Johann Christoph Schacher

Johann Christoph Schacher (* 31. März 1667 in Leipzig; † 29. März 1720 ebenda) war ein deutscher Rechtswissenschaftler.

Der Sohn des Christoph Hartmann Schacher (1633–1690) studierte an der Universität Leipzig und an der Universität Frankfurt (Oder) bei Samuel Stryk. Nach einer Gelehrtenreise durch Italien erwarb er sich zurückgekehrt nach Leipzig 1691 den akademischen Grad eines Magisters der Philosophie und promovierte 1693 zum Doktor des weltlichen und kirchlichen Rechts.

1697 wurde er Advokat am Leipziger sächsischen Oberhofgericht, war 1701 außerordentlicher Professor mit dem Titel verborum significatione geworden, stieg 1708 zum ordentlichen Professor der Instituten auf, war 1709 Professor der Pandekten und damit verbunden Kanoniker in Naumburg. 1710 wurde er Decemvir der Hochschule, Kanoniker in Merseburg und Assessor der juristischen Fakultät. Schacher war 1714 Assessor am Oberhofgericht, sowie Professor des Kodex und war im Wintersemester 1703 Rektor der Alma Mater.

Er wurde am 19

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. März 1720 in der Leipziger Paulinerkirche beigesetzt

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.

Schacher hatte einige Dissertationen zivilrechtlichen Inhalts hinterlassen

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. Zudem hat er auch die Annotationes zu dem großväterlichen Collegium practicum verfasst welche aber nie im Druck erschienen.

Tour de Nesle

Der Tour de Nesle (franz.

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, dt. Nesleturm, auch Nigellaturm, frz. auch: Tour de Neelles, Tour de Nesles oder Tour Nelle, lat. Tornella Nigellae) war ein runder Turm der alten Pariser Stadtbefestigung aus dem 13. Jahrhundert. Er wurde um 1200 unter der Regentschaft von Philipp II. August als westlichster Punkt der Stadtmauer am linken Seineufer erbaut und 1210 erstmals als Tornelle de Philippe Hamelin erwähnt (altfranzösisch tornelle = frz. tourelle = dt. kleiner Turm, latein. tornella Philippi Hamelini supra Sequanam, dt. Philippe-Hamelin-Turm an der Seine)

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, benannt nach dem damaligen Propst der Stadt Paris.

Der Turm war massiv gebaut, hatte einen Durchmesser von etwa 9 bis 10 Meter, eine Höhe von etwa 25 Meter (inklusive seines Treppenturms), besaß 3 ½ Stockwerke zusätzlich der Dachplattform und einen den Hauptturm um mehrere Meter überragenden Treppenturm. Er diente als Verteidigungs- und Beobachtungsturm, hatte aber zusätzlich eine damals wichtige Funktion: Eine starke Eisenkette reichte von ihm aus über die Seine zum ähnlich aussehenden Eckturm (Tour du Coin, später Tour du Louvre), zum Schutz der Stadt vor Eindringlingen per Schiff. Eine weitere Sperranlage ähnlicher Bauart befand sich im Osten der Stadt südlich der späteren Bastille mit dem runden Billyturm (Tour de Billy) auf dem rechten Seineufer und einem rechteckigen, mit Eckwarten versehenen Turm (Le Chardonnet, seit dem 14. Jahrhundert la Tournelle) auf dem linken Seineufer. Um 1330 erhielt der Wehrturm den Namen Tour de Nesle nach einem neben ihm errichteten Herrenhaus (Hôtel) gleichen Namens, erbaut durch den Herrn von Nesle, das mit dem Turm über eine Mauer verbunden war. Ein Stadttor namens Porte de Nesle wurde im 16. Jahrhundert nahe dem Turm in die Stadtmauer eingebaut, eine Brücke führte über den Befestigungsgraben.

Bereits unter Karl VII. war der Turm in einem desolaten Zustand und wegen der Stadterweiterung auch kein Teil der Stadtbefestigung mehr. Die Schießscharten waren längst zu Fenstern erweitert, Sträucher hatten sich auf seiner Dachplattform angesiedelt. Im 16. Jahrhundert erschien er als schwärzliches Relikt gegenüber dem auf der rechten Seineseite errichteten neuen Louvreflügel. Er wurde oft an privat zu diversen Zwecken vermietet. Da er bereits um 1660 auf Befehl Kardinal Mazarins dem Bau des Collège des Quatre Nations (heute: Institut de France) weichen musste, das unter anderem die Bibliothèque Mazarine aufnahm, ist der Turm nur noch von zeitgenössischen Abbildungen (von Jacques Callot, aus dem Atelier der Familie Perelle und von Israël Silvestre) bekannt.

1308 kaufte der französische König Philipp IV. der Schöne (* 1268, † 1314) das Hôtel de Nesle von Amaury de Nesle, dessen Sohn Philipp V. schenkte es 1319 seiner Ehefrau Johanna von Burgund, die es in ihrem Testament aus dem Jahr 1325 zum Verkauf bestimmte, um das Geld dem Collège de Bourgogne, einem Teil der Universität Paris, zukommen zu lassen.

Der Tour de Nesle spielt die namengebende Rolle in einem Ehebruchsdrama aus dem Jahr 1314, von dem die Kapetinger, die königliche Familie Frankreichs, im Innersten betroffen waren – und das am Ende zum Wechsel auf die Dynastie der Valois führte, was wiederum die Thronansprüche des englischen Königs Eduard III. und damit den Hundertjährigen Krieg auslöste.

König Philipp IV. von Frankreich hatte vier Söhne:

Ludwig heiratete im Jahr 1305 Margarete von Burgund (* 1290), eine Tochter des Herzogs Robert II. von Burgund und der Agnes von Frankreich, diese wiederum eine Tochter König Ludwigs IX. war. Philipp heiratete 1307 Johanna von Burgund (* wohl 1291), eine Tochter des Pfalzgrafen Otto IV. von Burgund und der Mathilde von Artois, der Erbtochter des Grafen Robert II. Karl schließlich heiratete 1306 oder 1307 Blanka von Burgund (* 1295), eine Schwester Johannas.

