. Der Parteiausschluss gemäßigter PiS-Mitglieder, darunter Joanna Kluzik-Rostkowska und Paweł Poncyliusz, die Architekten der unerwartet erfolgreichen Wahlkampagne Jarosław Kaczyńskis, sowie die Abspaltung gemäßigterer Gruppierungen unter den Namen Polska Jest Najważniejsza und Solidarna Polska beschleunigte eine Radikalisierung der PiS, die Beobachter bald ins Sektiererische abgleiten sahen. Auf einer Kundgebung zum zweiten Jahrestag der Flugzeugkatastrophe, die vor dem Präsidentenpalast in Warschau stattfand und von der rechtsgerichteten Gazeta Polska organisiert wurde, ließ sich Jarosław Kaczyński als „wahrer Premierminister Polens“ ankündigen und bekräftigte die Absicht, eine von dunklen Mächten und korrupten Seilschaften gesäuberte „Vierte Republik“ zu errichten.

Als im September 2012 durch die Ergebnisse von Exhumierungen bekannt wurde, dass die sterblichen Überreste von Anna Walentynowicz und Teresa Walewska-Przyjałkowska vertauscht worden waren, wies Jarosław Kaczyński der damaligen Gesundheitsministerin Ewa Kopacz, Premierminister Tusk und Präsident Komorowski die Verantwortung hierfür zu, da die versiegelten Särge nach der Rückführung nach Polen nicht mehr geöffnet worden und keine Obduktionen der Opfer durchgeführt worden seien, und forderte sie auf, die Politik zu verlassen.

2012 wurde der Unfall als zehnte Folge der 12. Staffel als Death of the President auf Englisch und als Der Absturz des polnischen Präsidenten auf Deutsch bei der kanadischen Fernsehserie Mayday – Alarm im Cockpit nachgestellt.

Ebenfalls 2012 wurde ein Dokumentarfilm unter dem Titel „Anatomia upadku“ (Anatomie eines Absturzes) unter der Regie von Anita Gargas gedreht, in dem die Anschlagstheorie von Antoni Macierewicz vertreten wird.

Im Zeitraum von 2013 bis 2015 wurde unter der Regie von Antoni Krauze ein Spielfilm „Smoleńsk“ gedreht. Die Filmpremiere war im September 2016 in der Warschauer Oper. Krauze erklärte, das Drehbuch richte sich nach den Ergebnissen der Macierewicz-Kommission, Lech Kaczyński sei wegen seiner Intervention zugunsten der Georgier im Kaukasuskrieg 2008 „bestraft“ worden.

Schon bei einem früheren Flugunfall in der polnischen Geschichte kam die politische Führung ums Leben, als am 4. Juli 1943 der erste Ministerpräsident der polnischen Exilregierung und Oberbefehlshaber der polnischen Streitkräfte Władysław Sikorski bei einem Flugzeugabsturz nahe Gibraltar starb. Seit Sikorskis Tod wurde wegen seiner beharrlichen Forderung nach Aufklärung des Massakers von Katyń ein Attentat auf ihn vermutet.

Premierminister Leszek Miller überlebte im Dezember 2003 den Absturz seines Hubschraubers nahe Warschau. Im Januar 2008 stürzte eine polnische Militärmaschine ab, wobei alle 20 Insassen ums Leben kamen. Lech Kaczyński unterbrach damals sofort seinen Staatsbesuch in Kroatien und ordnete eine dreitägige Staatstrauer in Polen an.

Stefen Chow

Stefen Chow, (Chinese: 赵峰;born 1980, Kuala Lumpur, Malaysia), a Singapore raised photographer and artist currently based in Beijing, China. His work is widely published and exhibited internationally. In 2013, Stefen’s portrait of iconic Chinese artist and activist Ai Wei Wei was awarded at the World Press Photo. Stefen frequently collaborates with economist Hui-Yi Lin using extensive data and research to produce long term visual projects. One of their prominent projects is “The Poverty Line”, a visual project that contextualise global poverty. The Museum of Contemporary Photography in Chicago and the Central Academy of Fine Arts Museum in Beijing has acquired works to their permanent collection.