Zwei der drei Prinzessinnen, Margarete und Blanka, waren die Hauptakteure des Dramas, die dritte, Johanna, eine Mitwisserin. Sie wurden im Frühjahr 1314 des Ehebruchs mit den Rittern Philippe und Gautier d’Aunay beschuldigt und Johanna der Komplizenschaft. Sie wurden angeblich in flagranti mit ihren Liebhabern entdeckt; die Brüder gestanden unter der Folter, dass die Beziehungen bereits seit drei Jahren bestünden. Die Treffen zwischen Gautier und Margarete sowie Blanka und Philippe sollen im Tour de Nesle oder wohl eher im Hôtel de Nesle stattgefunden haben.

An der Entdeckung des Ehebruchs war Isabella von Frankreich (* 1292, † 1358), ältere Schwester der drei Könige und selbst seit 1307 als Ehefrau Eduards II. Königin von England – von den Engländern die Wölfin von Frankreich genannt – beteiligt. Eine zeitgenössische Chronik berichtet: „Die Königin Isabella von England, Tochter Philipps des Schönen, hatte zwei sehr schöne Börsen. Die eine verschenkte sie an die Frau Ludwigs des Zänkers, die andere an die Frau Karls von La Marche. Sie war sehr erstaunt, beide Börsen einige Zeit danach an den Gürtel der beiden Kavaliere zu sehen. Sie schwieg, berichtete die Tatsache aber dem König, ihrem Vater, der seine Schwiegertöchter überwachen ließ.“ Wenig später befahl der König die Verhaftung der Beschuldigten.

Philippe und Gautier d’Aunay wurden am 19. April 1314 hingerichtet, indem ihnen auf dem Marktplatz von Pontoise bei lebendigem Leib die Haut abgezogen wurde, danach wurden sie kastriert, enthauptet und schließlich am Galgen zur Schau gestellt. Margarete und Blanka wurden nach Château-Gaillard gebracht und dort eingekerkert. Johanna, die alles abstritt und nicht der Mittäterschaft, sondern nur der Mitwisserschaft beschuldigt wurde, wurde in das Kastell von Dourdan gebracht. Der Intervention ihrer Mutter Mathilde von Artois ist es zu verdanken, dass sie später begnadigt wurde und den Platz an der Seite ihres Mannes wieder einnehmen konnte (und ihm 1316 noch einen Sohn gebar). Wenig nachvollziehbar allerdings ist, dass ihr Mann ihr 1319 ausgerechnet das Hôtel de Nesle zum Geschenk machte.

Philipp IV. starb im November des gleichen Jahres, Ludwig bestieg als Ludwig X. den Thron, und Margarete war formal Königin – allerdings nur für ein paar Monate. Am 30. April 1315 wurde sie im Gefängnis tot aufgefunden; nach einer Überlieferung sei sie auf Befehl ihres Ehemanns mit Hilfe ihrer eigenen Haare erdrosselt worden. Noch im August 1315 heiratete der König in Paris ein zweites Mal.

Karl hingegen forderte die Lösung seiner Ehe, Papst Clemens V. lehnte ab, da Ehebruch kein Scheidungsgrund war. Eine Annullierung kam zudem nicht in Frage, da das Paar eine Tochter hatte, und der Vollzug der Ehe somit offensichtlich war.

Blanka hielt sich noch im Château Gaillard auf, als ihr Mann Anfang 1322 König und sie somit Königin wurde, was ein Grund mehr war

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, ihre Freilassung zu untersagen. Als Karl aber in einem weiteren Versuch doch noch beim Papst Johannes XXII. die Scheidung durchsetzte, die am 19. Mai 1322 ausgesprochen wurde, wurde Blanka aus dem Gefängnis geholt und ihr gestattet, sich ins Kloster Maubuisson zurückzuziehen, wo sie 1326 starb.

Einer Legende zufolge soll eine französische Königin des 14. Jahrhunderts den Turm als Liebesnest genutzt haben, darin dann ihre Liebhaber ermordet und in einem Sack in die Seine geworfen haben bzw. sie veranlasst, vom Turm zu springen und dabei zu ertrinken.

Das Drama lieferte den Stoff für das Theaterstück La Tour de Nesle von Alexandre Dumas aus dem Jahr 1832 sowie für den historischen Roman Les rois maudits (deutsch Die unseligen Könige 1960) des französischen Romanciers Maurice Druon.

Ellen Gould Harmon White

Ellen Gould Harmon White (* 26. November 1827 in Gorham, Maine als Ellen Gould Harmon; † 16. Juli 1915 in Elmshaven, Kalifornien) war eine Mitbegründerin der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Die meiste Zeit ihres Lebens verbrachte sie in den Vereinigten Staaten. Von 1890 bis 1900 lebte sie in Australien. Mehrfach besuchte White europäische Länder.

Ellen Gould Harmon wurde am 26. November 1827 in Gorham (Maine) im Nordosten der USA geboren. Sie war die Zwillingstochter einer armen Hutmacherfamilie, die der Methodistenkirche angehörte. Vater und Mutter galten als engagierte Gemeindeglieder und auch Ellen nahm den christlichen Glauben seit frühester Kindheit sehr ernst.

Im Alter von neun Jahren wurde sie während einer Auseinandersetzung auf dem Schulweg durch den Steinwurf eines anderen Mädchens so stark verletzt, dass sie „drei Wochen bewusstlos war“ und „jahrelang von Ohnmachtsanfällen heimgesucht“ wurde. Daraufhin musste der Schulbesuch eingestellt werden. Ellen wirkte fortan „kränklich mit wenig Aussicht auf völlige Genesung“, bildete sich aber durch eigenständige Lektüre fort.

Ab dem Jahre 1840 hatte die Familie Harmon engen Kontakt zur Millerbewegung und erwartete zusammen mit den anderen Gläubigen die Wiederkunft Christi am 22. Oktober 1844.

Im Juni 1842 ließ sich Ellen in die Methodistenkirche taufen. Ein Jahr später wurden sie und ihre Familie allerdings wegen „Millerismus“ aus ihrer Kirche ausgeschlossen. Doch auch nach Ausbleiben der Parusie stand die Familie weiterhin zu Miller.

Genau zwei Monate nachdem der letzte „Wiederkunftstermin“ verstrichen war, hatte Ellen „während einer Gebetsstunde ihre erste Vision, die sehr zur Stabilisierung der jungen Advent-Bewegung beitrug.“ Dieses „Gesicht“, das sie mit 17 Jahren am 22. Dezember 1844 sah, war das erste einer langen Reihe, die sich bis zum Ende ihres Lebens fortsetzen sollte. Nach einer zweiten Vision begann Ellen ihre Visionen öffentlich zu machen und predigte in verschiedenen Städten.