Stefen Chow was tasked with the role of being the team’s photographer for the National University of Singapore (NUS) Centennial Everest Team in 2002-05. After the team successfully summited Mount Everest in 2005, Stefen decided to shoot professionally after meeting New York based UN photographer John Isaac and getting a positive review of his portfolio.

In 2007, Stefen left for New York City to assist professional photographers and take classes at the International Center of Photography. He studied under photographer Amy Arbus, daughter of Dianne Arbus. Stefen also attended the Eddie Adams Workshop. He shifted to Beijing in 2008 and has been based there since.

Using data and extensive research, Stefen’s works take social and economic themes and translate them into visual art.

The is an ongoing project which began in China in 2010 and has since expanded to 28 countries across 6 continents. The Poverty Line uses food as a base to examine the choices a person living at the poverty line would face. Stefen is the co-creator of the project together with Hui-Yi Lin, an economist.

Quoted from the website:

“ The project takes a typological photographic approach over time. Each country’s figure is based on their poverty line definition and official national statistics to derive a per capita per day rate, with household food expenditure incorporated for developed countries. Food is then procured from local markets using that monetary amount. Every individual piece of work is photographed with the food items placed on local newspapers purchased on the day of the shoot, with the dimensions and lighting carefully measured to have a uniform aesthetic across time and geographical spread. The result is a large typological photographic statement that addresses the complex issues of global poverty using economics, photography and food choices. „

The project has been featured by multiple international print and online publications and exhibited as large scale installations in many prominent galleries and institutions.

is a project which talks about the tensions between a need and a want, from the haves and the have-nots. By comparing the value between a luxury item over a daily necessity, the project aims to invoke the question of equality in the viewer’s mind.

is an aerial survey of 100 playgrounds spread across Singapore, which are then arranged and according to the subway map of the city on its website. The project was supported by the SG50 celebration fund. Photographed using a drone, the aerial view of playgrounds in Singapore is visually stunning, allowing viewers to see the playgrounds in Singapore in a new light. According to the research done by Stefen Chow and his collaborator Lin Hui Yi, there are about 1500 playgrounds in Singapore and this project has chosen 100 public playgrounds across Singapore to feature.

2015 “deTour”, PMQ, Hong Kong

2015 “L’exposition MONEY – Les Nuits Photographiques”, Le Pavillon Carré de Baudouin, Paris

2015 “Second Photo Biennial – Unfamiliar Asia”, CAFA Museum, Beijing

2015 “The Poverty Line”, Studio 94, Taipei

2012 “Caochangdi PhotoSpring: Arles in Beijing”, Three Shadows Gallery, Beijing

2012 „3D in 4 Continents“, Arts House, Singapore

2011 “The Poverty Line – China“, Newton Circus, Singapore

2006 “Climbing the Human Spirit – an Everest Journey”, The National Library, Singapore

2015 “Observations of the Ordinary by Chow3”, ION Art gallery, Singapore

2015 “Picturing Change: Visual Culture and the Art of Advocacy”, White Box Publika, Malaysia