Im Jahre 1845 traf sie das erste Mal auf den jungen Advent-Prediger James White, den sie am 30. August 1846 heiratete. Er unterstützte sie fortan als Organisator, Begleiter bei ihren öffentlichen Auftritten sowie als Herausgeber ihrer Schriften. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor: Henry Nichols (als Kind an Lungenkrebs gestorben), James Edson (ein schwieriges, aber kreatives Kind; war als Missionar mit einem Boot auf dem Mississippi mit einem Schwarzen befreundet, was damals ein Tabu war), William Clarence (Ellens Nachfolger, der die Arbeit der Mutter fortsetzte) und John Herbert (starb kurz nach der Geburt).

Die Sabbatlehre, die zum „Halten des Samstags“ als biblischen Ruhetag auffordert, übernahm sie nach Zögern von Joseph Bates. Im April 1847 wurde ihr diese Lehre durch eine Vision bestätigt. Trotz finanzieller Schwierigkeiten reiste das Ehepaar White unermüdlich durch die USA, um die Erkenntnisse über den Sabbat, die Wiederkunft Christi und seinen Mittlerdienst im himmlischen Heiligtum zu verkündigen.

1848 wurde die erste Zeitschrift namens „The Present Truth“ gegründet. Es sollten viele weitere Traktate, Zeitungen und Bücherreihen folgen. Ab 1855 wurde sogar eine eigene Druckerei aufgebaut. Durch die Kombination aus Organisationstalent

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, persönlichem Einsatz, geistlichem Sendungsbewusstsein und der Möglichkeit zur Publikation, förderte das Ehepaar White das Wachstum und den strukturellen Aufbau der so genannten Adventbewegung, die sich 1863 als Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten gründete. James White wurde einer der ersten Präsidenten, Ellen White hatte dagegen nie ein offizielles Amt inne. Durch ihr geistliches Mandat, zahlreiche Bücher und regelmäßige Zeitungsartikel beeinflusste sie die Entscheidungen der jungen Kirche jedoch maßgeblich.

Ab 1863 bestimmte ein neues Thema das Bewusstsein Ellen Whites. Durch den schlechten Gesundheitszustand ihres Mannes (der wahrscheinlich durch Überarbeitung zustande kam) und durch Visionen wurde sie angeregt, sich im Bereich der Lebens- und Gesundheitsreform zu engagieren. Es folgten einige Bücher zu diesem Thema und die Gründung von Sanatorien, Naturheilkunde-Seminaren und mehreren Schulen.

Als James White im August 1881 starb, rückte Ellen White noch stärker als zuvor ins öffentliche Blickfeld der Siebenten-Tags-Adventisten. Von 1885 bis 1887 unternahm sie eine Europareise, die sie auch in zwei junge deutsche Gemeinden führte. Von 1891 bis 1900 lebte sie in Australien und trieb das dortige Gesundheits-, Bildungs- und Gemeindewerk voran. Danach kehrte sie wieder in ihre Heimat zurück. Nachdem Ellen White mit der Zeit immer weniger öffentliche Termine wahrnahm, kam es im Jahre 1912 zum endgültigen Rückzug ins Private. Am 16. Juli 1915 verstarb sie im Alter von 87 Jahren in Kalifornien.

Ellen White wurde bereits zu ihren Lebzeiten von vielen Adventisten als „Prophetin“ bezeichnet und hatte deshalb oft eine Sonderstellung. Sie selbst widersprach diesem Anspruch nie, bezeichnete sich aber lieber als „Botin des Herrn“, deren Schriften ein „kleines Licht“ seien und zum „großen Licht“ (zur Bibel) hinführen sollten.

Wenngleich Whites Bedeutung nicht wesentlich über den Kreis der von ihr mitbegründeten Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten hinaus reicht, zählt sie zu den bedeutenden religiösen Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts in Nordamerika. Zusammen mit Mary Baker Eddy, der Gründerin der Christian Science, gehört sie zu den wenigen Frauen, die am Entstehen einer religiösen Gemeinschaft maßgeblich beteiligt waren.

In ihren zahlreichen Schriften widmet sie sich Fragen des Gemeindealltags und der christlichen Lebensweise. Darüber hinaus entwarf sie umfassende Geschichtskonzepte, die sich von der biblischen Zeit bis zur Gegenwart erstreckten. Zu ihren Lebzeiten erschienen mehr als 5000 Artikel in Zeitschriften und 40 Bücher; heute sind inkl. der Sammlungen ihrer 50.000 Manuskriptseiten mehr als 100 Titel in Englisch erschienen. Das bekannteste Werk ist Steps to Christ (dt. Der Weg zu Christus bzw. Der bessere Weg).

White hatte einen maßgeblichen Einfluss auf die Entstehung der adventistischen Wohlfahrts- und Bildungseinrichtungen.

Bis heute ist die Position Ellen G. Whites innerhalb der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten umstritten. Während einige Adventisten ihr und ihren Schriften eine prophetische Führungsrolle mit entsprechender Autorität zuerkennen, wird sie von anderen Adventisten lediglich als Erbauungsschriftstellerin gewürdigt.

Die Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten erkennt in ihren Schriften eine „Gabe der Weissagung“ und eine „Stimme der Wahrheit“, die nützlich zu „Trost, Führung, Unterweisung und Zurechtweisung“ ist (Glaubenspunkt 18 der Siebenten-Tags-Adventisten). Gleichzeitig betont die Kirchenleitung, dass die Schriften Ellen G. Whites den biblischen Schriften keinesfalls gleichrangig sind, sondern allein die Bibel als „Maßstab“ und „Prüfstein“ gilt (Glaubenspunkt 1 der Siebenten-Tags-Adventisten).

Seit 2007 arbeiten fachkundige Historiker an einem wissenschaftlichen Projekt zu Leben, Wirken und Wirkungsgeschichte von Ellen G. White. Die Oxford University Press plant im Sommer 2010, einen Band zu den Arbeiten von 21 Autoren herauszugeben. Die entstehenden Kapitel wurden im Oktober 2009 in Portland, Maine im Rahmen einer Konferenz erörtert.