2013 “WYNG Masters Award”, Artistree, Hong Kong

2013 “China Stories”, Museum of Modern Art, Tblisi, Georgia

2012 “Transience”, China House, Penang

2011 “Moment of Recognition”, International Center of Photography, New York

2011 “Photography Open Salon”, Galerie Huit, Arles

2009 “Prix de la Photographie”, Espace Dupon Gallery, Paris

2009 “Life and Dreams – Pingyao International Photography Festival”, China

2006 “Ngee Ann Photographic Exhibition”, Singapore

2005 “HYPE”, The Arts House, Singapore

2015 Nikon Photography Awards, Shanghai

2015 LIGHT & LIFE, National Geographic Live and Nanyang Technological University, Singapore

2015 Light in Your Heart, Shin Kong Insurance, Taiwan

2014 Head of Jury, Crowbar Awards, Photography, Singapore

2013 Nikon Photography Awards, Tokyo

2013-2015 Photography Director and Jury, The Other Hundred, Hong Kong

2006 – 2016 The Noise Award, National Arts Council, Singapore

2015 Picturing Poverty Conference, University of Science Po, Paris

2015 BODW, Hong Kong

2015 TEDxKyoto, Kyoto

2015 TEDxTaipei, Taipei

2015 LIGHT & LIFE, Nanyang Technological University, Singapore

2015 National Taiwan University, Taiwan

2014 APEC Women Leadership Summit, Beijing

2014 TEDxKL, Kuala Lumpur

2012 Global Talent Search, TED @ Shanghai

2012 School of Visual Arts

2008 TEDxBeijing, Beijing

2015 Outstanding Alumni, Temasek Junior College, Singapore

2014 Nominated, Young Global Leaders, World Economic Forum

2013 2nd Prize, World Press Photo, Amsterdam

2013 Nominated, Prix Pictet, Switzerland

2013 Finalist, WYNG Contemporary Art Prize, Hong Kong

2013 Winner, AI-PI, Latin American Fotografia

2011 Grand Prize, Arles Open Photography Salon, Galerie Huit, Arles

2010 1st Prize, Shipyards, Advertising, PX3, Paris

2010 Winner, World in Focus, National Geographic, New York

2010 Honorable Prize, China Workers, Px3, Paris

2009 3rd Prize, Photojournalism, Sports, PX3, Paris

2008 Winner, Eddie Adams Workshop, New York

2008 Winner, PDN Billboard Contest, New York

2008 Honorable Mention, International Photo Awards, New York

2008 Singapore Hero, Fortis, Singapore

2007 Young Outstanding Alumni, National University of Singapore

2006 Named Asia’s Finest Photographers, Nikon

José Contreras

José Ariel Contreras Camejo (né le 6 décembre 1971 à Las Martinas, Cuba) est un lanceur droitier des Red Sox de Boston de la Ligue majeure de baseball.

Il compte une sélection au match des étoiles en 2006 et est un gagnant de la Série mondiale 2005 avec les White Sox de Chicago. À l’origine lanceur partant, il est converti en releveur par les Phillies de Philadelphie en 2010.

Avec l’équipe de Cuba, il remporte le titre olympique en 1996 et enlève une médaille d’argent en 2000. Sacré trois fois athlète cubain de l’année, il fuit Cuba en octobre 2002 à l’occasion d’un déplacement au Mexique. Il s’engage avec les New York Yankees le .

Contreras effectue ses débuts en ligues majeures le 31 mars 2003, signant sept victoires pour deux défaites en dix-huit matches joués, dont neuf comme lanceur partant en saison régulière. Il prend part à la Série mondiale 2003 comme lanceur de relève à l’occasion de quatre rencontre (6,1 manches lancées).

Commençant la saison 2004 avec les Yankees, il est échangé aux White Sox de Chicago le 31 juillet. Une rupture du tendon d’Achille le contre les Red Sox de Boston met un terme à sa saison 2008.

Le 31 août 2009, Contreras est échangé aux Rockies du Colorado pour le lanceur Brandon Hynick.

Devenu agent libre après la saison 2009, il signe le 28 janvier 2010 un contrat d’un an avec les Phillies de Philadelphie, qui prévoient l’utiliser comme lanceur de relève. Il apparaît dans 67 matchs durant la saison, à chaque fois en relève. Sa fiche est de 6-4 avec une moyenne de points mérités de 3,34. Il enregistre son premier sauvetage en carrière le 15 mai à Milwaukee, et protège quatre victoires des Phillies en l’absence du stoppeur attitré Brad Lidge, blessé.

Le 15 novembre 2010, Contreras accepte une nouvelle entente de deux saisons avec les Phillies.

Après son départ de Philadelphie, il apparaît dans 7 matchs des Pirates de Pittsburgh en avril et mai 2013. En juillet de la même année, après avoir été libéré par les Pirates, il rejoint les Red Sox de Boston.

House of Secrets

House of Secrets (dt. Haus der Geheimnisse) ist der Name mehrerer Comicserien, die zwischen 1956 und 1998 beim US-amerikanischen Verlag DC-Comics erschienen.

Alle Serien, die unter dem Titel House of Secrets veröffentlicht wurden, erzählten Geschichten, die den Bereichen Grusel- und Schauergeschichten, Horror und Mystery zuzurechnen sind. Dabei enthielt jede Ausgabe mehrere, voneinander losgelöste Geschichten, die von verschiedenen Protagonisten, die in verschiedenen Szenarien verschiedene Abenteuer durchlebten, handelten, und zumeist auch von verschiedenen Kreativ-Teams gestaltet wurden. Die Popularität der House of Secrets-Serie bescherte ihr schließlich einen Ableger mit der demselben Konzept verpflichteten Reihe House of Mystery. Beide Serien sind in allen ihren Inkarnationen eng miteinander verwoben.

Die erste House of Secrets-Serie, die es auf achtzig Ausgaben brachte, wurde im Dezember 1956 gestartet und erschien zunächst bis zum Oktober 1966. Zu den beliebtesten und dauerhaftesten Features der Serie zählten dabei unter anderem die Reihe um den Zauberer Mark Merlin, die makaberen Eskapaden des schizophrenen Astronomen Eclipso (Hero and Villain in One Man!, ab Ausgabe #61, August 1963) und die wechselhaften Erlebnisse von Prince Ra-Man the Mind Master (ab Ausgabe #73, Oktober 1965). Weitere Features waren Peter Puptent, Explorer, Dolly and the Professor, Doctor Rocket und Moolah the Mystic.

Nach der vorläufigen Einstellung von House of Secrets aufgrund schwindender Verkaufszahlen wurde die Serie vom Verlag zunächst in eine „redaktionelle Überarbeitungspause“ versetzt. Diese dauerte drei Jahre an, bis die Serie im September 1969 unter Fortführung der alten Nummerierung mit Ausgabe #81 wieder aufgenommen wurde. Diesmal lief die Serie neun Jahre, bis sie mit der Ausgabe #154 vom November 1978 erneut abgesetzt wurde.

Zu den Neuerungen, die die Serie nach ihrer Wiederaufnahme erfuhr, gehörte insbesondere der „Gastgeber“ der Serie, ein Mann namens Abel, der sich unter Durchbrechung der Vierten Wand direkt an die Leser wandte und in jeder Ausgabe aufs Neue die einzelnen, voneinander unabhängigen Storys durch eine metadiegetische Rahmenhandlung zusammenhielt. Das House of Mystery, bislang nur ein Titel, der um seines Schaudergefühle evozierenden Wohlklanges gewählt worden war, wurde nun innerhalb der Fiktion der Serie zu einem gegenständlichen Konzept ausgebaut, indem man ein innerhalb der Imagination der Serie materiell vorhandenes Haus, das Abel als House of Secrets bezeichnete, zu Abels Zuhause und zum Schauplatz der Rahmenhandlung machte.

Die Figur des Abel erwies sich dabei als dermaßen populär, dass er auch als Erzähler der Serie Plop! (eine Satirereihe) benutzt wurde. Die Schwesterserie von House of Secrets, House of Mystery, bekam passenderweise Abels Bruder Cain (Kain) als Erzähler zugewiesen. Zu den populärsten Künstlern, die in diesen Jahren an der Serie arbeiteten, zählten die Zeichner Neal Adams, Bernie Wrightson und Mike Kaluta, sowie der Autor Len Wein. Die zweifelsohne bekannteste und beliebteste Reihe, die in jenen Jahren innerhalb der Serie erzählt wurde, war Swamp Thing, das die gruselige Mär von den Erlebnissen des gleichnamigen Ding aus den Sümpfen beginnend mit Ausgabe #92 (Juli 1971) von Monat zu Monat fortsponn.

Im Oktober 1996 startete bei DCs verlagseigenen Imprint Vertigo, das sich auf Comics für erwachsene Leser spezialisiert hat, die dementsprechend eine etwas härtere Gangart einschlagen, eine neue Serie unter dem Titel House of Secrets. Diese Serie lief bis 1998 und brachte es auf 25 Ausgaben. Das innerhalb der Serie existierende „materielle“ Haus, das Gebäude ist hier ein mobiles Haus, das sich von Ort zu Ort bewegen kann und von Geisterwesen, die als „Juris“ bezeichnet werden, heimgesucht wird. Zusätzlich erschienen zwei Specials unter dem Titel House of Secrets: Facade.