Ellen White verfasste über 100 Bücher und Schriften. Bekannt sind vor allem die Reihe über biblische Geschichte und Eschatologie: Spiritual Gifts (1858–1864), Spirit of Prophecy (1870–1884) und Conflict of the Ages Series (1888–1917). Sie selbst sah ihr Buch The Great Controversy between Christ and Satan als eines der wichtigsten an. Am erfolgreichsten im Verkauf war Steps to Christ (1892).

Spurlaut

Die Begriffe spurlaut oder fährtenlaut stammen aus der Jägersprache und beschreiben den auf der Spur oder Fährte des Wildes lautjagenden, also bellenden Jagdhund.

Das Bellen hat einen besonderen Klang, der sich von dem normalen Gebell des Hundes unterscheidet. In der Regel ist der Spurlaut viel heller und mit Jaul- und Heullauten durchsetzt. Diese angeborene Eigenschaft des Jagdhundes ist für den Jäger ein Vorteil, da er am Gebell seines Hundes erkennen kann, wohin das Wild geflohen ist beziehungsweise wohin sein Hund läuft. Aus tierschützerischer Sicht verhindert ein rechtzeitiges und regelmäßiges Wahrnehmen des laut jagenden Hundes durch das Wild außerdem, dass das Wild nicht panikartig davonflüchtet und sich vom Hund absetzen kann. Aus jagdpraktischer und zugleich tierschützerischer Sicht hat dies den Vorteil

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, dass das Wild wiederholt sichert und innehält (in der Jägersprache: „verhofft“), was für einen sofort tödlichen Schuss von wesentlicher Bedeutung ist.

Für bestimmte Jagdhundrassen, wie Bracken und Stöberhunde, ist „spurlaut“ eine Bedingung für deren Brauchbarkeit und muss auf Eignungsprüfungen festgestellt werden. Bei Dackeln und Beagle wird die bestandene Spurlautprüfung im Rahmen der Anlagengebrauchsprüfung oder Eignungsbewertung mit „Sp“ im Stammbaum vermerkt

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. Sofern der Hund bei der Prüfung jünger als 15 Monate war, lautet der Eintrag „Sp/J“ (J für Jugend).

Bellt der Hund, solange er flüchtendes Wild sieht, ist er sichtlaut. Hunde mcm taschen sale, die bellen, obwohl sie die Spur verloren haben oder keiner Spur und keinem Wild folgen, nennt man waidlaut. Diese sind damit für die Jagd wenig geeignet und werden von der Zucht ausgeschlossen.

Hundemeuten geben bei Reitjagden oder Parforcejagden ebenfalls typische Spurlaute von sich, die „Geläut“ heißen. Erfahrene Jagdpferde kennen das Geläut und wissen, dass die Jagd weitergeht, sobald es ertönt.

Tři trubky

Das Jagdschloss Tři trubky (deutsch: Drei Röhren) liegt in der Nähe des Zusammenflusses der Bäche Třítrubecký potok (Schwarzbach) und Padrťský potok (Padertbach) auf dem Gebiet des Truppenübungsplatzes Brdy in Tschechien.

Es wurde in den späten 1880er Jahren durch Hieronymus von Colloredo-Mansfeld, Besitzer der Güter Doberschisch und Sbiroh mcm taschen sale, errichtet. Das Gebäude wurde von dem Wiener Architekten Camillo Sitte im Geiste der Romantik gestaltet. Die Umgebung wurde in einen Naturpark umgewandelt

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. Bekannt ist das Schloss für seine Jagdsammlungen. Seit den 1930er Jahren liegt es innerhalb des Truppenübungsplatzes.

Nach dem deutschen Einmarsch wurde das Schloss durch die Wehrmacht als Gästehaus des Truppenübungsplatzes Kammwald benutzt. Feldmarschall Walther von Brauchitsch erhielt das Schloss 1942 als Reichsdotation. Er bewohnte es bis 1945. Seit 1945 wird das Schloss durch die tschechoslowakische und seit 1993 durch die Tschechische Armee als Gäste- und Jagdhaus genutzt

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Koordinaten:

José Alcántara Almánzar

José Alcántara Almánzar (* 2. Mai 1946 in Santo Domingo) ist ein dominikanischer Erzähler

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, Essayist, Literaturkritiker, Soziologe und Hochschullehrer

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.

Alcántara besuchte das Colegio La Milagrosa (1952-56) und das Colegio Don Bosco (1956-60) und studierte Mathematik und Physik am Liceo Nocturno Eugenio María de Hostos (Abschluss 1962) sowie Soziologie an der Universidad Autónoma de Santo Domingo (1966-72). Er arbeitete von 1962 bis 1965 in der Firma Jaime Méndez Sucs und bis 1969 in der staatlichen Stadtplanung. Von 1969 bis 1973 war er Professor für Englisch, Französisch, dominikanische Geschichte, spanische, dominikanische und lateinamerikanische Literatur am Colegio Loyola und unterrichtete von 1972 bis 1974 Spanisch für Ausländer am Instituto Cultural Domínico. Von 1974 bis 1975 war er Exekutivdirektor der Stiftung Vita Dominicana.

Als Professor für Soziologie unterrichtete Alcántara an der Universidad Autónoma de Santo Domingo (1973), der Universidad Nacional Pedro Henríquez Ureña (1974–1984) und am Instituto Tecnológico de Santo Domingo (1981–2001); 1987-88 hatte er außerdem eine Fulbright-Professur am Stillman College in Tuscaloosa, Alabama, inne. Seit 1995 ist er im Kultusministerium verantwortlich für die Biblioteca “Juan Pablo Duarte”, seit 1996 auch für das Museo Numismático y Filatélico.

Neben Prosawerken veröffentlichte Alcántara mehrere Anthologien dominikanischer Literatur, literaturtheoretische und -kritische Schriften. Er erhielt 1984 und 1990 den Premio Anual de Cuento des Sekretariats für Erziehung und Kultur, den Premio a la Excelencia Periodista (1996) und den Caonabo de Oro in de Kategorie Schriftsteller (1998). 2009 erhielt er den Nationalpreis für Literatur.

Mehrere seiner Geschichten, Spanisch und ins Englische übersetzt, Deutsch, Italienisch, Französisch und Latein- in Anthologien in Santo Domingo, Puerto Rico mcm taschen sale, Spanien, Kolumbien, Kuba, USA, Deutschland, Italien, Bulgarien und Island veröffentlicht enthalten.