Im Jahr 2000 wurden sämtliche Swamp Thing-Geschichten aus House of Secrets unter dem Label Millennium Edition neu aufgelegt.

Siamesischer Zwergbärbling

Siamesischer Zwergbärbling (Rasbora somphongsi)

Der Siamesische Zwergbärbling (Rasbora somphongsi) ist ein kleiner Karpfenfisch aus dem Stromgebiet des Mae Nam Mae Klong und des Mae Nam Chao Phraya in Thailand. Die Art wurde nach dem thailändischen Zierfischhändler und Fänger der Typusexemplare Somphong benannt.

Der Süßwasserfisch erreicht lediglich eine Körperlänge von drei Zentimeter, das Männchen bleibt noch kleiner. Der Körper ist gestreckt, seitlich abgeflacht und im Unterschied zu den anderen Keilfleckbärblingen nicht hochrückig. Die Körperfärbung ist gelblich bis hell bräunlich, die Rückenseite zeigt eine Netzzeichnung. Entlang der Körperseiten ziehen sich zwei Längsbänder. Der obere glänzt golden und beginnt hinter dem Kiemendeckel, während der untere unterhalb des Rückenflossenursprungs beginnt, sich bis zur Schwanzflossenwurzel erstreckt und dunkel bis schwarz ist. Eine weitere dunkle Längsbinde bildet oberhalb der Afterflosse ein schwarzes Dreieck. Die Flossen sind transparent und haben eine zart bräunliche bis gelbliche Tönung. Eine Seitenlinie fehlt.

Der Siamesische Zwergbärbling laicht, ähnlich wie der verwandte Keilfleckbärbling, unterhalb eines Pflanzenblatts. Das Gelege ist klein und umfasst nur etwa 70 Eier.

Yazılıkaya

Yazılıkaya (Turkish; inscribed rock) was a sanctuary of Hattusa, the capital city of the Hittite Empire, today in the Çorum Province, Turkey.

This was a holy site for the Hittites, located within walking distance of the gates of the city of Hattusa. It had two main chambers formed inside a group of rock outcrops. Access to the roofless chambers were controlled by gateway and building structures built right in front of them, however only the foundations of those structures survived today. Most impressive today are the rock reliefs of Chambers A and B portraying the gods of the Hittite pantheon. One of the uses of the sanctuary may have involved the New Year’s celebrations ceremonies. It was in use at least since late 16th century BCE, but most of the rock carvings date to the reign of the Hittite kings Tudhaliya IV and Suppiluliuma II in the late 13th century BCE, when the site underwent a significant restoration.

The most impressive is Chamber A, which contains rock-cut relief of 64 deities in procession. The left wall shows a procession of male deities, wearing the traditional kilts, pointed shoes and horned hats. Mountain gods are also shown with scaled skirts to symbolise the rocky mountains. The right wall shows a procession of female deities wearing crowns and long skirts. The only exception to this divide is the goddess of love and war, Shaushka (Mesopotamian goddess Ishtar/Inanna) who is shown on the male procession with two female attendants. This is likely to be because of her male attributes as the goddess of war. The processions lead to a central scene of the supreme couple of the pantheon: the storm-god Teshub and the sun-goddess Hebat. Teshub stands on two mountain gods whilst Hebat stands on a panther. Behind Hebat are shown their son Sharruma, daughter Alanzu and a granddaughter.

The smaller and narrower Chamber B has fewer but larger and better preserved reliefs. It may have served as a mortuary mausoleum or memorial for the Hittite king Tudhaliya IV.

It is intriguing to note how the Hittite practise of assimilating other cultures‘ gods into their own pantheon is in evidence at Yazilikaya. The Mesopotamian god of wisdom, Ea (Enki) is shown in the male procession and the god Teshub was a Hurrian god who was syncretized with the Hittite storm-god. Hebat’s original consort was changed into her and Teshub’s son (Sharruma) and she was later syncretized with the Hattic sun-goddess of Arinna. It is believed that the wife of the Hittite king Hattusili III, Puduhepa, who was the daughter of a Hurrian priestess, also played a role in the increasing Hurrian influence on Hittite cult.