Monika Dahlberg

Monika Dahlberg (* 30

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. April 1936 in Pommern als Rosemarie Rödelberger) ist eine deutsche Schauspielerin und Sängerin.

Monika Dahlberg ist die Schwester des verstorbenen Musikers, Produzenten, Komponisten und Arrangeurs Wolfgang Rödelberger.

Sie absolvierte eine Ausbildung als Opernsängerin und Schauspielerin in Kiel. Im Jahr 1954 gab sie als Papagena in einer Aufführung der Zauberflöte ihr Bühnendebüt am Kieler Stadttheater. Dort war sie bis 1957 engagiert. In diesem Jahr unterzeichnete sie bei der Constantin Film einen Dreijahresvertrag.

Monika Dahlberg spielte in vielen Heimatfilmen und Filmkomödien mit, unter anderem 1975 in Der Edelweißkönig. In den Filmen der Serie Die Lümmel von der ersten Bank war sie die oft überforderte Schulsekretärin Fräulein Weidt, in dem pseudo-aufklärerischen Sexfilm Mädchen beim Frauenarzt spielte sie die Arzthelferin.

Sie war bei den Filmen Mary Poppins und My Fair Lady als Synchronsprecherin tätig. Auf der Bühne verkörperte sie selbst über tausend Mal die Eliza Doolittle im Musical My Fair Lady

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. Sie gab als freischaffende Künstlerin an zahlreichen Theatern Gastspiele, vornehmlich in München, und trat in Konzerten als Interpretin klassischer und volkstümlicher Gesänge auf.

Ab 1960 war Monika Dahlberg oft im Fernsehen vertreten, und zwar sowohl in Musiksendungen als auch Fernsehspielen, wie zum Beispiel neben Erwin Linder und Kurt Großkurth in der Komödie Der fröhliche Weinberg von Carl Zuckmayer. Auch in der Serie Zum Stanglwirt war sie öfter zu sehen. Im Komödienstadel hatte sie mehrere Auftritte. Von 1992 bis 1993 trat sie in der RTL-Serie Ein Schloß am Wörthersee auf, wo sie die Frau von Leo Laxeneder (Helmut Fischer) spielte. Heute ist sie noch ab und zu beim Chiemgauer Volkstheater zu sehen.

Monika Dahlberg war mit dem Schauspielerkollegen Klaus Kindler verheiratet; sie lebt in Benediktbeuern

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Harry Brown (Film)

Harry Brown ist das Spielfilmdebüt von Daniel Barber aus dem Jahr 2009. Der britische Film mit Michael Caine, Emily Mortimer, Jack O’Connell und Liam Cunningham in den Hauptrollen ist nach der Hauptfigur Harry Brown (Michael Caine) benannt.

In der Geschichte gerät Harry Brown, ein Witwer und Nordirland-Veteran, in den Dunstkreis der Jugend- und Drogenkriminalität eines Problemviertels in Süd-London. Nach dem gewaltvollen Tod seines Freundes Leonard übt der Rentner Selbstjustiz und verfolgt die Mörder seines Freundes.

Der Film beginnt mit einem Gang-Aufnahmeritual, bei der ein junger Mann aus einer Plattenbausiedlung in Süd-London zur Einnahme von Drogen und dem Umgang mit einer Waffe angestachelt wird

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. Zusammen mit einem Komplizen auf einem Motorrad fahrend schießt er auf eine junge Mutter und tötet sie letztlich. Auf der Flucht wird er dann von einem LKW erfasst und getötet. Die ganze Szene wurde mit einer Handykamera aus Sicht der Täter gefilmt.

Harry Brown, ein ehemaliges Mitglied der Royal Marines und Nordirland-Veteran, versucht, sich aus seiner gewalttätigen Nachbarschaft herauszuhalten. Er besucht seine Frau, die im Krankenhaus im Koma liegt, und verbringt den Rest seiner Tage in einem Pub und spielt Schach mit seinem besten Freund Leonard. Die beiden Freunde beobachten, wie Sid, der Wirt, sein Einkommen mit Schmiergeldern der Drogenhändler Kenny und Stretch aufbessert.

Mitten in der Nacht wird Harry durch einen Anruf davon informiert, dass seine Frau im Sterben liege. Anstatt den kürzesten Weg zum Krankenhaus durch eine Unterführung nehmen zu können, muss Harry einen Umweg nehmen, weil die Unterführung von jugendlichen Gangmitgliedern besetzt wird. Harry kommt zu spät ins Krankenhaus und findet anstatt seiner Frau nur noch ein leeres Bett vor.

Nach der Beerdigung vertraut Leonard Harry an, dass er von Jugendlichen schikaniert wird und zeigt ihm ein altes Bajonett, das er bei sich trägt, um sich verteidigen zu können. Harry will seinen Freund zur Vernunft bringen und mit ihm zur Polizei gehen. Der will davon nichts wissen, sagt, dass er schon bei der Polizei war und diese ihm nicht helfen wolle oder könne. Später an diesem Tag erwacht Leonard in seiner Wohnung vom Rauch eines Feuers. Irgendjemand hatte etwas Brennendes durch seinen Briefschlitz geschoben.

Am nächsten Tag erhält Harry Besuch von den Polizisten Frampton und Hicock, die ihm mitteilen, dass Leonard in der Nacht ermordet wurde. Im Zuge der Ermittlungen werden die Mitglieder einer lokalen Gang einschließlich ihres Anführers Noel Winters verhaftet. Im Verhör verweigern die Verdächtigen die Aussage und werden wieder auf freien Fuß gesetzt.

Nach Leonards Beerdigung betrinkt sich Harry in Sids Pub und wird auf dem Heimweg von einem Junkie aus Noels Gang überfallen. Als Harry das Messer des Angreifers sieht, kann er auf seine militärische Ausbildung zurückgreifen, so dass er das Messer des Angreifers gegen diesen wendet und ihn im Handgemenge tötet.

Die Polizistin Frampton sucht Harry am nächsten Morgen erneut auf. Sie informiert ihn darüber, dass die Täter wahrscheinlich geringer belangt werden und nur mit einer Anklage wegen Totschlag im Zuge der Selbstverteidigung rechnen müssen, da Leonard mit seinem eigenen Bajonett getötet wurde.