María Abella de Ramírez

María Abella de Ramírez (1863–1926) was a Uruguayan feminist, noted for her role in establishing Uruguayan and Argentine women’s groups in the early 1900s.

Abella published a journal, We Women (Nosotras), and was a contributor to the National Feminist League journal The New Woman.

Involved in the Argentine freethinking movement, in 1903 Abella supported the creation of a feminist center to facilitate discussions, later explaining her “minimum plan of female vindications” at the 1906 Freethinker Congress, arguing for equal opportunities and pay for women. She also campaigned for female divorce rights while facing opposition from the Roman Catholic Church. Even pro-divorce groups left out the female voice and body; in 1905, for instance, Oneto y Viana’s proposed bill legalized divorce, but confirmed the reason as female adultery in all cases. Abella also argued that the state had no right to regulate the sex trade, which she announced in a conference in 1906: “Que la prostitución sea tolerada pero no reglamentada. La mujer soltera y mayor de edad es dueña de si misma: su cuerpo es lo que más legítimamente le corresponde: puede hacer de él lo que quiera, como el hombre, sin pagar impuestos ni sufrir vejámenes policiales.“ [Prostitution should be tolerated but not regulated. A single adult woman is her own master; her body is what most legitimately belongs to her; she can do whatever she wants with it, just like a man, without paying taxes or being bothered by the police]. In 1907, Abella’s campaign for women’s rights, particularly her argument that marriage is a union of separate bodies, helped pass new divorce laws in Uruguay and set a new legal precedent throughout early 20th-century Latin America.

In 1909, Abella founded the National League of Women Freethinkers with Dr. Julieta Lanteri, and in 1910 Abella founded the National Women’s League in La Plata, Argentina. This organisation supported women’s suffrage, and was aligned with the International Woman Suffrage Alliance.

Arthrobacter

Arthrobacter agilis
Arthrobacter alkaliphilus
Arthrobacter alpinus
Arthrobacter antarcticus
Arthrobacter aurescens
Arthrobacter bambusae
Arthrobacter castelli
Arthrobacter chlorophenolicus
Arthrobacter citreus
Arthrobacter cryoconiti
Arthrobacter cryotolerans
Arthrobacter crystallopoietes
Arthrobacter cumminsii
Arthrobacter cupressi
Arthrobacter defluvii
Arthrobacter enclensis
Arthrobacter flavus
Arthrobacter gandavensis
Arthrobacter globiformis
Arthrobacter gyeryongensis
Arthrobacter halodurans
Arthrobacter histidinolovorans
Arthrobacter humicola
Arthrobacter koreensis
Arthrobacter liuii
Arthrobacter livingstonensis
Arthrobacter luteolus
Arthrobacter methylotrophus
Arthrobacter monumenti
Arthrobacter nanjingensis
Arthrobacter nasiphocae
Arthrobacter nicotinovorans
Arthrobacter nitroguajacolicus
Arthrobacter oryzae
Arthrobacter parietis
Arthrobacter pascens
Arthrobacter pigmenti
Arthrobacter pityocampae
Arthrobacter psychrochitiniphilus
Arthrobacter psychrolactophilus
Arthrobacter ramosus
Arthrobacter rhombi
Arthrobacter roseus
Arthrobacter russicus
Arthrobacter sanguinis
Arthrobacter soli
Arthrobacter stackebrandtii
Arthrobacter subterraneus
Arthrobacter tecti
Arthrobacter tumbae
Arthrobacter viscosus
Arthrobacter woluwensis

Siderocapsa
Dubinina and Zhdanov 1975

Arthrobacter (from the Greek, „jointed small stick”) is a genus of bacteria that is commonly found in soil. All species in this genus are Gram-positive obligate aerobes that are rods during exponential growth and cocci in their stationary phase. Arthrobacter have a distinctive method of cell division called „snapping division“ or reversion in which the outer bacterial cell wall ruptures at a joint.