Zu diesem Zeitpunkt beschließt Harry, das Recht in die eigenen Hände zu nehmen. Er folgt dem Drogenhändler Kenny von Sids Pub zu einer heruntergekommenen Fabrikhalle, um sich eine Pistole zu beschaffen. Im Inneren des Verstecks der Dealer sieht Harry eine Cannabisplantage und ein missbrauchtes Mädchen, das auf dem Sofa unter einer Überdosis Drogen leidet, während im Hintergrund ein Film läuft, der den Missbrauch des Mädchens durch Stretch zeigt. Schockiert bittet Harry Stretch, einen Krankenwagen für das Mädchen zu rufen. Provoziert droht Stretch Harry und schießt ungezielt durch den Raum. Harry tötet die beiden Dealer, bevor er eine Tasche mit Handfeuerwaffen und Geld an sich nimmt und das Versteck niederbrennt. Dann bringt er das Mädchen in ein Krankenhaus, wo er sie mit 1000 Pfund zurücklässt, den Großteil des Geldes spendet er jedoch einer Kirche.

Während seiner Beobachtung von Noels Gang tötet Harry einen weiteren Drogenhändler und entführt ein Mitglied der Gang, Marky. Er foltert Marky und nimmt ihm einen Handyfilm über den Mord an seinem Freund Leonard ab. Dieser beweist den mitleidlosen Mord der Gangmitglieder. Dann nutzt Harry Marky als Köder, um an Noel und den zweiten Haupttäter des Mordes heranzukommen. In einer Schießerei werden Marky und der zweite Haupttäter erschossen, während Noel die Flucht gelingt. Bei der Verfolgung des Flüchtigen bricht Harry wegen eines Lungenemphysems zusammen und wird in ein Krankenhaus gebracht.

Überzeugt davon, dass die jüngsten Morde Teil eines Bandenkriegs sind, ordnet Polizeidirektor Childs eine Großrazzia an und übergeht damit den Verdacht von Detektiv Frampton, nach deren Meinung Harry Brown der Hauptverdächtige der vorangegangenen Morde ist. Das Einrücken der Polizei in die Problemviertel führen zu einer massiven Gegenreaktion der Anwohner, die in einem Aufstand gipfelt.

Harry flieht aus dem Krankenhaus und macht sich im Chaos der Aufstände auf die Suche nach Noel. Als Frampton und Hicock von Harrys Verschwinden aus dem Krankenhaus hören, machen sie sich auf den Weg ins Unruhezentrum, um Harry aufzuhalten. Es kommt zu einem Autounfall, bei dem die Beamten verletzt werden. Harry hilft ihnen, sich in Sids Pub zurückzuziehen, und erfährt von Frampton, dass Sid der Onkel von Noel ist. Als Harry Sid zur Rede stellen will, entdeckt er Noel, aber aufgrund seines Lungenemphysems gelingt es Harry nicht mehr, den Mörder seines Freundes zu stellen. Sid entwaffnet ihn und schlägt ihn zusammen.

Detective Frampton fordert gerade Verstärkung an, als Noel und sein Onkel Sid mit Harry wieder im Schankraum auftauchen. Sid erstickt Detective Hicock, und Noel beginnt, Detective Frampton zu erwürgen

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, als Harry seine verbliebenen Kräfte mobilisieren kann und Noel erschießt. Als Sid daraufhin droht, Harry zu erschießen, wird er von der angeforderten Polizeiverstärkung niedergeschossen.

Nach der Niederschlagung des Aufstands zeichnet der Polizeidirektor Childs die Polizisten Frampton und den verstorbenen Hicock für ihre Arbeit aus. Auf eine Nachfrage der Presse bestreitet er jede Beteiligung oder das Vorhandensein einer Bürgerwehr oder Selbstjustiz in den gesamten Ermittlungen. Die letzte Szene zeigt Harry, der bewusst die Abkürzung durch die leere Fußgängerunterführung nimmt.

Harry Brown wurde auf dem Toronto International Film Festival 2009 uraufgeführt.

Der Film wurde hauptsächlich in Heygate Estate, einer Plattenbausiedlung in Walworth, London, gefilmt, die seit April 2011 abgerissen wird.

„Als provokanter Großstadtwestern inmitten urbaner Tristesse macht das Spielfilmdebüt von Daniel Barber (ergänzt durch Interviews) eine ernüchternde Momentaufnahme der herrschenden sozialen Zustände auf der Insel – schonungslos und ohne Schwarz-Weiß-Malerei. Fazit: Erschütternde Studie von Gewalt und Gegengewalt.“

„Langfilm-Debütant Daniel Barber inszenierte seinen harten Mix aus Selbstjustiz-Thriller und Drama in der Tradition von Werken wie „Ein Mann sieht rot“ oder „Gran Torino“. Angesiedelt in einem sozialen Problemviertel, in dem die Bevölkerung unter den Schikanen und der Gewaltbereitschaft krimineller Jugendbanden zu leiden hat, fand Barber in Michael Caine die Idealbesetzung für die Rolle des alten Marine-Kämpfers, der sich nicht mehr mit den Zuständen in seinem Viertel abfinden will. Wie sich Caine vom schon etwas zittrigen Schachliebhaber zum gnadenlosen Einzelkämpfer verwandelt, ist zwar etwas weit hergeholt, doch einmal mehr weiß der Charakterdarsteller zu überzeugen. Da stört es auch nicht weiter, wenn das Finale etwas unwahrscheinlich daher kommt.“

„Die dem hervorragenden Hauptdarsteller auf den Leib geschriebene Geschichte erzählt eine gängige Rächer-Story, nutzt aber das Genre, um den Kollaps der Sozialstrukturen Londons, den Verfall von Nachbarschaften, zunehmende Straßengewalt und Alterseinsamkeit zu reflektieren.“

Michael Caine wurde 2010 für den Empire Award als bester Darsteller nominiert; es gewann Christoph Waltz (Inglourious Basterds).

Glückskinder

Glückskinder ist eine 1936 im Stil amerikanischer Screwball Comedies gedrehte, deutsche Filmkomödie mit dem Traumpaar des deutschen Films der 1930er Jahre, Lilian Harvey und Willy Fritsch, in den Hauptrollen. Regie führte Harveys damaliger Lebensgefährte Paul Martin. Der in New York City spielende Film erlebte seine Welturaufführung am 19. August 1936 in den Vereinigten Staaten von Amerika. Am 19. September feierte er im Berliner Gloria-Palast seine Deutschland-Premiere.