Arthrobacter can be grown on mineral salts pyridone broth, where colonies have a greenish metallic center on incubated at 20 °C (68 °F). Under the microscope, Arthrobacter appear as rods when rapidly dividing, and cocci when in stationary phase. Dividing cells may also appear as chevrons („V“ shapes). Other notable characteristics are that it can use pyridone as its sole carbon source, and that its cocci are resistant to desiccation and starvation.

Arthrobacter, like other bacterial genre including Brevibacterium, Microbacterium, and Corynebacterium are used for industrial production of L-glutamate. In industrial applications, Arthrobacter is often grown with low-cost sugar sources such as cane or beet molasses, starch hydrolysates from corn or cassava tubers, or tapioca. Along with sugar, ammonia and ammonium salts are added as a nitrogen source. The vitamins, minerals, and some other types of nutrients can be provided by adding corn steep liquour.

Various Arthrobacter species have been investigated for other commercial applications. A. crystallopoietes and A. chlorophenolicus have been shown to reduce hexavalent chromium and 4-chlorophenol levels in contaminated soil, suggesting they may be useful for bioremediation. Similarly, Arthrobacter sp. strain R1 (American Type Culture Collection strain number 49987) has been shown to grow on a variety of aromatic compounds, including homocyclic compounds, such as hydroxybenzoates, as well as N-heterocycles, including pyridine and picoline.

Arthrobacter sp H65-7 produces the enzyme inulase II that converts inulin into the medically-relevant nutrient difructose anhydride.

The enzyme Alu obtained from Arthrobacter luteus is able to cleave Alu sequences which is frequently repeated in human DNA.

Monte Conero

Monte Conero (Mount Conero), also known as Monte d’Ancona; Italian pronunciation: [ˈkɔːnero], is a promontory in Italy, situated directly south of the port of Ancona on the Adriatic Sea.

The name Conero comes from the Greek name Komaròs and indicates the strawberry tree which is common on the slopes of the mountain. Mount Conero is 572 metres high and it is the only coastal high point on the Adriatic sea between Trieste and the Gargano massif in the region of Apulia.

Since 1987 it has been a state park and a protected ecological area (Regional Park) with 18 trails and several archeological/historical sites. Wildlife include Eurasian badger, beech marten, least weasel, yellow-bellied toad, peregrine falcon, kingfisher and pallid swift. Apart the strawberry tree, vegetation include oak, holm oak, Aleppo pine, Cupressus sempervirens and many others.

Other comuni near the mountain include Sirolo and Numana.

Luis Martínez (Fußballspieler, 1990)

Luis Martínez, vollständiger Name Luis Eduardo Martínez Sosa, (* 14. Mai 1990) ist ein uruguayischer Fußballspieler.

Der 1,85 Meter große Offensivakteur Martínez gehörte zu Beginn seiner Karriere bereits mindestens 2007 der Jugendmannschaft und ab der Saison 2009/10 bis Februar 2013 dem Erstligakader des Danubio FC an. Insgesamt bestritt er in diesem Zeitraum 14 Spiele in der Primera División und erzielte einen Treffer (Saison 2009/10: 3 Spiele/kein Tor; 2010/11: 1/0; 2011/12: 5/0; 2012/13: 5/1). Ende Februar 2013 wechselte er auf Leihbasis zum Zweitligisten Rampla Juniors und kam bei dem in Montevideo ansässigen Klub in der Saison 2013/14 sechsmal (kein Tor) in der Segunda División zum Einsatz. 2014 wird eine Station bei Central Español geführt. Seit September 2014 ist der peruanische Verein José Gálvez sein Arbeitgeber. Dort lief er bislang (Stand: 11. Juli 2016) siebenmal (ein Tor) in der Segunda División auf.

Martínez war Mitglied der von Ángel Castelnoble trainierten uruguayischen U-15-Auswahl, die bei der U-15-Südamerikameisterschaft 2005 in Bolivien teilnahm. Er gehörte der uruguayischen U-17-Nationalmannschaft an und war Teil des Kaders bei der U-17-Südamerikameisterschaft 2007 in Ecuador.