Hopkins, der Gerichtsreporter der New Yorker Morning Post, ist zu betrunken, als dass er einen angesetzten Termin beim Schnellgericht wahrnehmen könnte. Daher bittet er seinen Kollegen Stoddard, ihn vor Ort zu vertreten. Doch der hat keine Lust dazu und sucht einen Dummen, dem er diesen ungeliebten Termin aufhalsen kann. Da kommt Gil Taylor, der Lyriker unter den Zeitungsreporten, wie gerufen. Seine Texte liegen bislang bleischwer in der Ablage des Chefredakteurs und werden wohl ewig darauf warten, abgedruckt zu werden. Gil übernimmt den Job, anfänglich mit einem Höchstmaß an Unlust, da vor dem Schnellgericht, wie er meint, eh nur langweilige Alltagsfälle behandelt werden.

Sein Interesse wird jedoch schlagartig geweckt, als der Fall der blonden Ann Garden behandelt wird. Sie wird wegen Herumlungerns und Vagabundierens angeklagt, hat keine Bleibe und weckt in Taylor den Beschützerinstinkt. Er springt von der Zuschauerbank auf und ruft dem Schnellrichter zu „Ich kenne die Dame, Euer Gnaden!“. Allgemeine Verwunderung macht sich breit – vor allem bei der Angeklagten. Dann legt Gil noch nach: „Ja, wir sind sogar verlobt, möchten bald heiraten … am liebsten heute wie morgen…“ Der Schnellrichter lächelt hintersinnig und scheint der Angelegenheit nicht zu trauen. Er zitiert daher innerhalb von zwei Minuten einen Standesbeamten herbei, und ratzfatz sind die beiden Unbekannten miteinander verheiratet. Die Reporterkollegen schreiben grinsend mit, die Blitzlichter der Fotografen verewigen diesen Akt „wahrer Liebe“, und wenig später findet sich das frisch vermählte Paar verdutzt auf der Straße wieder.

Bei Hering mit Pellkartoffeln im nächsten Diner lernen sich beide erst einmal kennen. Doch so unschuldig, lieb und harmlos wie Ann Garden scheint, ist sie nun auch wieder nicht. Sie hat es offensichtlich faustdick hinter den Ohren. Sie spottet über Gil und zeigt nicht die geringste Lust, ihm etwas von sich zu erzählen. Da Ann keine Bleibe hat und Gil nur ein Bett daheim, wird das Thema „Hochzeitsnacht“ zu einem echten Problem. Dies wird gelöst mit einem langen Brett, auf dem Gil seine Kakteensammlung aufgereiht hat und das nun zur nächtlichen Trennbarriere zwischen den Kissen umfunktioniert wird.

Am nächsten Tag ist die Schnellehe vor dem Schnellgericht der Gesprächsstoff in ganz New York. Nahezu sämtliche Zeitungen sind voll davon, und das Paar kommt auf diese Weise zu ungewollter Prominenz. Nur ausgerechnet die Morning Post erwähnt die Vorkommnisse mit keiner einzigen Silbe. Chefredakteur Manning kocht vor Wut und feuert Gil augenblicklich. Als sich Taylors Ex-Kollegen Frank Black und Stoddard für ihn verwenden wollen, wirft Manning auch sie hochkantig hinaus.

Aber auch eine andere Meldung beherrscht derzeit New Yorks Blätterwald. Die Nichte des Ölmagnaten Jackson soll spurlos verschwunden sein. Ihr markantes Zeichen: Sie hat einen Leberfleck auf der Schulter. Es dauert nicht lange, da geht den dreien vermeintlich ein Licht auf: Ann muss besagte Nichte sein. Und bei näherem Hinsehen ist ganz klar, dass sie diesen Leberfleck hat. Gil schäumt vor Wut; er glaubt, dass sich die verzogene Dollarprinzessin die ganze Zeit nur einen Spaß mit ihm erlaubt hat und ihn an der Nase herumführt. Er packt Ann in sein Auto und fährt schnurstracks zur Villa des Ölmagnaten. Dort lädt er sie ab und braust wieder davon.

Mr. Jackson versteht kein Wort: Das Mädchen ist nicht seine Nichte! Die kesse junge Dame macht ihm jedoch einen originellen Vorschlag. Wie wäre es, wenn sie in nächster Zeit tatsächlich seine Nichte spielen würde? Wenn diese tatsächlich, wie vermutet, entführt wurde, könnten die Kidnapper ganz schön in Verwirrung geraten und die falsche echte Nichte freilassen. Der Öltycoon ist begeistert und willigt ein. Am Abend treten Onkel und ‚Nichte‘ Ann erstmals gemeinsam in der Öffentlichkeit auf, als sie die Oper besuchen. Derweil haben Frank und Stoddard ihre Wiedereinstellung bei der „Morning Post“ erreicht, in dem sie mit ihrer Reportage über das glückliche Auffinden der Jackson-Nichte einen vermeintlichen Scoop gelandet haben. Allmählich dämmert es jedoch Gil, dass das mit ihm verheiratete Mädchen doch nicht die Nichte sein kann und der Leberfleck auf der Schulter nur ein Trick ist.

Gil will Ann mit seiner Mutmaßung in der Oper konfrontieren und gerät dabei an einen Hünen, mit dem er sich schon einmal gerauft hatte. Gil will es dem Kerl heimzahlen und einen Kinnhaken verpassen

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, trifft aber versehentlich den Feuermelder. Die Feuerwehr rückt an, die Polizei sperrt das Gelände ab, und die Opernbesucher strömen ins Freie. Der Mann, mit dem sich Gil gerade prügeln wollte, „rettet“ Ann im Gedränge und braust mit ihr in seinem Wagen davon. Taylor und seine Reporterfreunde rasen ihm hinterher, ebenso der falsche „Onkel“ Mr. Jackson. Vor einem Haus vor den Toren New Yorks endet die Verfolgungsjagd. Sie folgen dem „Entführer“ Anns bis in seine Wohnung.

Dort kommt es zu einem wilden Handgemenge zwischen den anwesenden Herren, bis plötzlich eine weitere Frau auftaucht

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. Es ist die echte Jackson-Nichte! Dann klärt sich alles auf. Der „Entführer“ ist ein Boxer namens Brown und hat heimlich die mit ihm durchgebrannte Nichte Mr. Jacksons geheiratet – erwartungsgemäß gegen dessen Willen. In dieser Wohnung hatten sich die beiden die ganze Zeit versteckt gehalten. Alle sind zufrieden: Jackson ist selig, seine (nunmehr verheiratete) Nichte zurückzubekommen, Gil kann seine Ann nun wirklich in die Arme schließen, und Chefredakteur Manning hat den Knüller schlechthin für seine nächste Ausgabe. Aber wer ist nun Ann wirklich … ?

Gedreht wurde Glückskinder vom 23. Mai bis Juli 1936 im UFA-Atelier Neubabelsberg

In Deutschland erhielt er im September 1936 das Prädikat Künstlerisch wertvoll.

Die Hauptaktiva dieses Films sind vor allem die Dialoge aus der Feder von Curt Goetz, die sich durch eine für das NS-Kino jener Jahre völlig unübliche Kessheit, Frische und Originalität auszeichnen, sowie die schwungvolle Musik Peter Kreuders. Sein Schlager Ich wollt‘ ich wär‘ ein Huhn, ein Foxtrott, entwickelte sich zu einem veritablen Gassenhauer. Den Text dazu lieferte Hans Fritz Beckmann. Ein weiterer Hit wurde das Lied Das Fräulein Niemand liebt den Herrn Sowieso, ein langsamer Foxtrott.

Die Kostüme entwarf Manon Hahn, die Bauten schuf Erich Kettelhut.

Parallel zur deutschen Originalversion entstand eine französische Sprachfassung unter dem Titel Les gais lurons. Neben der Harvey, die auch ihren französischsprachigen Part übernahm, spielte, wie schon in den vergangenen Jahren, Henri Garat die Fritsch-Rolle. Mit diesem Film endete die zu Beginn des Tonfilmzeitalters 1930 begonnene Tradition, von deutschen Filmen französische Fassungen herzustellen.

1950 wurde Glückskinder in der Bundesrepublik wiederaufgeführt. Seine Erstausstrahlung im deutschen Fernsehen erfolgte am 4. März 1957 in der ARD.

2012 wurden „Glückskinder“ im Auftrag der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung von der CinePostproduction GmbH aufwändig restauriert. Eine Nitrokopie von der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Berlin diente als Hauptmaterialquelle der Restaurierung. Der Scan und die Bearbeitung erfolgten in 2K Auflösung. Zur Ergänzung von Fehlstellen in der Nitrokopie konnte auf eine Sicherungskopie des Bundesarchiv Filmarchiv Berlin zurückgegriffen werden. Für die Tonrestaurierung wurden die gleichen Quellmaterialien verwendet.

Die restaurierte Fassung erlebte ihre Uraufführung am 13. Februar bei der Berlinale in der Retrospektive „The Weimar Touch“, in deren Rahmen deutsche und internationale Filme präsentiert wurden, die von der Weimarer Filmkultur geprägt sind.

Das große Personenlexikon des Films nannte Glückskinder eine „wortwitzige und vor Ironie sprühende Harvey-Fritsch-Komödie.“ und erinnerte daran, dass der mit Ein blonder Traum zu Filmruhm gekommene Regisseur Martin „mit dem pointenreichen, dank Curt Goetz’ Mitarbeit dialogflotten Lustspiel … erneut einen überragenden Erfolg“ landen konnte.

In Buchers Enzyklopädie des Films ist zu lesen: „Dank des witzsprühenden Buches, bei dem vor allem die geschliffenen Dialoge von Curt Goetz begeistern, zu dem aber auch das dramaturgische Geschick R. A. Stemmles einen wesentlichen Teil beigetragen hat, ist diese Komödie eine von ganz wenigen des deutschen Films, die ihr Vorbild, die amerikanische Screwball-Komödie, nicht nur kopieren, sondern auch mit deren besten Vertretern konkurrieren können.“

Das Lexikon des Internationalen Films lobte: „Temperamentvolles Lustspiel im Stil der amerikanischen ‚screwball-Comedies‘ der dreißiger Jahre. Dank straffer Regie und schauspielerischer Präsenz, der schlagfertigen Dialoge von Curt Goetz und Peter Kreuders komisch verjazzter Songs ein ungetrübtes Vergnügen.“

Im Internetauftritt der Film-Zeitschrift Cinema heißt es: „Ein Glückskind in der deutschen Komödiengeschichte.“

Hitoshi Kihara

Hitoshi Kihara (jap. 木原 均

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, Kihara Hitoshi; * 21. Oktober 1893 in Tokio; † 27. Juli 1986) war ein japanischer Genetiker.

Kihara studierte Pflanzenphysiologie an der Universität Hokkaidō mit dem Abschluss 1918 und war ab 1920 Assistent an der Universität Kyōto, an der er 1924 promoviert wurde. 1924 bis 1927 war er zum Auslandsstudium in Europa (darunter auch in Deutschland bei Carl Correns) und den USA. 1927 bis 1956 war er Professor an der Universität Kyoto. Kurz vor seiner Emeritierung wurde er 1955 Direktor des japanischen Nationalen Instituts für Genetik, was er bis 1969 blieb, und war danach Direktor an dem von ihm 1942 in Kyoto gegründeten Kihara-Institut für biologische Forschung (später in Yokohama), das er bis 1984 leitete

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Kihara war ein Pionier der Genetik in Japan. Er befasste sich vor allem mit der Genetik von Weizen. Er führte beim Studium des Chromosomensatzes von Weizen das Konzept des Genoms ein. Danach untersuchte er anhand von Studium der Chromosomen die Evolution und den Ursprung des Weizens, wofür er Expeditionen nach Afghanistan und den Iran unternahm.

Er entwickelte Krankheits- und Schädlings-resistente Weizensorten.

Er war Mitglied der Japan-Akademie. 1959 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt, 1960 wurde er Mitglied der Leopoldina

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. 1948 erhielt er den Kulturorden und 1959 die Darwin-Plakette. 1983 stiftete die japanische Gesellschaft für Genetik die Kihara-Medaille.

Er war ein begeisterter Skifahrer und leitete 1960 und 1964 das japanische Team bei der Winterolympiade und war Mitglied des Organisationskomitees der Winterolympiade in Sapporo 1972.